Gefahrguteinsatz in Beuel – drei Verletzte durch Natronlauge

Bonn (ots) – Bonn-Beuel, Königswinterer Straße, 09.11.2018, 18.09 Uhr –

Bei einem Gefahrstoffunfall in einem Beueler Industriebetrieb ist Natronlauge ausgetreten. Drei Mitarbeiter verletzten sich durch den Kontakt mit der Flüssigkeit und mussten ins Krankenhaus. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Großeinsatz.

Am heutigen Freitagabend (09.11.2018) meldeten Mitarbeiter eines Galvanikbetriebes in Bonn-Beuel der Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn einen Gefahrstoffunfall. Mit einem Großaufgebot rückten die Rettungskräfte um 18.09 Uhr zur Einsatzstelle an der Königswinterer Straße aus. Bereits früh stand fest, dass der Austritt des flüssigen Gefahrguts auf das Gebäudeinnere begrenzt war. Weil der Umfang des Schadens und der genaue Gefahrstoff aber noch nicht bestätigt waren, erkundeten Spezialkräfte der Umwelteinheit in speziellen Chemikalienschutzanzügen die Unfallstelle. Ihnen gelang es auch, das Auslaufen der Flüssigkeit zu stoppen. Als freigesetzte Flüssigkeit identifizierten die Einsatzkräfte nach Messungen und Rücksprache mit der Betriebsleitung Natronlauge.

Drei Mitarbeiter kamen bei dem Zwischenfall mit der gefährlichen Lauge in Kontakt. Die Notarzt- und Rettungswagenteams brachten die Männer mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in ein Bonner Krankenhaus. Eine Gefahr für Personen außerhalb des Betriebes bestand nicht. In der Anfangsphase des Einsatzes sperrte die Polizei die Königswinterer Straße im Bereich der Einsatzstelle voll. Abgesehen vom Firmengelände konnten die Sperrungen konnten aber im weiteren Verlauf wieder aufgehoben werden. Der Einsatz und die Aufräumarbeiten dauerten bis 22 Uhr. Polizei und Arbeitsschutz haben die Ermittlungen zur Unfallursachen übernommen.

Im Einsatz waren rund 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr samt Umwelteinheit und Gefahrgutfachberater, die Löscheinheiten Beuel, Holzlar, Bad Godesberg, Dottendorf und Lannesdorf der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungs- und Notarztdienst, der Pressedienst sowie der Führungsdienst. Zusätzlich besetzten die Löscheinheiten Holtorf, Oberkassel, Kessenich und Duisdorf die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr. Einsatzkräfte der Johanniter-Unfallhilfe kümmerten sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

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