Frühkindliche Bildung bleibt eine zentrale Aufgabe

Briesen. Die SPD-Landtagsfraktion hat sich gestern zum Auftakt ihrer zweitägigen Klausurtagung mit den Kindertagesstätten im Land Brandenburg befasst. Dazu lag den Abgeordneten der Abschlussbericht der gemeinsamen Kita-Kommission von Fraktion und SPD-Landesverband vor, die seit Anfang 2017 die Umsetzung des Kita-Pakets begleitet und Empfehlungen für weitere Verbesserungsschritte ausgesprochen hat. Bildungsministerin Britta Ernst berichtete auf der Klausur über den Stand der Umsetzung bei den Themen Kiez-Kita und Einstieg in die Beitragsfreiheit sowie zur Fachkräftesituation in der frühkindlichen Bildung. Zu den Ergebnissen erklärt Gabi Theiss, Sprecherin der SPD-Fraktion für die frühkindliche Bildung:

„Das von der Fraktion 2016 beschlossene Kita-Paket hat Bewegung in die Bildungsdebatte gebracht. Die Kiez-Kita als neues Modell findet auf der kommunalen Ebene große Unterstützung und ist in den meisten Landkreisen sowie kreisfreien Städten mittlerweile eingeführt. Zusätzliches Fachpersonal unterstützt Kitas mit besonderen Herausforderungen. Dieser soziale Faktor in der frühkindlichen Bildung liegt uns Sozialdemokraten sehr am Herzen, deshalb wollen wir das Programm nach einer Auswertung der ersten Erfahrungen gegebenenfalls ausweiten. Die Entlastung der Eltern von Kita-Beiträgen beginnt in diesem Sommer – als erster Schritt hin zur vollständigen Gebührenfreiheit der Bildung. Gleichzeitig ermöglichen wir die Neueinstellung von Erzieherinnen und Erziehern, um mit mehr Personal die Qualität der Bildung für die Kleinsten zu verbessern. Hier wurden in der laufenden Legislaturperiode bereits große Schritte getan und die Kita-Gruppen für alle Altersgruppen verkleinert. Außerdem haben die Kita-Leitungen nun mehr Zeit für Bildungskonzepte oder Elterngespräche, und die Kommunen erhalten Unterstützung vom Land bei Sanierung und Modernisierung von Betreuungseinrichtungen.

Dieses erste Kita-Paket ist kein Abschluss, sondern hat uns zu weiteren Anstrengungen motiviert. Wir werden prüfen, wann welche zusätzlichen Schritte möglich sind: für eine bessere Betreuungsqualität, für mehr Kita- und Hort-Fachkräfte, für eine Entlastung gerade von berufstätigen Eltern und für die Sicherung ausreichender Kita-Plätze. Ziel ist es, die Qualität der frühkindlichen Bildung weiter zu fördern und Brandenburgs Vorreiterrolle bei der sozialen Ausgestaltung der Kita-Betreuung zu stärken. Dazu fassen wir auch eine Neufassung des Kita-Gesetzes ins Auge und wollen vorbereitende Gespräche darüber bald führen. In unserem Land haben alle Kinder die besten Startchancen – denn Bildung von Anfang an ist die wichtigste Grundlage für eine gute Entwicklung Brandenburgs auch in der Zukunft.“

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