Frankfurt (Oder): Einschleusung mit Waffe aufgedeckt

Frankfurt (Oder) (ots) – Am Dienstag deckten Beamte der Bundeszollverwaltung eine Einschleusung und die unerlaubte Einreise russischer Staatsangehöriger auf. Der mutmaßliche Schleuser trug ein im Gürtel verstecktes Messer bei sich.

Gegen 4:30 Uhr kontrollierten die Beamten an der Anschlussstelle Frankfurt (Oder) West drei russische Staatsangehörige als Insassen eines PKW.

Weil der 32-jährige Fahrer und sein 20-jähriger Beifahrer nicht über die für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Dokumenten verfügten, informierten die Zollbeamten die Bundespolizei.

Bei der Durchsuchung des Fahrers entdeckten die Bundespolizisten ein als Gürtelschnalle getarntes Messer, dass als verbotener Gegenstand einen Verstoß gegen das Waffengesetzt darstellt. Er konnte lediglich eine ungültige Duldung vorweisen.

Bei der Überprüfung des Beifahrers stellte sich heraus, dass dieser im November 2017 nach Polen abgeschoben wurde und eine Einreisesperre für Deutschland vorliegt. Hintergrund ist ein bereits laufendes Asylverfahrens in Polen.

Die mitreisende 29-jährige Frau verfügte über einen deutschen Aufenthaltstitel. Sie gab an, mit dem Beifahrer verheiratet zu sein und mit ihm in Deutschland leben zu wollen. Der Fahrer wollte ihr helfen, ihren Mann nach Deutschland zu bringen.

Die Bundespolizei leitete zwei Ermittlungsverfahren wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes nach Deutschland ein. Gegen den Fahrer wird darüber hinaus wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und des Einschleusen von Ausländern mit Waffe ermittelt.

Die 29-Jährige muss sich nun wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise verantworten. Sie durfte ihre Reise nach den polizeilichen Maßnahmen fortsetzen. Der 20-jährige Beifahrer wurde an die Zentrale Aufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt und der 32-jährige Fahrer an die zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet.

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