Forschung im Wald braucht langen Atem: Vogelsänger beim 13. Eberswalder Winterkolloquium

Eberswalde – Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Donnerstag (22. Februar) ein Grußwort beim diesjährigen Eberswalder Winterkolloquium sprechen. Zu der Veranstaltung mit dem Motto „Versuch macht klug – Anforderungen an das forstliche Versuchswesen der Zukunft“ werden rund 200 Gäste aus Forstpraxis und Wissenschaft erwartet.

Mehr als 300.000 regelmäßig vermessene Bäume auf 681 Versuchsparzellen mit 65 Baumarten in 127 Versuchsreihen und mit unterschiedlichen Versuchszielen bilden den wertvollen Schatz des Eberswalder Forstlichen Versuchswesens. Dort stehen rund 125 Hektar zur Verfügung, auf der sich die Vielfalt der Wald- und Forstökosysteme Brandenburgs findet. Brandenburgs älteste forstliche Versuchsfläche aus dem Jahr 1878 hat schon viele turbulente Zeiten erlebt, nun ist es die Aufgabe des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde, diesen Informationsschatz  für die Zukunft zu bewahren und auszuwerten.

In sieben Fachvorträgen wird beim diesjährigen Winterkolloquium die große Vielfalt der forstlichen Forschung gestreift, die auf langjährige Versuche im Wald angewiesen ist. Dazu zählen praxisnahe waldbauliche Langzeituntersuchungen zur Waldverjüngung mit Eichen oder die Sturmfestigkeit von Douglasien am Beispiel eines über 60 Jahre andauernden Versuchs mit verschiedenen Pflanzenherkünften aus Nordamerika.

So stehen auch mehrere Hundert Nistkästen seit zwei Jahren unter den Augen der Wissenschaftler, um den Einfluss von Kahlfraß und Pflanzenschutzmittel auf Vögel in Kiefernforsten zu untersuchen. Mit 3D-Fototechnik wurden Bodenveränderungen durch Bereifungsvarianten von Forstmaschinen untersucht, um den Waldboden bei der Holzernte besser zu schützen.

 

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