Fit für den Bus – Verkehrswacht und BVSG trainieren Kleinmachnower Senioren

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BVSG-Busfahrer Lutz Müller unterstützt Marlies Stürmer (82) beim Rückwärts-Aussteigen mit dem Rollator aus dem Bus zusammen mit Gerhard Kleinke

Bus fahren ist für die meisten älteren Menschen leider oft mit Unsicherheit verbunden. Um Ängste abzubauen und gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme zu fördern, wird auf Initiative der Seniorenresidenz SenVital am Dienstag, den 7. Juni 2016 in Kleinmachnow bereits zum vierten Mal ein „Rollator- und Sicherheitstraining“ für Seniorinnen und Senioren durchgeführt. „Die Veranstaltung stieß schon in den vergangenen Jahren auf viel positive Resonanz und Lob. In diesem Jahr haben wir die Werbetrommel gerührt, damit noch mehr ältere Menschen aus der Region auf das tolle Angebot unserer Partner aufmerksam werden“, sagt Nicole Schulz, Leiterin von SenVital-Kleinmachnow.

Auf dem Parkplatz des Hauses hat Gerhard Kleinke von der Verkehrswacht Potsdam-Mittelmark e. V. wieder einen Rollator-Parcours aufgebaut. „Hier lernen die Seniorinnen und Senioren mit ihrem Rollator sicher Hindernisse, wie Bordsteinkanten zu bewältigen. Weiterhin bieten wir einen Sicherheitscheck für den eigenen Rollator an“, erläutert Kleinke. Gleich daneben steht ein Bus der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH (BVSG) bereit. BVSG-Busfahrer Lutz Müller und Jörg Klingbeil üben mit den älteren Fahrgästen das Ein- und Austeigen in bzw. aus dem Bus, das Sichern des Rollators während der Fahrt, das Anzeigen des Haltewunsches und beantworten gern weitere Fragen.

„Bauartbedingt haben bis zu zwei Rollstühle Platz in unseren Bussen“, sagt Lutz Müller. „32 von 34 eingesetzten Bussen am BVSG-Standort Stahnsdorf sind behindertengerechte Niederflurbusse“, so Müller weiter. Niederflurbusse ermöglichen bei behindertengerecht ausgestatteten Haltestellen durch Absenken des Busses ein barrierefreies Einsteigen fast ohne Spalt zwischen Bus und Bordstein. „Für Nutzer eines Rollstuhls wird aber die Rampe ausgeklappt. So funktioniert das Ein- und Aussteigen mit Hilfe des Busfahrers sicher und unkompliziert“, stellt Lutz Müller fest. Er freut sich über den konstruktiven Erfahrungsaustausch.

Neben dem Einsatz von Niederflurfahrzeugen sichert ebenfalls die behindertengerechte Ausstattung der Haltestellen die barrierefreie Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Hierzu gehören eine Bordsteinhöhe von 18 Zentimetern, ein ÖPNV-gerechter Bordstein, an den man mit dem Bus möglichst nah heranfahren kann, ein Blindenleitstreifen und nicht zu vergessen eine behindertengerechte Zuwegung. Der Bau von behindertengerechten Haltestellen liegt in der Hand der jeweiligen Gemeinden und Städte.

In Kleinmachnow geht man das Thema aktiv an. „Wir wollen in Kleinmachnow auch Menschen mit Handicap das Bus fahren erleichtern und ihnen eine größere Mobilität ermöglichen“, verspricht Bürgermeister Michael Grubert. „Aktuell sind wir mitten in den Planungen, um noch in diesem Jahr die ersten Haltestellen an wichtigen Knotenpunkten im Ort behindertengerecht umzubauen und von Barrieren zu befreien“.

Weitere Informationen gibt es unter www.pm-bus.de und www.kleinmachnow.de.

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BVSG-Fahrdienstleiter Jörg Klingbeil demonstriert das Verkanten der Räder beim Vorwärts-Aussteigen mit dem Rollator

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