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Filmuni goes Berlinale. Studierende präsentieren ihre Filme RA und JIBRIL

„Künstlerische Vision, Mut zum Anderssein, Lust auf Unvertrautes, ungewöhnliche soziale Systeme, vertieftes Geschichtsbewusstsein oder wegweisende Persönlichkeiten: Das Anliegen des Panorama ist, weltweit neue Impulse im gegenwärtigen Zeitstrom und filmischen Schaffen aufzuspüren und diese im Programm-Spektrum abzubilden.“ So beschreibt die Berlinale-Sektion ihren Fokus. Und genau das erfüllt Henrika Kull, Regie-Studentin an der Filmuniversität mit ihrem Film JIBRIL. Erzählt wird die Geschichte von Deutschlehrerin Maryam, die als geschiedene Mutter dreier Mädchen ein selbstbestimmtes Leben lebt. Auf der Suche nach sich, nach ihrer Fairy Tale, nach dem Glück trifft sie durch einen Zufall den Deutsch-Libanesen Jibril wieder, der eine sechsjährige Haft im Gefängnis absitzt. Die kurzen Besuchszeiten müssen reichen für eine außergewöhnliche Romanze zwischen Alltag und Gefängniszelle.  JIBRIL ist die Geschichte zweier Menschen, die sich nicht nur ineinander verlieben, sondern auch in das Idealbild ihrer Selbst und sich dadurch gegenseitig Hoffnung geben.

In die Perspektive Deutsches Kino eingeladen wurde der Film  – ein Film über das Erwachsenwerden und die Erkenntnis, wie schwer es ist, als Frau in einer Männergemeinschaft mit tradierten Hierarchien seinen Platz zu finden.  Sophia Bösch, Studentin im Master Spielfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg, erzählt die Geschichte der 16-jährigen Linn (Sofia Aspholm), die unbedingt in die Gemeinschaft der Jäger um ihren Vater aufgenommen werden möchte. Sie kennt die Jagd und ihre Gesetze, doch in der Gruppe der Jäger muss sie sich erst beweisen. Linn trifft. Sie schießt ihren ersten Elch. Aber ihr Stolz ist von kurzer Dauer, als sich herausstellt, dass sie eine Mutterkuh getötet hat. Elchkühe dürfen nicht geschossen werden, bevor man nicht ihr Kalb erlegt hat. Das Junge muss aufgespürt und getötet werden, damit es nicht elend verendet. Voll Scham und Eifer macht Linn sich alleine auf die Suche nach dem Kalb. Ein Gang in die Wildnis, der ihre eigentliche Prüfung wird.

Auch Lehrende und Alumni der Hochschule sind 2018 wieder stark vertreten bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen Berlin: Robert Gwisdek (Schauspiel 2007) spielt in dem Wettbewerbsfilm 3 Tage in QuiberonMaryam Zaree (Schauspiel 2009) in Christian Petzolds Transit. Die männliche Hauptrolle dieser Anna-Seghers Verfilmung hat Franz Rogowski übernommen. Einst von Jakob Lass (Regie 2016) als Kinoschauspieler entdeckt, hatte er erste Rollen in den Filmuni-Filmen „Frontalwatte“ und „Love Steaks“ und wird er am 1. Berlinale Wochenende als einer der 10 European Shooting Stars geehrt.

SPK Komplex von Alumnus Gerd Kroske (Regie 1989) feiert Weltpremiere im Berlinale Forum. Der Film über die Ereignisse um das “Sozialistische Patientenkollektiv”, das sich 1970 in Heidelberg um das Arztehepaar Wolfgang und Ursula Huber bildete,  wurde von Filmuni-Professorin Susanne Schüle (Kamera 2000) und Anne Misselwitz (Kamera 2007) gedreht und von Filmuni-Prof Stephan Krumbiegelgemeinsam mit Olaf Voigtländer (Montage 2017) montiert.  Burkina Brandenburg-Komplex (D 2018) in der Regie von Ulu Braun (Animation 2006) wird im Rahmen der Berlinale Shorts uraufgeführt.

250 Filmschaffende aus 81 Ländern – 128 Frauen und 122 Männer – wurden in diesem Jahr aus 3000 Bewerbungen ausgewählt, um im Rahmen der Berlinale Talents 2018 an ihren Projekten zu arbeiten und zu netzwerken, darunter unsere Regie-Meisterschülerin Leonie Krippendorff wie auch zahlreiche Ehemalige der Filmuni, so z.B. der Filmkomponist Matija Strnisa,  Christoph Walter (Sound ) oderFranziska Henke, die im Sound Lab mitarbeiten wird. Gesa Marten, Film-Editorin und Gast-Professorin an der Filmuni, ist schon seit vielen Jahren als sog. Expertin am “Editing Studio“ der Berlinale Talents engagiert. In diesem Jahr veranstaltet sie für die 14 eingeladenen internationalen Nachwuchseditor*innen einen “Editing Slam“ zum Thema Editing and Ethics, in dem ethische Fragen der Montage diskutiert werden.

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