Familie nach Feuer in Küche durch Feuerwehr Hamburg aus verrauchter Wohnung gerettet

#Hamburg (ots) – Hamburg Marmstorf, 12.08.2018, 13.48 Uhr, Feuer mit Menschenleben in Gefahr (FEUY), Up den Wiemen

Die Beamten der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg erhielten mittags aus einer Wohnung in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus über den Notruf 112 die Meldung, dass es bei ihnen in der Küche während der Zubereitung von Speisen zu einem Feuer gekommen sei. Vater, Mutter und Kind stünden auf dem Balkon im zweiten Obergeschoss und die gesamte Wohnung sei nun verraucht. Noch während der Alarmierung der ersten Einsatzkräfte teilte die Mutter den Beamten am Telefon mit, dass ihr Mann, entgegen der Anweisungen, für eigene Löschversuche in die stark verrauchte Wohnung zurückgegangen sei. Daraufhin wurden von der Rettungsleitstelle neben dem bereits alarmierten Löschzug, mit dem Einsatzstichwort – Feuer mit Menschenleben in Gefahr -, zusätzlich noch die Freiwilligen Feuerwehren Sinstorf und Marmstorf, ein Führungsdienst (B-Dienst), ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen zur Einsatzstelle alarmiert.

Kurze Zeit später trafen die ersten Einsatzkräfte vor Ort ein und begannen sofort mit zwei Trupps unter unabhängigem Atemschutz und Brandfluchthauben die Rettung der drei Personen über eine Drehleiter und durch den Treppenraum. Nach Sichtung durch den zwischenzeitlich eingetroffen Notarzt wurden die drei Familienmitglieder von Notfallsanitäter rettungsdienstlich versorgt und Mutter samt Kind mit dem Verdacht einer Rauchgasinhalation in einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert. Der Vater wurde nach notfallmedizinischer Versorgung, u.a. mit kreislaufstabilisierenden Infusionslösungen und schmerzstillenden Medikamenten, notarztbegleitet, in einem Rettungswagen in eine Spezialklink für die Versorgung von Verbrennungspatienten befördert. Er hatte schwere Verbrennungen an Oberkörper und Extremitäten sowie eine lebensbedrohliche Rauchgasinhalation erlitten.

Das Feuer in der Küche der Wohnung konnte zwischenzeitlich durch einen Trupp mit einem Kleinlöschgerät schnell gelöscht werden. Nachfolgend wurde die Wohnung und die angrenzenden Bereiche unter Zuhilfenahme eines Druckbelüfters entraucht, die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Glut- und Wärmenester überprüft und die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Polizei übergeben.

Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte mit einem Löschzug der Berufsfeuerwehr, zwei Freiwilligen Feuerwehren, ein Führungsdienst (B-Dienst), zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort im Einsatz.

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