fabrik Potsdam – 29. Mai – 10. Juni: Potsdamer Tanztage 2018

Potsdamer Tanztage 2018
Zerstörung und Entstehung, Körper und Krise

 

Bewegende Körper fordern (Frei-)Räume ein, lehnen sich auf, zerstören und erschaffen
Neues. Sie sind auch Spiegel der heutigen Kämpfe und Forderungen, zeigen aber auf, wie
Krise Neuanfang und Kreativität sein kann.
Als Eröffnung des Festivals werden in Monstres, on ne danse pas pour rien von
DeLaVallet Bidiefono alltägliche Erfahrungen, in einem durch Krieg und Diktatur
geschändetem Land, mit Zukunftsvisionen zusammengebracht. Con Grazia ist ein
Performance-Konzert, das der akribischen und geräuschvollen Zerstörung von Objekten
gewidmet ist. Ebenfalls als eine Legierung der Künste ist Fruits of Labor, mit einer knallig
akustischen Antwort gegen Kontrolle und Restriktion, angelegt.
Neues entsteht aus Erschöpfung im Stück von Manuel Roque. In Bang Bang geht er von
körperlichen Höchstleistungen aus, lässt in ständiger Wiederholung dem Moment keine
Ruhe und verbindet alles mit Urknall-Theorien. Neues entsteht aus Abfall im Stück von Louis
Vanhaverbeke. Er bewegt sich in Multiverse zwischen Erde und Weltall, männlich und
weiblich, verwebt selbstgebaute Gegenstände mit Bewegungskunst.
Die Zwänge der Arbeitswelt, der Körper im Akkord und in der ständigen Wiederholung sind
Quelle von Schönheit. Die Effizienz wird im Jonglagestück Humanoptère von Clément Dazin
verlangt, obgleich die Poesie der Schwerkraft größer zu sein scheint als der Erfolgsdruck der
Gesellschaft .
Genderthemen und Geschlechterrollen sind auch auf der Bühne Teil einer Identitätsdebatte,
die auf der Ebene des Körpers ausgelotet wird. Stereotypes Game von Yasmeen Godder
dekonstruiert Genderpositionierung, vermischt und hinterfragt die Rollenbilder tänzerisch.
Zsuzsa Rózsavölgyi betrachtet mithilfe unterschiedlicher Medien in 1.7 den weiblichen
Körper und seine zugeschrieben Assoziationen und Erwartungen. Schwerpunkte die zur
gegenwärtigen #Metoo-Debatte nicht aktueller sein können. Auf der körperlichen Ebene teilt
Isabelle Schad in Solo für Lea Bewegungen in Fragmente und fügt diese skulptural neu
zusammen. In Bora Kims A long talk to oneself wird wiederum in Auseinandersetzung mit
sich selbst, der weibliche Körper als fließend zerbrechliches Wesen zur starren
Puppenhaftigkeit transformiert.
Ein besonderer Schwerpunkt des Festivals ist die kleine Retrospektive über das Werk der
französischen Choreografin Martine Pisani, die aus Sicht der fabrik Potsdam in den letzten
25 Jahren Vorreiterin eines neuen Tanzes war, eines Tanzes des Unfalls. Als eine der ersten
hat sie die Schönheit des nicht trainierten Körpers entdeckt und die Poesie des verpassten
Schrittes hervorgehoben. Mit sans, das 2000 in der fabrik Potsdam uraufgeführt wurde, und
UNDATED kommt Martine Pisani wieder in die fabrik zurück. UNDATED ist von dem
Prozess der Kondensation von Wasserdampf inspiriert, worin sich ihre Arbeiten der letzten
Jahre bündeln. Ein Werk voller Humor und Inspiration.
Die Produktionen Bang Bang, Voicing Pieces und Con Grazia sind Teil unseres Fokus PAS
DE DEUX Potsdam/Montréal, der die langjährige Verbindung der fabrik Potsdam mit Québec
unterstreicht. Diese Choreografen sind alle Teil des Residenzprogramms Studio Québec
gewesen, welches Residenzen in Potsdam und Montréal ermöglicht.

Als Prolog zum Festival ist ein großes Fest des Tanzes in Vorbereitung! Wie bereit sind wir,
uns körperlich zu begegnen? Über 100 Potsdamer LaientänzerInnen lassen sich darauf ein
und präsentieren gemeinsam als Vorprogramm der diesjährigen Potsdamer Tanztage die
Europapremiere von Le Grand Continental von Sylvain Émard im Lustgarten und in der
Schiffbauergasse. Das Stück zeigt den Einzelnen als Teil eines Ganzen, zwischen Mikro-und
Makrowelten, gesellschaftlich geprägt und im Austausch mit dem Publikum.
Neben dem Aufführungsprogramm präsentieren die Potsdamer Tanztage ein breites
Angebot von Konzerten, die nach den Stücken dazu einladen, den Abend zu verlängern:
JazzLab, SCHNELLERTOLLERMEIER, Cats & Breakkies, Khaled Kurbeh & Raman
Khalaf sind einige der Bands, die die openair Bühne der fabrik beleben werden.
Darüber hinaus lädt das Festival zum Besuch von 33 Workshops für Profis, Amateure und
Kinder sowie zu Publikumsgesprächen zur Vertiefung des Erlebten ein.
KARTEN

www.potsdamer-tanztage.de
0331 24 09 23

 

FESTIVAL PROLOG
LE GRAND CONTINENTAL®
Sylvain Émard Danse [Montréal]
Eintritt frei
Sa 26. Mai I 21:30, Lustgarten Potsdam
So 27. Mai I 16:00, Gelände der Schiffbauergasse
Gemeinsam schweben, blühen, wogen, funkeln – zusammen tanzen und sich einer ganz neuen
Herausforderung stellen. Über 100 AmateurtänzerInnen aus Potsdam, Stahnsdorf, Teltow, Michendorf
und Berlin sind zusammen mit Sylvain Émard das Wagnis eingegangen. Gemeinsam performen sie
den Le Grand Continental® als Prolog der diesjährigen Potsdamer Tanztage und anlässlich des
1025ten Geburtstages Potsdams. Der kanadische Choreograf kreierte 2009 für das Montréal Festival
TransAmérique erstmals mit 60 LaientänzerInnen den Le Grand Continental®, eine von Linedance
inspirierte zeitgenössische Choreografie. Die Freude der Beteiligten sowie ZuschauerInnen bescherte
Folgeprojekte von New York über Boston, Seoul, Wellington bis Mexico City und begeisterte die
Menschen weltweit. In drei Monaten intensiver Probenzeit haben sich die TeilnehmerInnen
kennengelernt, gemeinsam trainiert, gelacht und geschwitzt, persönliche Grenzen ausgetestet und
letztlich etwas Großartiges geschaffen. Nun gilt es, das Potsdamer Publikum mitzureißen, in einer
spannenden ersten Europa-Aufführung des Le Grand Continental® unter freiem Himmel.
Floating, blooming, waving – dancing together and facing a new challenge. More than 100 laypersons
from Potsdam perform Le Grand Continental as a prologue to this year’s festival. For several months,
they trained a choreography of line and contemporary dance under the direction of the Canadian
choreographer Sylvain Émard. During this time the participants sweat and laughed, let themselves be
challenged and created something great. Now it is up to the audience to take part in the European
open-air premiere.
Idee, Konzept, Choreographie: Sylvain Émard
Sounddesign: Martin Tétreault, DJ Mini, El Instituto Mexicano del Sonido
Lichtdesign: Jonas Ehrler
Probendirektion und Tänzerinnen: Heidi Weiss, Alessandra Lola Agostini
Probenassistenz und Tänzerinnen: Dijana Durisevic, Lisanne Goodhue, Anita Twarowska
Le Grand Continental® ist eine Koproduktioin von Sylvain Émard Danse und Festival TransAmériques.
Das Gastspiel wird unterstützt im Rahmen von „PAS DE DEUX Potsdam/Montréal“ von der Vertretung der Regierung von
Québec und von der Landeshauptstadt Potsdam.
Internet: www.sylvainemard.com
Dauer: ca. 30 Minuten

ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG DER POTSDAMER TANZTAGE
MONSTRES, On ne danse pas pour rien
Deutschlandpremiere
DeLaVallet Bidiefono / Compagnie Baninga (Brazzaville/Paris)
Hans-Otto-Theater/Neues Theater
Preisgruppen A/B/C
Di 29. + Mi 30. Mai | 19:30
Warm Up: Mi 30. Mai | 18:30 (Glasfoyer Hans Otto Theater)
Publikumsgespräch: Mi 30. Mai | 21:00 (fabrik Potsdam)
Mit DeLaVallet Bidiefono ist einer der engagiertesten zeitgenössischen Künstler aus dem Kongo
erstmals zu Gast in Potsdam. Seine Stücke bezeichnet er vieldeutig als „Monster“, Geschöpfe, die als
widerständige poetische Wesen in einer nachhaltig von Krieg und Diktatur geprägten Gesellschaft
entstehen. In ihnen verbinden Bidiefono und 12 TänzerInnen und MusikerInnen sowohl afrikanische
als auch westliche Tanztechniken mit unterschiedlichen Musikstilen, bildkräftig in Szene gesetzten
alltäglichen Erfahrungen und Zukunftsvisionen zu einer schmerzhaften, kraftvollen, unbändigen
Liebeserklärung an ein tief verwundetes Land.
For the first time, one of the most committed contemporary artists from Congo comes to Potsdam. He
describes his work as “monsters”, creatures that emerge as poetic beings in a society shaped by war
and dictatorship. Bidiefono and his 12 dancers and musicians combine African and Western dance
techniques with different styles of music. Everyday-life experiences and visions of the future are
impressively staged. It is a powerful, painful, irrepressible declaration of love to a deeply wounded
country.
Mi 30. Mai | 22:00 Konzert mit Delavallet Bidiefono (eintritt frei)
Choreografie, Regie: DeLaVallet Bidiefono / Texte : Rébecca Chaillon und Armel Malonga
Dramaturgie : Aurelia Ivan / Künstlerische Mitarbeit: Carine Piazzi
Tanz: DeLaVallet Bidiefono, Destin Bidiefono, Fiston Bidiefono, Aïpeur Foundou, Ella Ganga, Mari Bède Koubemba, Cognès
Mayoukou, Lousinhia Simon
Musik: Francis Lassus, Armel Malonga, Raphaël Otchakowski
Performance: Rébecca Chaillon
Licht: Stéphane „Babi“ Aubert
Sound: Jean-Noël Françoise
Bühne: Hafid Chouaf und Caroline Frachet
Produktion: Compagnie Baninga
Dauer: ca 70 Minuten
Solo für Lea
Isabelle Schad (Berlin)
T-Werk, Preisgruppe C
Mi 30. + Do 31. Mai | 20:00
Publikumsgespräch: Mi 30. Mai | 21:15 (T-Werk)
Warm Up: Do 31. Mai | 19:00 (T-Werk)
Solo für Lea ist eine Begegnung zwischen Isabelle Schad und Lea Moro. Entstanden ist ein sehr
persönliches, choreografisches Porträt, das faszinierend mit den spezifischen Merkmalen von Moros
Körper und dessen Rhythmen, Konturen, Farben und Energien spielt und diese sichtbar macht.
Gemeinsam begeben sich die beiden Frauen in Konstellationen des Formens und loten die
Beziehungen zwischen Körper, Bewegung, Bild und (Re-)Präsentation aus. Zergliedert und wieder
neu organisiert wird der Körper zur bloßen Materialität – zum Medium energetischer Potenziale und
Transformationen. An der Schnittstelle von Bildender Kunst und Tanz, Performance und Installation,
sinnlicher Erfahrung und Abstraktion flirtet das Solo mit Analogien und Form-Aspekten des Kubismus,
sowie Picassos Zeichnungen aus einem Strich.
„Eine Studie in Minimalismus, ein physisches Portrait und eine Skulptur in Bewegung … ein
vollendeter Entwurf.“ (Elena Philipp)
Solo for Lea is an encounter between Isabelle Schad and Lea Moro. In a continuation of Schad’s
choreographic practice around the relationships between body, movement, image, and
(re)presentation, the work draws a very personal portrait of Lea Moro, examining the specificities of
her body, its rhythms, contours, colours, and energies. The new work unfolds itself in the borderline
between visual arts and dance, between performance and installation, between sensual experience
and abstraction.
Konzept, Choreografie: Isabelle Schad
Co-Choreografie, Performance: Lea Moro
Dramaturgische Begleitung: Saša Božic
Sound: Damir Šimunovic
Lichtdesign, Technik: Bruno Pocheron
Kostüm: Charlotte Pistorius
Produktionsleitung: Heiko Schramm
Ermöglicht durch eine langjährige Zusammenarbeit mit Laurent Goldring.
Eine Produktion von Isabelle Schad in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main
und SOPHIENSÆLE.
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
Internet: www.isabelle-schad.net
Dauer: ca 60 Minuten
Fruits of Labor
Miet Warlop (Brüssel/Gent)
fabrik Potsdam, Preisgruppe B
Fr 01. Juni | 19:30
Sa 02. Juni | 20:30
2012 begeisterte die Belgierin Miet Warlop mit ihrer durchgedreht absurden Objektstudie Springville
zum ersten Mal das Potsdamer Publikum. Mit einer noch knalligeren Mischung aus Performance,
Konzert und Bildender Kunst kehrt sie mit Fruits of Labor zurück. Warlop teilt sich die Bühne mit drei
Musikern, einem Roadie und inszenierten Skulpturen. Sie überträgt Beats und Songs auf Objekte,
Theatermaschinerie und Körper. Irgendwann scheint der ganze Raum ein Instrument zu sein. Diese
psychoaktive Parade der Bilder und Objekte ist bei aller Verrücktheit auch die künstlerische Reaktion
auf eine aus den Fugen geratene Welt. Eine Reaktion, die sich funkelnd-chaotisch gegen Kontrolle
und Restriktionen stellt. “Gibt es eine andere Alternative zur schmucklosen Realität als den Griff nach
der Seele der Dinge?”, fragt sich Miet Warlop.
Miet Warlop first pleased the public of Potsdam in 2012 with her alienating and absurd piece
Springville. This year she returns with an even more glaring mix of performance, concert, and visual
art. Warlop shares the stage with three musicians, a roadie, and staged sculptures. She transforms
beats and songs to objects, theatre machinery, and body. The space seems to become one big
instrument. This psychoactive parade of images and objects is also an artistic reaction to a stunned
world. A reaction that confronts control and restrictions with chaos.
Konzept, Regie und Performance: Miet Warlop
Musik und Performance: Tim Coenen, Seppe Cosyns, Joppe Tanghe, Wietse Tanghe
Assistenz: Barbara Vackier, Ian Gyselinck, Sander Vos / Kostüme: Sofie Durnez, Karolien Nuytens, An Breugelmans
Technische Leitung: Hugh Roche Kelly
Ton: Saul Mombaerts, Bart van Hoydonck
Lichtdesign: Henri Emmanuel Doublier
Produktionsleitung: Seppe Cosyns
Produktionskoordination: Elke Vanlerberghe / Produktion: Irene Wool vzw (Gent).
Internet: www.mietwarlop.com
Dauer: ca 55 Minuten
Multiverse
Louis Vanhaverbeke (Gent)
T-Werk, Preisgruppe C
Fr 01. Juni | 21:00
Sa 02. Juni | 19:30
So 03. Juni | 16:00
Warm Up: Fr 01. Juni | 20:00 (T-Werk)
Publikumsgespräch: Fr 01. Juni | 22:15 (T-Werk)
In Multiverse vereint Louis Vanhaverbeke seine vielen Leidenschaften Do It Yourself (DIY), Slam
Poetry und Tanz zu einer provokanten und humorvollen Allround-Performance. Wie ein Alchimist
erweckt er Alltagsgegenstände zum Leben während er als multifunktionaler Discjockey agiert. Ist er
ein Satellit im Orbit um die Erde, ein Gott, der seine Schöpfung überblickt oder eine Verkörperung der
Zeit, wenn sie sich entfernt? In Louis’ Welt ist alles „Multi“. Wie ein schwer fassbarer Fisch bewegt er
sich zwischen verschiedenen gegensätzlichen Elementen wie männlich und weiblich, Kunst und
Kitsch, Ernst und Humor, Poesie und Energie, Erde und Weltall. Seine Kreationen, Mechanismen und
schlauen Erfindungen sind voller Überraschungen und trotzdem das Ergebnis umfangreicher
Forschung. Aber Multiverse geht weit über das Spielen mit Objekten hinaus und ruft poetische Bilder
hervor, die alle Tore zu weiteren rätselhaften Kunstwelten öffnen. Ein brillanter Kosmos.
In Multiverse, Louis Vanhaverbeke mixes his different passions (DIY, Slam Poetry and dance) in a
funny and provocative performance, giving a life to objects and acting as a multifunctional DJ. In Louis’
world, everything is ‘multi’. He moves between different antagonisms, such as man and woman, arty
and kitsch, seriousness and humour, poetry and energy, earth and space. Multiverse is more than an
object game – it is a poetic image, which seems to open doors to other mysterious art universes. A
shining cosmos.
Von und mit: Louis Vanhaverbeke / Drama
Simple Action
Yasmeen Godder (Jaffa)
Kirche Am Neuendorfer Anger, Preisgruppe D
Sa 02. Juni | 16:00 + 18:00
So 03. Juni | 11:00 (+ Brunch, bitte telefonisch anmelden)
So 03. Juni | 16:00
Empathie, Verständnis, Identifikation und Eindrücke unserer Sinne sind Erfahrungen, die Yasmeen
Godder und ihre Company in ihren Stücken auslösen möchten. Auch Simple Action schafft eine starke
und berührende Verbindung des Publikums mit sich selbst und mit den PerformerInnen, sowohl als
Individuen aber auch als Gruppe. Die ZuschauerInnen verlassen das reine Betrachten und schlagen
die Brücke zur Erfahrung. Das Stück, inspiriert durch das Stabat Mater, dem bekannten
mittelalterlichen Gedicht, wurde neu vertont und wird live gesungen von der Musikerin und Sängerin
Tomer Damsky. Sie hat eine eigene hypnotisierende Version geschaffen, die mit der eindringlichen
und ritualisierten Qualität des Stücks verschmilzt.
With their performances, Yasmeen Godder and her company want to trigger empathy, understanding,
identification, and sensorial awareness in their audience. Simple action aims to connect the onlookers
with themselves and with the performers, challenging spectators to go beyond viewing and building a
bridge to the experience. The piece, inspired by the well-known medieval poem Stabat Mater, was
composed and sung live by the musician and singer Tomer Damsky, who created her own
mesmerizing version that blends with the haunting and ritualized quality of the piece.
Choreografie: Yasmeen Godder
Kodirektor: Itzik Giuli
Performance: Tal Adler-Arieli, Shuli Enosh, Francesca Foscarini, Dor Frank, Ari Teperberg, Ofir Yudilevitch
Komponistin, Sängerin und Musikerin: Tomer Damsky
Bühne und Ausstattung: Gili Avissar
Licht: Sheizaf
Eine Produktion von Jack, Joseph & Morton Mandel unter der Leitung von Ingy Rubin als Teil des Oper und Tanz Programms
Internet: www.yasmeengodder.com
Dauer: ca 50 Minuten
A Long Talk to Oneself + Tail Language
Deutschlandpremiere
Bora Kim (Seoul)
fabrik Potsdam, Preisgruppe C
Mo 04. + Di 05. Juni | 19:30
Publikumsgespräch: Mo 04. Juni | 21:00 (fabrik Potsdam)
Warm Up: Di 05. Juni | 18:30 (Openair Studio)
Bora Kim zählt zu den jüngeren ChoreografInnen Koreas, die mit ihren Arbeiten bereits seit mehreren
Jahren internationale Beachtung finden. Tradierte Muster zwischenmenschlichen Verhaltens und
ritualisierte Gesten und Symbole sind wiederkehrende Themen ihrer Arbeiten. Einfühlsam, formal
stilisiert, mit Ironie und zugleich geheimnisvoll bis düster beschreibt sie die fragile Positionierung des
weiblichen Körpers als Subjekt und die Einsamkeiten und Verletzlichkeit des Individuums in einer Welt
zwischen moderner Entfremdung und entleerten Traditionen. Choreografie, Soundgestaltung,
Lichtdramaturgie, Bühnen- und Kostümdesign schaffen dabei spannungsgeladene, atmosphärisch
dichte Landschaften vielschichtiger Bedeutungsebenen. In A Long Talk to Oneself, einer ihrer ersten
Arbeiten Kim Boras, erscheint Choreografie und Körper bereits als formuliertes Experimentierfeld für
die Übertragung von teils schmerzlichen persönlichen Erinnerungen. Für Tail Language nutzen die
Choreografin und ihre fünf Tänzerinnen die Bewegungssprache von Katzen und orientalische
Fabelwesen. Eine überraschende, originelle und präzis minimalistische Tanzsprache, die ihre
Protagonistinnen fast vollständig gefangen zu halten scheint.
Bora Kim is one of Korea’s youngest choreographers who have gained international recognition for
several years. Interpersonal patterns and their survival in ritualized gestures are recurring themes in
her pieces. Sensitive, humorous and at the same time mysterious, she describes the position of the
female body and of the individual in a world between modern alienation and empty traditions. In A
Long Talk To Oneself, choreography and body already appear as a field of experimentation for the
transfer of painful, personal memories. For their group work Tail Language, the choreographer and her
five dancers use the movement language of cats and oriental mythical creatures.
Choreografie : Bora Kim
Licht Design : Seungho Lee
Kostüme : Insook Choi
Tanz (A Long Talk To Oneself): Bora Kim / Tanz (Tail Language): Sangmi Park, Juryung Jung, Soyoung Choi, Hyeji Lee, Jiyeon
Yang, Heeeung Jeong, Sori Baik
Musik (Tail language) : Jaeduk Kim
Kostüme : Insook Choi
Produktion : Mijin Lee
Dauer : ca 80 Minuten
BANG BANG
Manuel Roque (Montréal)
T-Werk, Preisgruppe C
Mi 06. + Do 07. Juni | 19:30
Publikumsgespräch: Do 07. Juni | 20:30 (T-Werk)
Wie kann ein Körper gegenwärtig sein und gleichzeitig verschwinden? Manuel Roque stellt sich dieser
Zerreißprobe, springt, hüpft, trippelt, schwingt und dreht sich bis zur Ekstase. Die Beine sind die
treibende Kraft, unermüdlich in Bewegung. Auf einer leeren Bühne werden durch Wiederholungen
Schwächen sichtbar, Erschöpfung deutlich und die Euphorie der Herausforderung spürbar − wie
während einer durchfeierten Nacht, in der nur der Moment existiert. Manuel Roque, der von der
Zirkusakrobatik kommt und u.a. bei Marie Chouinard und Sylvain Émard tanzte, verbindet
physikalische Urknall-Theorien und körperliche Grenzen mit Musik von Debussy, Chopin und Sounds
zu einer pulsierend außergewöhnlichen Choreografie.
How can a body be present and disappear at the same time? In this solo piece Manuel Roque faces
this ordeal and jumps, scuttles, swings and turns in his sportswear till he reaches ecstasy. The legs
are the driving force, tirelessly in motion. Sweat, repetition, and pleasure create a state of trance that
shows the body in its authenticity. As a former dancer of Marie Chouinard, he combines physical Big
Bang theories, physical borders with classical music and sounds to create a pulsating and remarkable
choreography.
Choreografie und Performance: Manuel Roque
Probenleitung und künstlerische Beratung: Sophie Corriveau, Lucie Vigneault
Dramaturgie: Peter James
Kostüme und Bühnenbild: Marilène Bastien
Lichtdesign: Marc Parent
Musik: Manuel Roque mit Ausschnitten von Debussy, Chopin, Merzbow, 2001 Space Odyssey, Tarkowky
Produktionsleitung: Judith Allen
Produktion: Cie Manuel Roque
Ausführender Produzent: Daniel Léveillé Danse
Koproduktion: Festival TransAmériques
Internet: www.danielleveilledanse.org/manuel-roque
Dauer: ca. 55 Minuten
Voicing Pieces
Begüm Erciyas (Brüssel/Berlin)
Brandenburgischer Kunstverein / Pavillon auf der Freundschaftsinsel. Eintritt 5€
Mi 06. – Fr 08. Juni | 17:00-21:00
Sa 09. Juni | 14:00-20:00 (in Englisch)
So 10. Juni | 12:00-17:00
Einlass: 1 Person alle 15 Minuten. Aufgrund geringer Kapazität wird der Vorverkauf empfohlen.
Mit Kopfhörern und Mikrofon ausgestattet geht es auf Entdeckungsreise in die eigene Resonanzwelt.
Drei wolkenförmige Kabinen, in denen nur ein Kopf Platz findet, schaffen einen Parcours, in dem die
Stimme zum Protagonisten wird. Im Wechselspiel mit dem Operator werden die gelesenen Texte live
bearbeitet, dirigiert und ertönen überraschend wieder. Der Akt des Sprechens und des gleichzeitigen
Hörens verwandelt sich in eine choreografisch theatrale Erfahrung, die so individuell wie einzigartig
ist. In ihrer performativen Installation erschaffen Begüm Erciyas und Matthias Meppelink eine intime
Arbeit, die die Frage stellt: Wer spricht, wenn die eigene Stimme spricht?
Equipped with headphones and microphone, we embark on a journey to the world of resonance. In
three small cabins, shaped like dark clouds, a live operator gives instructions on how to read different
texts. The act of speaking and hearing your own transformed voice turns into a unique choreographictheatrical
experience. In their performative installation, Begüm Erciyas and Matthias Meppelink create
an intimate and individual work that asks the question: Who is speaking, when one’s own voice
speaks?
Konzept: Begüm Erciyas / Realisation: Begüm Erciyas und Matthias Meppelink
Dramaturgie: Marnix Rummens / Live-Operation: Marc Melià, Julia Krause, Begüm Erciyas
Text: Matthias Meppelink, Begüm Erciyas, Jacob Wren / Realisation Bühne: Tim Vanhentenryk, Lena Buchwald, Barbara
Greiner
Künstlerische Mitarbeit: Jean-Baptiste, Veyret-Logerias
Produktionsmanagement: Barbara Greiner
Internet: www.begumerciyas.com
Dauer jeweils ca 30 Minuten.
sans
Martine Pisani (Paris)
fabrik Potsdam, Preisgruppe B
Mi 06. Juni | 21:00
Warm Up: Mi 06. Juni | 20:00 (Openair Studio)
Was ist wahr und was falsch, was ist natürlich und was gespielt? Wie ein Geschenk entsteht der Tanz
in sans aus einem zerbrechlichen Augenblick aus unausgesprochenen Worten. sans, 2000 in der
fabrik Potsdam uraufgeführt, baut auf die Präsenz der DarstellerInnen, und auf die leere und stille
Bühne. Der Übergang und die Annäherung an überraschende Veränderungen sind die Auslöser für
eines der erfolgreichsten Stücke der französischen Choreografin, das weniger von einer
theatralischen oder psychologischen als vielmehr von einer spielerischen Herangehensweise geprägt
ist. Martine Pisanis Arbeiten laden ein, an Momenten der Freiheit sowie an der ganz überraschenden
Poesie von Begegnungen und Situationen Teil zu haben, die in ihrer Zartheit beglücken und uns das
Wesen des Menschen mit Humor und Achtsamkeit erfahren lassen.
What is true and what is false, what is natural and what is played? In sans dance emerges like a gift
from fragile moments of silence and unspoken words. sans relies on the presence of the performers,
and on the empty and quiet stage. Martine Pisani’s work invites the audience to take part in moments
of freedom, the quite surprising poetry of encounters and situations, which delight with their
tenderness and allows us to experience the essence of mankind with humour and attentiveness.
Choreografie: Martine Pisani
Performer: Theo Kooijman, Laurent Pichaud, Olivier Schram
Kostüm: La compagnie du solitaire
Licht: Ludovic Rivière
Uraufgeführt im April 2000 in der fabrik Potsdam (D)
Produktion: La compagnie du solitaire
Koprodution: fabrik Potsdam (D) und Le Vivat / Armentières (F) mit der Unterstützung des Ministère de la Culture et de la
Communication-DRAC Ile de France und ADAMI
Internet: www.ciemartinepisani.fr
Dauer: ca 55 Minuten
UNDATED
Deutschlandpremiere
Martine Pisani (Paris)
fabrik Potsdam, Preisgruppe C
Do 07. Juni | 21:00
Fr 08. Juni | 19:30
Publikumsgespräch: Do 07. Juni | 22:00 (fabrik Potsdam)
Warm Up: Fr 08. Juni | 18:30 (Openair Studio)
Undated ist durch das Phänomen der Kondensation inspiriert, dem Übergang von einem gasförmigen
in einen festen Zustand. Der Dampf kondensiert, wenn die Moleküle sich verflüssigen und aus der
Suspension lösen. Was wäre, wenn Martine Pisani versuchen würde alle Arbeiten zu kondensieren,
die sie in den letzten 20 Jahren mit den TänzerInnen realisiert hat? Oder: Wie kann sie die Partituren
von etwa 15 ihrer Stücke zur selben Zeit am selben Ort auf die Bühne bringen? Wie der Dampf in der
Suspension, ist alles schon vorhanden, aber unsichtbar. Es würde genügen das Potenzial zu
enthüllen, um die Dinge sichtbar zu machen, die ihr heute wichtig sind, um sie ins Hier und Jetzt zu
übersetzen. Martine Pisani bringt in Undated TänzerInnen, Licht- und TonkünstlerInnen, die alle in den
letzten Jahren in den Stücken der Company mitgewirkt haben, zusammen. Eine Art menschliches
Kondensat.
What if Martine Pisani tried to condense all the work she has done with the dancers over the last 20
years? Or: How can she bring the scores of about fifteen of her pieces to the same stage at the same
time? Like vapour in suspension, everything is already there but yet invisible. It would suffice to reveal
the potential to visualize what is important to her today, to translate it into the present moment.
Pisani’s intention is to bring together dancers, light and sound artists who were all present at the time
of the creation of the pieces. A kind of human condensation.
Konzept: Martine Pisani / Assistenz: Theo Kooijman
Performer: Hermann Heisig, Christophe Ives, Theo Kooijman, Eduard Mont de Palol, Élise Olhandéguy, Tania Pieri, Laurent
Pichaud, Ludovic Rivière, Lola Rubio, Jean-Baptiste Veyret-Logerias
Licht: Ludovic Rivière
Produktion: Margot Videcoq / Uraufgeführt am 17. Juni 2017 bei Uzès Danse Festival (F) / Produktion: La compagnie du
solitaire
Internet: www.ciemartinepisani.fr
Dauer: ca 60 Minuten
1.7
Zsuzsa Rózsavölgyi (Budapest)
T-Werk, Preisgruppe C
Fr 08. Juni | 21:00
Sa 09. Juni | 19:00
Publikumsgespräch: Fr 08. Juni | 22:15 (T-Werk)
Zsuzsa Rózsavölgyis Stück erforscht den weiblichen Körper in seiner inhärenten Kommunikation mit
der heutigen Gesellschaft. Humorvoll und selbst-ironisch wechselt sie zwischen Baywatch-, Lack-,
Leder- und Nonnenkostümen, während sie offen und tabulos über Schönheitsideale, Karriere,
Abtreibung und Geschlechterrollen spricht. Skurrile Fakten über die durchschnittliche Geburtenrate in
Europa (1,7 Kinder pro Frau), Jiu-Jitsu gegen sexuelle Belästigung und die erlaubte Anzahl von
Frauen-Haarschnitten in Nordkorea werden mithilfe von Videoclips, Popsongs, Poesie und Tanz zu
einer dynamischen, emanzipierten Solo-Performance vereint. Die ungarische Künstlerin schafft einen
Raum, der unterschiedliche Perspektiven auf das Konzept Frausein zulässt. (Das Stück ist auf
Englisch).
Zsuzsa Rózsavölgyi’s piece examines the female body – and its inherent communication with today’s
society. Humorous and self-ironic, she jumps into Baywatch, wet leather, and nun costumes, while she
speaks openly about beauty ideals, career, abortion, and gender roles. Facts such as the average
birth rate in Europe, jiu-jitsu against sexual harassment, and the permissible number of women’s
haircuts in North Korea, are skilfully combined into a dynamic and liberated solo performance through
video clips, pop songs, poetry, and dance. The Hungarian artist creates an environment that
encourages multiple perspectives of womanhood. (The piece is in English).
Konzept und Choreografie: Zsuzsa Rózsavölgyi
Musik: Ryan Seaton / Animation: Viktor Vicsek
Künstlerische Beratung: Adrienn Hód / Licht: Zoltán Nagy
Produktionsmanagment: Dóra Trifonov / Produzent: Sín Culture Centre
Internet: www.en.sinarts.org
Dauer: ca. 60 Minuten
Con Grazia
Deutschlandpremiere
Martin Messier & Anne Thériault (Montréal)
Waschhaus Arena, Preisgruppe C
Fr 08. Juni | 21:00
Sa 09. Juni | 19:00
Publikumsgespräch: Sa 09. Juni | 20:15 (Arena)
Die Anmut ist Klang, Licht, Detonation und Splitter. Meister in der Kunst, Klänge sichtbar zu machen,
sind die virtuosen Alleskönner Martin Messier und Anne Thériault die Dirigenten eines PerformanceKonzertes,
das der akribischen und performativen Zerstörung von Objekten gewidmet ist. In Con
Grazia klingt es nach Materie. Die Hämmer schlagen nach einer präzisen Partitur, Gegenstände, die
aufgrund ihrer sphärischen Harmonie ausgewählt wurden, fliegen in Stücke. Dabei drucken kleine
Lichtquellen zarte Wunder auf die Netzhaut, wenn die Lampen langsam in Schönheit verwandeln, was
die Zerstörung hinterlassen hat. Messier und Thériault pulverisieren mit Grazie und quälen Porzellan
und reife Früchte in einem intensiv musikalischen und rhythmischen Massaker. Eine sinnliche und
freudvolle Ode an die Agonie der materiellen Welt.
Masters in the art of giving visual form to sounds, Martin Messier and Anne Thériault are the
conductors of an opus dedicated to the demolition of objects. In Con Grazia they sound the knell of the
death of matter. Lamps caress what destruction has wrought from beauty. Messier and Thériault
pulverize with grace, torturing the ripe fruit and porcelain in a musical, rhythmic carnage. A sensual
and joyful ode to the agony of the material world.
Leitung, Kreation und Performance: Martin Messier und Anne Thériault
Lichtkonzept: Martin Messie, Anne Thériault, Jean-François Piché
Musik: Martin Messier / Visual design: Thomas Payette
Produktionstechnik: Dominique Hawry, Maxime Bouchard
Robotik: Louis Tschreiber / Beratung : Patrick Lamothe
Technik-Bau: Robocut
Konzept: Martin Messier / Foto: Martin Messier
Eine Produktion von 14 lieux und Lorganisme / Koproduktion: Festival TransAmériques (Montréal)
Internet: www.mmessier.com
Dauer: ca 60 Minuten
Humanoptère
Deutschlandpremiere
Clément Dazin / La Main de L’Homme (Straßburg)
fabrik Potsdam, Preisgruppe B
Sa 09. Juni | 20:30
So 10. Juni | 16:00
Warm Up: Sa 09. Juni | 19:30 (Openair Studio)
Publikumsgespräch: Sa 09. Juni | 21:45 (fabrik Potsdam)
Sieben ArtistInnen werfen Bälle, fangen sie auf, werfen sie erneut in einer hypnotisch rhythmischen
Choreografie. Was treibt sie an, wenn sie wissen, dass ihre Bälle wieder fallen werden? Ehrgeiz,
Akkord, Teamwork, Erfolg oder Scheitern – das neueste Stück des Ausnahmejongleurs Clément
Dazin spielt bewusst mit den Themen der Arbeitswelt und der Beziehung des Einzelnen zur Gruppe.
Selbst Absolvent eines Masterstudiums für Management, wirft er einen ganz eigenen Blick auf die
Kunst der Jonglage und treibt, auf der Suche nach dem Grundwesen der Arbeit, die Absurdität des
Alltags auf die Spitze, um sie anschließend umzudeuten. Die “Hand des Menschen” steigt und fällt,
schlägt den Takt der Produktivität. Sollten s
TANZ FÜR JUNGES PUBLIKUM
Stereotypes Game
Yasmeen Godder (Jaffa)
An Potsdamer Schulen
Do 31. Mai + Fr 01. Juni
Stereotypes Game ist die erste Arbeit von Yasmeen Godder für junges Publikum. Diese interaktive
Aufführung baut auf Ausschnitte aus Godders Repertoire und lädt das Publikum ein diese im Rahmen
einer Diskussion über Gender Stereotype zu sehen. Männliche und weibliche Rollen werden
vermischt, übertrieben, verwässert, um so die Vorurteile sowohl im Tanz als auch darüber hinaus zu
beleuchten. Diese spielerische und zugleich intellektuelle Herausforderung wird von Shuli Enosh und
Ofir Yudilevich aufgeführt, beides virtuose und erfahrene TänzerInnen, die ihre Kunst und Erfahrung
mit dem jungen Publikum teilen.
Stereotypes Game is Yasmeen Godder’s first work for young audiences. This interactive performance
builds on excerpts from Godder’s repertoire and invites the audience to see them while engaging in an
active discussion about gender stereotypes. Male and female roles are mixed, exaggerated, watered
down to illuminate the prejudices both in the dance and beyond. Shuli Enosh and Ofir Yudilevich, both
virtuoso and experienced dancers who share their art and experience with young audiences, perform
this playful yet intellectual challenge.
Choreografie: Yasmeen Godder
Mitarbeit Choreografie und Performance: Shuli Enosh, Ofir Yudilevitch
Übersetzung: Corinna Duemler
Internet: www.yasmeengodder.com
Dauer: ca 50 Minuten
KONZERTE UND PARTYS
MUMUVITCH DISKO ORKESTAR (Mannheim)
Openair fabrik Garten / fabrik Club
Eintritt 10 €, frei mit Eintrittkarten für Aufführungen am gleichen Tag
Do 31. Mai | 21:00
Diese Band explodiert live! Das Mumuvitch Disko Orkestar besteht aus elf eigenwilligen
Charakteren, die sich streiten, sich abstoßen, sich lieben und ergänzen. Eine aussterbende
Spezies, eine echte großbesetzte Band, deren Klang handgemacht, original, geschliffen und
geschmiedet ist. Ihre Live-Shows sind mehr als ein Spektakel und ein Tanzfest. Auf der
Bühne bündeln sie ihre Kräfte und verschmelzen zu einem gewaltigen Klangkörper aus
Spielfreude und musikalischem Wahnsinn. Mit Phantasie, Liebe und handwerklichem
Geschick lässt das Orkestar eine Musik entstehen, die zwischen HipHop, PunkRock,
BalkanBeats und Ska seinesgleichen sucht. Der Zuhörer driftet gemeinsam mit den Musikern
durch eine Welt voller Gegensätze – zwischen Ironie und bitterem Ernst, Kopfkino und
Körperklaus, Meditation und Synapsencrash.
The Mumuvitch Disko Orkestar consists of eleven unique characters. They argue, interact,
love, and complement each other. A dying breed, a real big band, whose sound is
handmade, original, and polished. Their live shows are more than an event or party. On
stage, they merge into a sound of enthusiasm and musical madness.
JazzLab – Almost Falling
mit Michal Hirsch (Tanz), Tomer Zirkilevich (Tanz) und
Soumitra Paul (Tabla), Nicolas Schulze (Piano)
Openair Studio, Eintritt frei
Fr 01. Juni | 21:00
Zwei TänzerInnen, Michal Hirsch und Tomer Zirkilevich, begegnen auf der JazzLab Bühne
zwei Musikern, Soumitra Paul (Tabla) und Nicolas Schulze (Piano). Gemeinsam provozieren
sie den Zustand des ‚davor‘ und ergründen den Moment vor dem Fall. Es geht um
Beherrschung, um Selbstkontrolle, den Atem anhalten und loslassen, darum sich selbst
‚einzufangen‘, um an eine unbekannte Grenze zu stoßen.
Nach der Performance lädt JazzLab TänzerInnen, PerformerInnen und MusikerInnen ein,
sich auf der Open Stage zu begegnen. JazzLab schafft einen ‚Playground‘, einen offenen
Raum für künstlerischen Kontakt, Austausch und Kommunikation.
On the JazzLab stage two dancers – Michal Hirsch & Tomer Zirkilevich – meet two musicians
– Soumitra Paul (Tabla) & Nicolas Schulze (Piano). They create the space and gap that is
created just before the fall. Testing restraint and self-control, holding the breath, “catching
oneself”. Reaching unknown borders!
After the performance, JazzLab invites dancers, performers and musicians to join in an open
stage. We create an open space and free session for contact, encounter, communication,
and exchange.
SCHNELLERTOLLERMEIER (Luzern)
Openair fabrik Garten / fabrik Club
Eintritt 10 €, frei mit Eintrittkarten für Aufführungen am gleichen Tag
Sa 02. Juni | 22:00
Ihr neuestes Album Rights erschien im Oktober 2017 auf Cuneiform Records (US). In feinen,
kontrollierten Nuancen regulieren Andi Schnellmann (Bass), Manuel Troller (Gitarre) und
David Meier (Schlagzeug) die Intensität ihres Sounds, mit der Virtuosität von
Feinmechanikern, die mit Daumenschrauben hantieren. Der impertinente Punch entlädt sich
nicht, er dehnt, streckt und präsentiert sich. Er bewegt sich durch minimale
Patterns und ambientale Zonen, baut sich zu brutalem Rock auf und kommt mehr als einmal
auf dem Dancefloor an, bei einer fast schon leichtfüssig tanzbaren HeadbangerMusik.
Their new album came out last October. It is astonishing how natural it all sounds.
Schnellmann, Troller and Meier are not jazz musicians simply kowtowing before rock music
and refining it. They belong to a generation that grew up with grunge, hip-hop, and electronic
club music, and they learnt it all by osmosis.
Anschließend Party mit Gaya Kloud & Niklas on Sax
Khaled Kurbeh & Raman Khalaf Ensemble (Syrien/Berlin)
Fr 08. Juni 2018, 22:00
fabrik Club
Eintritt 10 €, frei mit Eintrittkarten für Aufführungen am gleichen Tag
Die feine und betörende Musik des syrischen Duos Raman Khalaf (Oud) und Khaled Kurbeh
(Piano) zwischen zeitgenössischer arabischer Klassik, Piano und Jazz hatte schon die
Besucher des Festivals 2017 in ihren Bann gezogen. Mit zwei weiteren MusikerInnen ist das
Duo inzwischen zum Quartett aufgestiegen und hat sein Debütalbum Aphorisms
veröffentlicht. Damit sind sie gleich vom BBC Radio und dem Piano Days Festival in Berlin
eingeladen worden. Mit atmosphärischen Kompositionen schaffen sie eine Musik, die sowohl
scharfsinnig als auch erfinderisch ist, ein Soundtrack für das 21. Jahrhundert.
The fine and enchanting music of the Syrian duo Raman Khalaf (Oud) and Khaled Kurbeh
(piano) between contemporary Arabic classical music, piano and singing already captivated
the visitors of the festival in 2017. With two additional musicians, the duo has grown into a
quartet and has just released its debut album Aphorisms. With atmospheric compositions,
they create music that is both sharp-witted and ingenious, a soundtrack for the 21st century.
CATS & BREAKKIES (Berlin)
Openair fabrik Garten / fabrik Club
Eintritt 10 €, frei mit Eintrittkarten für Aufführungen am gleichen Tag
Sa 09. Juni | 22:00
Johannes Gottschick (keys), Benedikt Schnitzler (guitar), Bastian Kaletta (bass), Raphael
Kaletta (drums) und Wanja Hüffell (sound) schaffen ein einzigartiges, unerschöpfliches
Klangspektrum. Ihre musikalischen Säulen sind Techno und House, umgeben von Klassik,
Jazz und Weltmusik. 2013 hat sich das Quintett gegründet und seine Energie ist unbändig,
entschlossen Grenzen zu überwinden und Konventionen zu sprengen. Ungestüm,
dynamisch und heißblütig, jedoch charakterfest und sich selbst treu, machen Cats &
Breakkies ihrem Ruf in der Berliner Musikszene alle Ehre.“ Die Arbeit an ihrem Debüt-Album
„Organic Electro“ war für die Band ein großes Experiment im Umgang mit elektronischer
Musik, anderen musikalischen Einflüssen und den eigenen akustischen Instrumenten, um
organische und elektronische Klänge zusammenzuführen.
Johannes Gottschick (keys), Benedikt Schnitzler (guitar), Bastian Kaletta (bass), Raphael
Kaletta (drums) and Wanja Hüffell (sound) create a unique and endless spectrum of sound
and rhythm. The supporting pillars are techno and house, walled and seasoned by elements
of jazz and world music. From the beginning, the quintet has constantly been searching for
new creative angles in order to overcome musical borders and break with conventions.
Dynamic, hot-blooded and full of character, Cats & Breakkies live up to their reputation in the
Berlin club scene.
Anschließend Party mit Aucel
TICKETS
ONLINE KARTEN: Beim Online-Kauf über RESERVIX können Sie bis zwei Stunden vor
Veranstaltungsbeginn Karten erwerben. Die Bezahlung erfolgt per Sofortüberweisung,
Lastschrift, Paypal oder Kreditkarte. Die Karten erhalten Sie per Email zum
Selbstausdrucken [print@home], oder mit Aufpreis per Post bis 3 Tage vor der
Veranstaltung.
KARTEN: Telefon: 0331 24 09 23
Bis zum 18. Mai: werktags von 11:00–17:00
Ab dem 22. Mai: täglich 13:00–19:00
Über das Kartentelefon können Sie Karten per Rechnung [bis 3 Tage vor Veranstaltung]
erwerben oder reservieren. Die Rechnung wird per Email geschickt und die Karten werden
für Sie an der Abendkasse zurückgelegt. Kartenreservierungen müssen in der fabrik
Potsdam bis zum Vortag abgeholt und bezahlt werden [gebührenfrei].
FAHRKARTEN: Die Vorverkaufstickets gelten als Fahrkarte für eine Person für den Bereich
Berlin ABC (Berlin/Potsdam) zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung und bis 3:00 des
Folgetages.
VORVERKAUFSSTELLEN: fabrik Potsdam [Öffnungszeiten: siehe Kartentelefon], HansOtto-Theater,
PNN-Shop, MAZ Ticketeria und fast alle Vorverkaufskassen in Berlin und
Potsdam.
PREISE VORVERKAUF Tickets im Vorverkauf bis 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn
Preisgruppe A: 24 € / erm. 18 € / bis 19 Jahre 10 €
Preisgruppe B: 19 € / erm. 15 € / bis 19 Jahre 8 €
Preisgruppe C: 15 € / erm. 11 € / bis 19 Jahre 5 €
Preisgruppe D: 10 € / erm. 8 € / bis 19 Jahre 3 €
ABENDKASSE: Verfügbare Tickets werden an der Abendkasse zum Vorverkaufspreis
zuzüglich 2 € verkauft. Die Abendkasse öffnet 60 Min. vor Veranstaltungsbeginn.
TANZCARD: Die Potsdamer Tanztage sind Partner der tanzcard. Sie bietet ca. 20 %
Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis im VVK in der fabrik Potsdam oder an der
Abendkasse. Die tanzcard ist in der fabrik oder auf www.tanzraumberlin.de erhältlich.
VIP-ABO-KUNDE: Die Jahresabonnenten der ViP (Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH)
erhalten im Vorverkauf und an der Abendkasse den ermäßigten Preis.
FESTIVAL PASS TANZ TOTAL: gültig für alle Aufführungen & Konzerte [75 € / erm. 55 €]
Der Festivalpass berechtigt zum kostenlosen Erwerb einer Eintrittskarte für eine Person im
Rahmen der verfügbaren Plätze. Der Festivalpass kann im Vorverkauf in der fabrik Potsdam
oder an der Abendkasse erworben werden. Es wird empfohlen, die einzelnen Eintrittskarten
spätestens bis 24 Std. vor Vorstellungsbeginn abzuholen. Nur frühe Buchung, am besten mit
dem Erwerb des Festivalpasses, sichert die Plätze. Das Festivalticket ist nicht übertragbar
und nur gültig im Zusammenhang mit einem Lichtbildausweis.
DIE POTSDAMER TANZTAGE WERDEN UNTERSTÜTZT VON
Förderer: Stadt Potsdam und Land Brandenburg
Medienpartner: Potsdamer Neueste Nachrichten, Radio eins, Kulturradio, Events, Friedrich,
Zitty, EXBERLINER
Unterstützer: Pedales, Mineralwasser Bad Liebenwerda, ViP Verkehrsbetrieb Potsdam,
Mittelbrandenburgische Sparkasse, ProPotsdam
Partnerhotels: Hotel Mercure Potsdam, Kongresshotel Potsdam, Waveboard Potsdam
Kulturinstitute und Netzwerke: Institut Francais, Französisches Ministerium für Kultur und
Kommunikation/DGCA, SPAF, Nationales Performance Netz npn, Regierung Quèbec,
Goethe Institut
Vielen Dank: T-Werk, Hans-Otto-Theater, Waschhaus, Brandenburger Kunstverein, Kirche
am Neuendorfer Anger

 

 

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