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Erfolgreiche Badegewässersaison der EU-Badestellen geht heute offiziell zu Ende

Die Ergebnisse der Badesaison bestätigen trotz großer Hitze erneut ausgezeichnete und gute Wasserqualität für die 252 von den Gesundheitsämtern überwachten EU-Badestellen Brandenburgs.

Heute ist das offizielle Ende der diesjährigen Badegewässersaison. Das Verbraucherschutzministerium zieht trotz der anhaltend hohen Temperaturen eine positive Bilanz.

„Brandenburg schließt die diesjährige Badesaison für alle 252 EU-Badegewässer mit einer positiven Bilanz ab. Mit den Überwachungsergebnissen der 252 Badegewässer wird die gute bis ausgezeichnete mikrobiologische Wasserqualität der Vorjahre in unserem Land erneut bestätigt. Hier zeigt sich auch die gute Zusammenarbeit der Überwachungsbehörden mit den Aufsichtsbehörden bei der Umsetzung der strengen europäischen Vorgaben. Die Badegewässer, die ein Teil der Oberflächengewässer im Land sind, spiegeln die brandenburgische Lebensqualität eindrucksvoll wider und sind sehr wichtig für den Standortfaktor Tourismus in der Mark. Ihn gilt es für künftige Generationen zu bewahren und weiter zu entwickeln“, sagte Brandenburgs Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig zum Abschluss der Badesaison 2018.

Als erfreulich bezeichnete er auch die Besucherzahlen für die zentralen Informationsseiten zu den Badegewässern auf den Internetseiten des Verbraucherschutzministeriums und der interaktiven Badestellenkarte des Landes (https://badestellen.brandenburg.de/home/-/bereich/karte).

 

Die strengen Vorgaben der Badegewässerrichtlinie, die mit der Brandenburger Badegewässerverordnung in Landesrecht umgesetzt wurden, konnten auch während der extrem großen Hitze eingehalten werden. An nur drei Badegewässern kam es zu einer kurzzeitigen mikrobiologischen Einzelwertüberschreitung des Parameters Escherichia coli. Es handelt sich um ein Darmbakterium, welches auch pathogene Keime bilden kann und häufigster Verursacher von menschlichen Infektionskrankheiten ist. Betroffen waren die Landkreise PM (Schwielowsee, Strandbad Caputh), MOL (Freibad Zechin) und LOS (Müggelspree, Unsal). Die Badegewässer mussten jedoch nicht gesperrt werden, weil die unmittelbare Nachuntersuchung beanstandungsfreie Ergebnisse lieferte. Algenhinweise und Blaualgenwarnungen erfolgten vor Ort und mit der interaktiven Badestellenkarte insbesondere ab Ende Juli. Zeitweilig sprachen die Gesundheitsämter für 24 Badegewässer Blaualgenwarnungen aus. Betroffen waren die Landkreise UM, OPR, LDS, MOL und TF sowie die Landeshauptstadt (LH) Potsdam und Stadt Brandenburg. Die Gesundheitsämter haben für die Badestellen kein Badeverbot angeordnet. Eine allgemeine Algenwarnung sprachen die Gesundheitsämter an 13 Badestellen (LH Potsdam, LK OPR und LDS) aus und informierten die Öffentlichkeit darüber.

 

Hintergrund:

Während der gesamten Badesaison wurden die entsprechend der Brandenburgischen Badegewässerverordnung ausgewiesenen Badestellen des Landes von den Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte nach dem vor der Badesaison festgelegten amtlichen Überwachungsplan kontrolliert. Wasserproben wurden für  die gesundheitlich besonders relevanten mikrobiologischen Indikatorparameter Intestinale Enterokokken und Escherichia Coli untersucht. Alle Badestellen wiesen eine gute bis ausgezeichnete mikrobiologische Wasserqualität auf. Auch die Sichttiefen, Algenentwicklungen, landseitigen Strandabschnitte und Strandeinrichtungen wurden überprüft. Im Rahmen des Badegewässermanagements wurden für Badegewässer, die zeitweilig von starken Algen- und Blaualgenentwicklungen betroffen waren, erforderlichenfalls weitergehende Untersuchungen (Blaualgen) durchgeführt. Während der Badesaison wurden mindestens einmal pro Monat Wasserproben mikrobiologisch untersucht, bei Auffälligkeiten auch häufiger. Wurden „hohe Einzelwerte“ bestimmter Keime festgestellt, erfolgten weiterführende Untersuchungen. Die zeitweilige Entwicklung der Sichttiefen unterhalb von 0,5 Meter ist mit 27 Badestellen doppelt so hoch gegenüber der Anzahl der Vorjahre. Warnungen hinsichtlich des Vorkommens von Zerkarien (Badedermatitis, Juckreiz, Hautausschlag) wurden nicht ausgesprochen. Warnungen zu erhöhtem Vorkommen von Cyanobakterien oder -toxinen (Blaualgen) erfolgten durch die Gesundheitsämter zeitweilig an 24 Badestellen. Es wurden Warnungen vor Ort bekannt gemacht und zeitweilig empfohlen nicht zu baden. Seit Inkrafttreten der Brandenburgischen Badegewässerverordnung am 14. März 2008 wurden speziell die gesundheitlich relevanten Grenzwerte der mikrobiologischen Parameter verschärft. Durch die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Ausweisung von Badegewässern und die ständigen aktuellen Informationen der Badenden über die Wasserqualität in der Badesaison sowie die Durchführung von Bewirtschaftungsmaßnahmen, konnte der gesundheitliche Verbraucherschutz seit 2008 deutlich angehoben werden.

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City Report - pnr24

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