Erdbeben in Japan 26 Tote und 1000 Verletzte

Tokio (Reuters) – Bei einem neuerlichen Erdbeben sind im Süden Japans mindestens 26 Menschen umgekommen.

Über 1000 Menschen wurden bei dem Beben am Samstagmorgen in der Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu verletzt. 190 von ihnen seien schwer verletzt, teilte die Regierung mit. Etwa 80 Menschen wurden noch unter den Trümmern vermutet. Verängstigte Menschen saßen in Decken gehüllt vor ihren Häusern, während andere in den Reisfeldern an den Stadträndern kampierten. Rund 100.000 Haushalte sind ohne Strom und 422.000 ohne Wasser. Bis Sonntag sollen bis zu 20.000 Soldaten in Kumamoto ins Katastrophengebiet entsandt werden, dazu noch Sanitäter und Feuerwehrmänner. Schon am Donnerstag war die Region von einem Erdstoß erschüttert worden. Dabei starben neun Menschen. Bis Samstagabend wurden 230 Nachbeben registriert. Experten der US-Erdbebenwarte USGS warnten vor weiteren.

Das Beben in der Nacht zum am Samstag hatte der japanischen meteorologischen Agentur zufolge eine Stärke von 7,3 und ereignete sich ebenfalls nahe der Stadt Kumamoto, die bereits am Donnerstag erschüttert wurde.. Die Erdbeben-Skalen sind nach oben offen, Beben über 10 wurden allerdings noch nie gemessen. Japan war 2011 von einem Beben der Stärke 9,0 erschüttert worden, das einen Tsunami und die Atomkatastrophe von Fukushima nach sich zog. Damals starben fast 20.000 Menschen.

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