DVD-Premiere: Babelsberger Freiheiten – Filme der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf 1957 – 1990

DVD-Premiere:
Babelsberger Freiheiten – Filme der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf 1957-1990

In Anwesenheit von Hannes Schönemann

Freitag, 26. Oktober 2018, 19 Uhr

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a/ Marstall, 14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-27181-12, 
ticket@filmmuseum-potsdam.de

An der Babelsberger Filmhochschule, heute Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, sind während der DDR-Zeit außergewöhnliche Filme entstanden. Sie fanden ihre Inspiration im italienischen Neorealismus, der französischen Nouvelle Vague oder auch anderen internationalen Strömungen und zeichnen sich durch formale und inhaltliche Experimentierfreude aus. Einen hochinteressanten Blick in die Geschichte der studentischen Filmproduktionen gewährt die DVD-Premiere am 26.10.: Ilka Brombach stellt die von ihr im absolut MEDIEN-Filmverlag herausgegebene – und soeben für den Willy Haas-Preis nominierten – DVD-Edition erstmals öffentlich vor und zeigt drei frisch restaurierte Kurzfilme aus dem Studentenfilmarchiv der Filmuniversität.

Filmprogramm:
Wir spielen Hochzeit, R: Klausdieter Roth,, DDR 1964, 18‘

Die Kaminski, R: Hannes Schönemann, DDR 1980, 35‘

So schnell geht es nach Istanbul, R: Andreas Dresen, DDR 1990, 43‘ 

Klausdieter Roth erzählt in Wir spielen Hochzeit die Geschichte einer Liebe: vom Kennenlernen und der großen Leichtigkeit am Beginn bis zum Alltag der Ehe und der Trennung am Schluss. Dabei mischt er dokumentarische Beobachtungen und Spielszenen und besetzt dafür die Rollen von Mann und Frau mit verschiedenen Darstellern.

Hannes Schönemanns mit Laien besetzter Diplomfilm Die Kaminski erzählt vielschichtig und ironisch von einer Begegnung zwischen einer Oberschülerin und einem Hilfsarbeiter, in der es um Anpassung und Rebellion, Herkunft und Außenseitertum geht.

In So schnell es geht nach Istanbul von Andreas Dresen will der junge, in Westberlin lebende Niyazi in den Ostteil der Stadt, da es sich dort angeblich viel günstiger leben lässt. Mit seinem ersten Spielfilm gelang Dresen bereits 1990, als Regiestudent, die Erfahrungen von Mauerfall und Wende unmittelbar und mit einer eigenen Bildsprache darzustellen.

Erstaufführung der 2018 digital restaurierten Fassungen.

In Anwesenheit von Hannes Schönemann

Moderation: Dr. Ilka Brombach (Filmuniversität Babelsberg)

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