Digitalpioniere in Brandenburg: Kralinski besucht innovative Projekte

Digitalisierungskoordinator Thomas Kralinski informiert sich in den kommenden Wochen über innovative Digitalisierungsbeispiele in Brandenburg. Auf dem Programm stehen Besuche von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen verschiedener Branchen. Staatssekretär Kralinski: „Digitalisierung ist ein zentrales Zukunftsthema. Wie wir leben, wohnen, arbeiten und lernen, wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Damit Brandenburg wettbewerbsfähig bleibt, müssen wir uns auf diese Veränderungen einstellen und sie zu nutzen wissen. Zentrales Anliegen dabei ist eine Digitalisierung mit menschlichem Maß.“

Die Palette der Besuche reicht von Land- und Forstwirtschaft 4.0 über Telemedizin bis zu  Projekten im Verkehr und Transport. Dabei will er mit Wissenschaftlern, Unternehmern und Beschäftigten über deren Erfahrungen bei der Digitalisierung sprechen. Die Informationen und Anregungen fließen  in die Digitalisierungsstrategie des Landes Brandenburg ein.

Die Erarbeitung dieser ressortübergreifenden Zukunftsstrategie läuft auf Hochtouren. So nahmen neun Expertinnen und Experten des Digitalbeirates beim Ministerpräsidenten am 18. Juni ihre Arbeit auf. Ebenso wurde eine DigitalAgentur auf den Weg gebracht, die vor Ort und anwendungsbezogen beraten soll. Flankiert wird die Digitalisierungsstrategie durch den Gesetzentwurf für die elektronische Verwaltung (E-Government-Gesetz), der im Rahmen des ersten brandenburgischen Digitalkabinetts am 24. April beschlossen wurde. Auch der für die Digitalisierung grundlegende Breitbandausbau soll in den kommenden Jahren vorangetrieben werden. Dafür werden rund 450 Millionen Euro investiert. An etwa 1.500 öffentlichen Plätzen soll es kostenfreie WLAN-Punkte geben. Zudem wird der Lückenschluss im Mobilfunk zusammen mit den Mobilfunkbetreibern forciert.

Der Fahrplan zur Digitalisierungsstrategie, die bis Ende 2018 vorgelegt werden soll, sieht zudem verschiedene Veranstaltungen und Dialoge vor, darunter die Besuchsreihe von Staatssekretär Kralinski. Beim Auftakt in dieser Woche dreht sich alles um die Forst- und Landwirtschaft.

 

„Die twitternde Kiefer“ – Digitalisierung in der Forstwirtschaft

Zeit: Mittwoch, 11. Juli, 10.00 Uhr

Ort:  Versuchsfläche des Thünen-Instituts, verlängerte  Wiesenstraße,

       16230 Britz/Chorin

 

Gemeinsam mit Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde lässt sich Kralinski von Fachleuten des Thünen-Instituts Technik-Trends und digitale Neuentwicklungen erläutern. Unter anderem wird die „twitternde Kiefer“vorgestellt, die in regelmäßigen Abständen via Twitter Mitteilungen über ihr Befinden über das soziale Netzwerk verbreitet. Dabei geht es um Wasserverbrauch, Sauerstoffproduktion oder die Speicherung von CO2.

Im Anschluss stellt der Landesbetrieb Forst Brandenburg die automatische und digital unterstützte Vermessung von Holzstapeln mit Hilfe des „Dralle-Systems“ vor. Darüber hinaus werden der Einsatz und die Flugvorführung von Drohnen zur Früherkennung forstlicher Gefahrenlagen wie Insektenfraß oder Sturmschäden und deren digitale Verortung in Karten vorgeführt und erläutert.

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Zeit: Freitag, 13. Juli, 10.00 Uhr

Ort: Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB), Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam

Das ATB entwickelt nachhaltige Technologien und Verfahren für eine ressourceneffiziente und klimafreundliche Nutzung biologischer Systeme zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie. Staatssekretär Kralinski informiert sich in dem Institut über den Grenzschichtwindkanal, mit dessen Hilfe Methoden zur Reduzierung klimaschädlicher Gase aus der Tierhaltung entwickelt werden. Um Milchsäure für Bioplastik geht es bei einem anderen Forschungsgebiet. Gewonnen werden kann die Milchsäure aus vielerlei pflanzlichen Roh- oder Reststoffen wie Stroh, Bagasse, Grasschnitt oder auch Brotabfällen und Biomasse aus der Kaffeeverarbeitung. Im Feldlabor für digitale Landwirtschaft lässt sich Kralinski erläutern, wie Sensoren in Garten- und Ackerbau eingesetzt werden können, um etwa den Verbrauch von Bewässerungswasser oder von Pflanzenschutzmitteln zu verringern und gleichzeitig die Qualität zu verbessern.

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