Die Vorgeschichte zur Abgasaffäre: “Die Akte VW” in ZDFinfo und im ZDF

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Den automobilen Weltmarkt beherrschen – das war erklärtes Ziel von VW. Copyright: ZDF/Michael Kern

Die VW-Abgasaffäre ist weiter in den Schlagzeilen – die ganze Geschichte des Skandals mit Blick in die Unternehmenshistorie bietet die Dokumentation “Die Akte VW”, am Mittwoch, 1. Juni 2016, 20.15 Uhr, in ZDFinfo und am Mittwoch, 22. Juni 2016, 0.45 Uhr, im ZDF.

Der im September 2015 entdeckte Betrug bei Schadstoffdaten von VW-Dieselmotoren ist nicht der erste Skandal der Konzerngeschichte, doch der vielleicht folgenschwerste. Seitdem die US-Behörden den Betrug bei der Abgaskontrolle von Dieselfahrzeugen entdeckt haben, ist bei Deutschlands größtem Autobauer nichts mehr wie es war. Im Wochenabstand folgte eine Enthüllung der nächsten – die Strategie der Konzernführung, den Betrug als Einzeltat von wenigen Ingenieuren darzustellen, ist längst gescheitert.

Die VW-Krise hat eine Vorgeschichte. Die Dokumentation erzählt die Chronologie des Dieselbetrugs im Licht der Konzerngeschichte. Gegründet unter Hitler und reich geworden durch Weltkriegsproduktion, wurde der Autobauer nach dem Krieg als deutscher Musterbetrieb weitergeführt: Politik, Gewerkschaften und Management sitzen in dem Unternehmen an einem Tisch, die Macht aber gehört der Familie Porsche-Piëch, die schon bei der Gründung des Unternehmens dabei war.

Mit teils unveröffentlichtem Archivmaterial blickt “Die Akte VW” hinter die Kulissen des Autokonzerns. Dabei zeichnet die Dokumentation mit der Hilfe von Politikern, Wissenschaftlern, Umweltaktivisten, Journalisten und Historikern die Strukturen in Europa und den USA nach, die zu diesem folgenschweren Betrug an der Öffentlichkeit und zu seiner Entdeckung führen konnten. Der Film von Achim Scheunert zeigt, wie sehr die Politik das Schicksal von Deutschlands größtem Autobauer bestimmt.

ZDFinfo sendet die Dokumentation, die bereits in ARTE zu sehen war, erneut am Dienstag, 7. Juni 2016, 1.15 Uhr, Mittwoch, 8. Juni 2016, 13.00 Uhr, und Mittwoch, 29. Juni 2016, 9.15 Uhr.

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