Die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) wird Baum des Jahres 2019: Bundesweit größtes Vorkommen in Brandenburg

Potsdam – Mit der Flatter-Ulme (Ulmus laevis) wurde ein „starke Brandenburgerin“ zum Baum des Jahres 2019 ernannt. Bereits vor zehn Jahren hat das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) ein bundesweites Projekt zur Erfassung seltener Baumarten geleitet und dabei 58.158 der oft versteckt im Wald vorkommenden Flatter-Ulmen erfasst. Mecklenburg-Vorpommern folgt mit  24.576 und Sachsen-Anhalt mit 16.353 Bäumen. Alle anderen Bundesländer haben deutlich geringere Werte von unter 10.000 Bäumen.

 

Die Ausrufung erfolgte heute (9. November) durch die Stiftung Baum-des-Jahres. Der Landesbetrieb Forst nutzt den inzwischen 31. Baum des Jahres, um auf die vielen Baumarten hinzuweisen, die es im Kiefernland Brandenburg gibt. So stehen die „Bäume des Jahres“ für versteckte Vielfalt und Besonderheiten der Brandenburger Wälder.

 

Die Flatter-Ulme kommt nach der elektronischen Wald-Datenbank „DSW2“ auf nur rund 300 Hektar im gesamten Wald vor, der jedoch eine Größe von 1,1 Millionen Hektar hat.

 

Spezialisiert auf die besonderen Standorte

 

Ulmen sind Bäume, die schon seit der Steinzeit eine große Bedeutung im Leben der Menschen in Mitteleuropa hatten. Leider sind sie heute sehr selten geworden und vielen Menschen unbekannt. In Deutschland kommen drei der weltweit 45 Arten der Gattung Ulmus vor. Das sind die Flatter-Ulme, die Berg-Ulme und Feld-Ulme. Alle drei Arten haben verschiedene Standortansprüche und Verbreitungen.

 

Die Flatter-Ulme ist eine charakteristische Baumart der Hartholzaue größerer Flüsse und feuchter Talgründe mit Erlen-Eschenwäldern Die Flatter-Ulme ist eine eher kontinentale Art, die ihre Verbreitungsschwerpunkte von Ostdeutschland über Polen und die baltischen Staaten bis in die Region zwischen Moskau und Kasan hat.

 

Die Flatter-Ulme zeigt sich weitgehend resistent gegenüber dem Erreger des Ulmensterbens. Da das Holz dieser Baumart von geringer Bedeutung ist und ihr Lebensraum zunehmend seltener wird, behalten Forstwissenschaftler, Forstleute und Waldbesitzer die Bestände dieser Baumart besonders im Auge.

 

Weitere Informationen: www.baum-des-jahres.de

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