„Deutlich mehr Tiger in der Luft“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am 9. August das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar im Rahmen ihrer Sommerreise besucht. Der Ministerin ging es dabei vor allem um die um die Einsatzbereitschaft des Waffensystems Tiger.

Von der Leyen und Soldaten

Die Ministerin dankte den Soldatinnen und Soldaten für die Unterstützung der Task Force. (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Bei ihrem Eintreffen in Fritzlar wurde der Hubschrauber der Ministerin von zwei Tiger-Kampfhubschraubern begleitet. Zwei von insgesamt 22, über die das Regiment verfügt. Bis 2018 sollen es 32 sein.

Modernisierung zeigt Wirkung

Die Modernisierung habe Wirkung gezeigt und der eingeschlagene Weg sei erfolgreich, erklärte die Ministerin bei ihrem Besuch mit Blick auf die Einsatzbereitschaft. Es seien nun „deutlich mehr Tiger in der Luft“. Zu dieser positiven Entwicklung habe die Verbesserung der finanziellen Ausstattung beigetragen, entscheidend sei zudem die Arbeit der „Task Force Drehflügler“ gewesen, „wo sich Expertinnen und Experten zusammengesetzt haben, um dieses komplexe System zu analysieren“, so von der Leyen.

Aber auch die Soldaten vor Ort, vom Techniker bis zum Piloten, hätten mit ihrem Wissen die Task Force unterstützt. „Wir sind darauf angewiesen, dass Sie uns Hinweise geben“, betonte die Ministerin. Sie bedankte sich ausdrücklich bei den Angehörigen des Kampfhubschrauberregiments bei ihrem Rundgang in der Wartungshalle. An verschiedenen Stationen wurden der Ministerin die Ausbildung und Ausrüstung der Piloten, das Fluggerät, Wartung und Bewaffnung vorgestellt.

Ministerin von der Leyen im Gespräch mit einem Piloten

Hauptmann Strahlenbach erklärt das Waffensystem Tiger. (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Andreas Strahlenbach hat die Ministerin in das Waffensystem eingewiesen. Er ist Pilot und Leiter des technischen Flugtrupps. Der Hauptmann ist begeistert vom Tiger; das Beste, was er bislang geflogen sei. Was ihn an dem Hubschrauber fasziniert: „Seine Agilität“. Die beiden Turbinentriebwerke beschleunigen ihn auf 215 Stundenkilometer. Er kann mit Luft/Luft-Raketen, Panzerabwehrflugkörpern oder auch ungelenkten Raketen bestückt werden. Ein Jahr dauere es, bis ein bereits ausgebildeter Hubschrauberpilot „basic qualified“ für den Tiger sei, berichtet Strahlenbach.

Trendwende Personal greift

Qualifiziertes Personal ist neben der materiellen Einsatzbereitschaft die zweite wichtige Voraussetzung, damit der Tiger abheben kann. Das Kampfhubschrauberregiment 36 ist ein Beispiel dafür, dass auch die Trendwende Personal greift. „Wir haben ab September 13 neue Dienstposten für Technikerinnen und Techniker“, sagte von der Leyen.

Seit dem 1. Juli stellt das Regiment eine Rotte in Abrufbereitschaft für die European Battle Group. Erste Einsatzerfahrungen mit dem Tiger wurden von 2013 bis 2014 in Afghanistan gesammelt. Hauptaufgaben waren Aufklärung und Unterstützung der Bodentruppen oder Begleitschutz für Transporthubschrauber.

Ministerin von der Leyen vor einem Tisch mit Ausrüstungsgegenständen

Die Ministerin informiert sich über die persönliche Ausrüstung der Piloten. (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Botschaft für den Standort

Knapp 1.000 Soldaten, Beamte und Angestellte zählt der Verband in Fritzlar. Die Bundeswehr ist in der Region tief verwurzelt. Dafür stehen auch die knapp 60.000 Besucher am Tag der Bundeswehr im vergangenen Jahr. „Weil dieser Standort ganz klar eine Zukunft hat, werden wir in den nächsten Jahren hier 40 Millionen Euro weiter investieren“, machte die Ministerin zum Abschluss ihres Besuchs deutlich.

Von der Leyen am Mikrofon, dahinter Soldat und Hubschrauber

Ursula von der Leyen beim Pressestatement mit dem Regimentskommandeur, Oberst Volker Bauersachs. (Quelle: Bundeswehr/Wilke)

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