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Delegation zu Besuch in Potsdams afrikanischer Partnerstadt Sansibar

Landeshauptstadt unterstützt der Reaktivierung des Botanischen Gartens
in Kilimani/ 200 von Potsdamerinnen und Potsdamern gespendete Brillen im
Gepäck

Potsdamer Delegation besucht Sansibar. Foto Landeshauptstadt Potsdam

Vom 8. bis zum 20. März 2018 besucht eine Delegation aus der
Landeshauptstadt Potsdam Sansibar, um das zweite Nakopa-Projekt in der
Praxis zu starten. Seit April 2017 pflegt die Landeshauptstadt Potsdam
offiziell eine Städtepartnerschaft mit der afrikanischen Stadt Sansibar.
Nakopa ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und
Zusammenarbeit (BMZ) über drei Jahre mit 360.000 Euro gefördertes,
nachhaltiges Projekt zur Kommunalentwicklung durch
Partnerschaftsprojekte. Neben der Reaktivierung des Botanischen Gartens
in Kilimani hat das Projekt die nachhaltige Entwicklung der Stadtgebiete
Kikwajuni und Kilimani und die Gestaltung der Freiräume in Kikwajuni
nach dem Vorbild der Gartenstadt Drewitz zur Aufgabe.

Zu der Delegation zählten neben der Bereichsleiterin der
Koordinierungsstelle Klimaschutz der Landeshauptstadt Potsdam, Cordine
Lippert, Dr. Torsten Lipp, Dr. Michael Burkart und Hanna Schreier von
der Universität Potsdam, Kristy Shaw, Head of Ecological Restoration and
Tree Conservation BGCI (Botanic Gardens Conservation International)
Africa Office Nairobi sowie Uwe Scharf, ein Botanikwissenschaftler aus
Leipzig.

Am Sonntag den 11. März 2018 fand im Mazsons`s Hotel ein Kick-off
Meeting mit 40 Teilnehmern der Gemeinschaften beider Projektgebiete,
Gemeindevertretern, Repräsentanten des Ministerium für Umwelt und des
Forstministerium, sowie der Universität Sansibars SUZA statt. Zu Beginn
stellte der sansibarische Projektkoordinator Mzee Khamis Juma die
Partnerschaft vor, anschließend präsentierte Cordine Lippert das
Gesamtprojekt und die geplanten Meilensteine. Es folgte Dr. Michael
Burkart, der wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens Potsdam
und Kirsty Shaw von BGCI, um die Aufgaben und Funktionen eines
Botanischen Gartens zu erläutern.

Im anschließenden Workshop moderierte Dr. Torsten Lipp die Diskussion
der Einwohner und
Repräsentanten der Kommune und konnte eine gemeinsame Erklärung zur
Reaktivierung des Botanischen Gartens Sansibars herbeiführen. Der
ehemalige Garten wurde von Sir John Kirk im Jahr 1870 gegründet, so dass
2020 sein einhundertfünfzigstes Jubiläum ansteht. Das zweite
Nakopa-Projekt der Kommunen bietet eine gute Möglichkeit diesen Garten
zu reaktivieren und alle Teilnehmer waren sich einig, dies bis zum Jahr
2020 umzusetzen. Am Ende des Tages wurde ein „Agreement-Protocol“
unterzeichnet. Im Ergebnis wird die Kommune hauptverantwortlich für den
Garten sein und die Universität SUZA deren wissenschaftlicher Partner.
Kirsty Shaw stellte Verbindungen zu anderen Gärten in Tansania und
generell in Afrika in Aussicht und kündigte an, bei der Einwerbung von
Geldern über entsprechende Programme der BGCI zu helfen. In den
folgenden Tagen werden die Experten aus Potsdam die Projektgebiete näher
untersuchen und beginnen, die Kollegen aus Sansibar anhand der
praktischen Anwendung im Umgang mit GIS und GPS zur Kartierung und
Bestandsaufnahme des Geländes und der aktuellen Bepflanzung zu schulen.

Die Delegation ist aber nicht nur zur Beratung in Sansibar, sie hat
auch Nützliches dabei. Da es den Menschen oft an den einfachsten und
alltäglichsten Dingen fehlt, rief die Landeshauptstadt Potsdam im
vergangenen Jahr auf Anregung der Vorsitzenden der
Stadtverordnetenversammlung, Birgit Müller, dazu auf, nicht mehr
benötigte, aber noch gut erhaltene Brillen für Sansibar zu sammeln.
200 Brillen der Potsdamer Bürger wurden jetzt nach Sansibar gebracht.
Auch ein Lensometer, also ein augenoptisches Messgerät, konnte dank der
Spende der Potsdamer Schauspielerin Gerit Kling beschafft werden. In
Kooperation mit dem „Zanzibar Outreach Program“ werden die Brillen nun
im Laufe der Woche ausgemessen und deren Stärke bestimmt. Es ist
geplant, am Montag den 19. März 2018 die Kinder der Mwanakwerekwe `H
Primary School und der Mwembeladu Secondary School zu untersuchen und
Kinder mit schlechten Augenwerten mit passenden Brillen auszustatten.

„Wir sind über diese Spende außerordentlich glücklich“ sagte Dr.
Naufal vom Outreach Program. „Wir versuchen seit einem halben Jahr ein
Lensometer zu beschaffen, doch war es bisher nicht möglich, durch die
großzügige Spende sind wir nun auch in der Lage die 500 im Outreach
Center vorhandenen Brillen aus anderen Spendenaktionen zu vermessen und
an Bedürftige Bewohner Sansibars auszuhändigen“ fügte er hinzu.

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City Report - pnr24

online Redaktion

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