Das Bodenschutzamt ist Umweltsündern auf der Spur

2017 konnten ingesamt 22 Fälle von illegaler Müllenstorgung aufgeklärt werden

Beinahe jeden Tag erreicht das Bodenschutzamt des Landkreises Barnim Anzeigen über illegale Müllablagerungen aus dem gesamten Kreisgebiet. „Vornehmlich handelt es sich hierbei um Sperrmüll“, weiß Amtsleiter Joachim Hoffmann zu berichten. „Es sind jedoch auch Ablagerungen von Hausmüll, meist in Säcke verpackt sowie Bauschutt zu verzeichnen.“ Darüber hinaus fänden sich auch gefährliche Abfälle wie beispielsweise Dachpappe oder Asbestplatten, so Hoffmann weiter.

Wie in solchen Fällen üblich, wird durch die untere Abfallwirtschaftsbehörde als zuständige Behörde versucht, verwertbare Spuren, wie zum Beispiel Adressen auf Briefen oder andere Hinweise zu sichern, die unter Umständen zum Verursacher führen könnten. Darüber hinaus wurde durch das Bodenschutzamt in Zusammenarbeit mit der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG) eine Müllstreife initiiert. So gelang es beispielsweise, ein Abrissunternehmen ausfindig zu machen, das im Verdacht steht, für massive Bauschuttablagerungen im Jahr 2017 verantwortlich zu sein.

Insgesamt konnten im Jahr 2017
22 Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet werden. In 4 Fällen ist ein Verwarngeld verhängt worden. Ein Bußgeldbescheid wurde in 8 Fällen erlassen. Sechs Verfahren befinden sich noch in Bearbeitung. Es drohen Strafen bis zu 50.000 Euro.

Somit war auch aufgrund der umfangreichen präventiven Maßnahmen der Barnimer Kreisverwaltung in intensiver Zusammenarbeit mit der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft sowie der beauftragten Müllstreife des Landkreises eine positive Entwicklung der illegalen Ablagerungen landkreisweit zu verzeichnen.

Dennoch ist eine Sensibilisierung der Bürger enorm wichtig. Zeugen, die Beobachtungen zu illegalen Müllablagerungen gemacht haben oder aber Hinweise zu den Verursachern geben können, werden weiterhin gebeten sich bei der unteren Abfallwirtschaftsbehörde des Landkreises Barnim, rund um die Uhr, unter der Telefonnummer 03334 526 2066 zu melden.

Weitere Informationen hierzu sind auch im Internet unter www.kw-bdg-barnim.de abrufbar.

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