Damals war´s – Legenden. 50 Jahre Olsenbande, 5.10. im Filmmuseum Potsdam

Preview: Damals war´s – Legenden. 50 Jahre Olsenbande

Foto: Henning Sprogøe, Schauspieler und Sohn von Ove Sprogøe, Copyright MDR Fernsehen

in Anwesenheit der der MDR-Redakteurin Andrea Thunert-Sehrig und der Autorin Franziska Kruse

Freitag, 05.10.2018 um 19:00 Uhr

Begleitend zur Ausstellung „Mächtig gewaltig. Die Olsenbande kommt nach Potsdam“ (bis 17.02.2019)

 

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a/ Marstall, 14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de

Eintritt für die Vorführung frei.

Die Ausstellung ist an diesem Tag bis 19:00 Uhr geöffnet. (Eintritt: 4.50 € erm. 3,50 €)

 

Damals war´s – Legenden. 50 Jahre Olsenbande,  R: Franziska Kruse, D 2018, Dok., 89′ , MDR
In Anwesenheit der MDR-Redakteurin Andrea Thunert-Sehrig und der Autorin Franziska Kruse

Mit dem schlichten Titel: „Die Olsenbande“ kam 1968 der erste Film mit dem Gaunertrio in die dänischen Kinos. Die Olsenbande – das sind Egon, Benny und Kjeld, Kleinganoven aus Kopenhagen, die trotz der genial-absurden Pläne ihres Anführers Egon, fast immer am Ende scheitern. Doch das Trio lässt sich nie unterkriegen, und versucht in jedem Film erneut, an die Millionen und ein besseres Leben zu kommen. So entstehen insgesamt 14 Filme. 1998 endet die legendäre Reihe mit „Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande“.  In diesen 30 Jahren eroberte die Olsenbande nicht nur die Leinwände und Bildschirme in Dänemark. Ihr Siegeszug führte vom westlichen Kopenhagen auch in die sozialistische DDR. Bis heute sind die Filme Kult und im Osten Deutschlands nicht nur in den Köpfen und Herzen, sondern bis in die Alltagssprache präsent.

 

Für eine Hommage zum 50sten sind Autorin Franziska Kruse und ihr Kamerateam auf Spurensuche ins dänische Nachbarland gereist. Sie haben die Original Drehorte besucht, Schauspieler, Crewmitglieder und Wegbegleiter getroffen. Im Mittelpunkt der 90-minütigen Doku stehen die Menschen und Charaktere hinter den Filmfiguren und Kulissen.

 

Zu sehen sind liebevolle und sehr private Portraits der Hauptdarsteller: mal zum Schmunzeln, etwa ob der Ähnlichkeit zwischen Kjeld und seinem Darsteller Poul Bundgaard;  Per Pallesen, ein guter Freund von Poul Bundgaard erzählt hinreißend von dessen Lebenslust. Und mal zum Innehalten und Nachdenken, etwa wenn die Journalistin und Biografin Anne-Sofie Storm Wesche ein gefühlvolles psychologisches Profil der scheuen und sensiblen Schauspielerin Kirsten Walther, die stets die schrille und überdrehte Yvonne gab, zeichnet.

 

Ove Sprogøes jüngster Sohn Henning beschreibt eindrucksvoll das integre Wesen seines berühmten Vaters. Er gibt private Einblicke in das Familienleben und erzählt auch von einigen sonderbaren Angewohnheiten des Egon-Darstellers. Morten Grunwald lässt den Zuschauer zum Thema Leben und Tod ganz nah an sich heran und auch seine Tochter Tanja hat nicht nur bezüglich des Perfektionismus ihres Vaters Interessantes zu erzählen. Beeindruckend offen und berührend gelang das Interview mit Jes Holtsø, der in den Olsenbandenfilmen den kleinen Børge, Sohn von Yvonne und Kjeld spielen durfte. Es gab Zeiten, da war der begnadete Sänger und Musiker dem Tod näher als dem Leben.

 

Auf die Reise zu den Originaldrehorten hat Buchautor und Olsenbanden-Experte Frank Eberlein das Filmteam begleitet. Er kannte viele der inzwischen verstorbenen Schauspieler noch persönlich, hatte zum unzertrennlichen Duo Regisseur Erik Balling und Autor Henning Bahs engen Kontakt. Voller Begeisterung erzählt er am Strand von Jütland faszinierende Anekdoten und berichtet in der einmaligen Olsenbanden-ausstellung bei Nordisk Film über spannende Hintergründe. Auch Lotte Dandanell, Kostümbildnerin der Olsenbandenfilme, plaudert aus dem Nähkästchen. Und Bent Fabricius-Bjerre, Komponist der genialen Titelmusik sowie der gesamten Olsenbanden Soundtracks und Produktionsleiter Bo Christensen erinnern sich an so manchen Plan. Große Pläne musste damals auch der berühmte Unterhaltungskünstler und Olsenbandenfan Heinz Quermann machen, als er die drei Hauptdarsteller für eine Fernsehsendung in die DDR holte. Über dieses wahnwitzige Unterfangen erzählt lebhaft seine Tochter Petra Quermann. Außerdem hat das MDR-Kamerateam den Mann getroffen, der maßgeblich daran beteiligt war, dass die Olsenbandenfilme überhaupt in die DDR kamen. Dem BRD-Filmhändler Hans-Jürgen Panitz ist es größtenteils zu verdanken, dass wir heute auch in Deutschland das 50jährige Jubiläum der Olsenbande feiern! Und das ist mit Bennys Worten: „mächtig gewaltig“!  

 

Am 7.10. um 20.15 Uhr wird der Film im MDR gezeigt.

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