Der Arbeitsmarkt im Dezember 2017: Deutlicher saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weniger gestiegen als saisonal üblich, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +17.000 auf 2.385.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -183.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 5,3 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von November auf Dezember durch die einsetzende Winterpause um 17.000 auf 2.385.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse hat die Arbeitslosigkeit deutlich abgenommen und zwar um 29.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 183.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 23.000 gesunken. Insgesamt belief sich die
Unterbeschäftigung im Dezember 2017 auf 3.377.000 Personen. Das waren 165.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass mehr – insbesondere geflüchtete – Menschen gefördert wurden als im Vorjahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im November auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen. Mit 44,74 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 613.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um 69.000 zugenommen. Insgesamt waren im Oktober nach hochgerechneten Angaben 32,79 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 743.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im Dezember waren 761.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 103.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 18.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2017 um 6 Punkte auf 256 Punkte. Der Vorjahreswert wird um 31 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 707.000 Personen erhielten im Dezember 2017 Arbeitslosengeld, 50.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.272.000. Gegenüber Dezember 2016 war dies ein Rückgang von 51.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

ORION: Das Geschäft brummt

#Flensburg (ots) – “Wenn ein Marktbegleiter Insolvenz anmeldet, ist das natürlich traurig für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Wenn es noch dazu ein ehemaliges Flensburger Unternehmen ist, umso mehr”, so Maike Rotermund, Geschäftsführerin der ORION Versand GmbH & Co. KG. “Der Insolvenzantrag der Beate Uhse AG ist natürlich vor allem jetzt in der Weihnachtszeit tragisch, schließlich ist die Weihnachtszeit üblicherweise die umsatzstärkste Zeit des Jahres”, ergänzt Jens Seipp, Prokurist der ORION Fachgeschäfte GmbH & Co. KG. “Und in den letzten Jahren sind erotische Weihnachtsüberraschungen beliebter denn je.”

Über die Logistikanlagen in Flensburg fahren derzeit täglich Tausende Päckchen, die den Sex unter den Weihnachtsbaum der Deutschen transportieren. Und auch der stationäre Erotikhandel boomt: Die MitarbeiterInnen der ORION Fachgeschäfte – immerhin 150 in Deutschland – beraten täglich Hunderte teils ratlose Männer bei der Auswahl des passenden erotischen Weihnachtspräsents für ihre Partnerin. Oder Frauen bei der Auswahl der passenden Dessous für einen (be-)sinnlichen Weihnachtsabend.

ORION ging in den frühen 80er Jahren aus der Teilung des Beate Uhse Konzerns hervor. Das Familienunternehmen hat sich seither stetig weiterentwickelt. Am Standort Flensburg werden der E-Commerce und der weltweit agierende Großhandel betrieben. Die rund 150 Fachgeschäfte in Deutschland werden vom Standort Biebertal geführt.

DGB Ausbildungsreport 2017: Stillstand trotz Fachkräftemangel – nötige Verbesserung der Berufsschulqualität wurde verschlafen

27 Prozent der Befragten bewerten die fachliche Qualität des Berufsschulunterrichts bestenfalls mit „befriedigend“, 15 Prozent sogar nur mit „ausreichend“ oder gar „mangelhaft“. Die Klassengröße der Berufsschulen liegt im Durchschnitt bei 21,8 Schülerinnen und Schülern und damit im Vergleich zur Befragung aus dem Jahr 2012 um 0,8 höher. Auch die Bewertung der Ausstattung der Berufsschulen fällt im Vergleich zum Jahr 2012 negativer aus.

Zu den zentralen Befunden des DGB-Jugend Ausbildungsreports 2017 mit dem Sonderthema „Qualität der Berufsschulausbildung“ erklärt die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Doro Zinke:

 

„Es ist kein Wunder, dass sich jede_r fünfte Befragte nicht gut genug auf die theoretische Prüfung vorbereitet fühlt. Die nötigen Anpassungen zur Verbesserung der Berufsschulqualität wurden in den letzten fünf Jahren verschlafen. Die Berufsschulen in Berlin und Brandenburg benötigen mehr finanzielle Unterstützung, eine Stärkung der personellen Ausstattung, eine Verbesserung der baulichen Zustände sowie der sanitären Einrichtungen und Räumlichkeiten und eine bessere technische Ausstattung.“

Die Befragung von rund 1800 Auszubildenden ergab, dass 63 Prozent der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten müssen. Deutlich mehr als ein Viertel der Azubis leistet regelmäßig Überstunden. Nur ein knappes Drittel der Auszubildenden wird wahrscheinlich vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Dies kommentiert Doro Zinke:

 

„Trotz Fachkräftemangel herrscht Stillstand. Jedes Jahr halten wir Politik und Unternehmen den Spiegel vor und prangern an, dass die Regelungen des Berufsbildungsgesetzes nicht eingehalten werden und stoßen damit auf taube Ohren. Die Berufsperspektiven sind für die Auszubildenden von großer Bedeutung. Eine Übernahme in ein befristetes Teilzeitarbeitsverhältnis genügt den Anforderungen der jungen Menschen nicht und stellt auch keinen guten Einstieg in die Erwerbsbiografie dar. Die Schaffung guter Ausbildungsbedingungen und unbefristeter tarifierter Vollzeitstellen ist unabdingbar.“

 Zum Hintergrund des DGB-Jugend Ausbildungsreports ergänzt die DGB-Bezirksjugendsekretärin Christin Richter:

„Wir können zwar eine hohe allgemeine Zufriedenheit mit der Ausbildung feststellen, aber mit Problemen bleiben die Auszubildenden meistens allein. Viele Auszubildende reden im Rahmen unserer Berufsschultour zum ersten Mal über ihre Probleme innerhalb der Ausbildung. Deshalb fordern wir immer noch die Entwicklung eines für Auszubildende leicht zugänglichen und niedrigschwelligen Beschwerdemanagements bei auftretenden Problemen im Betrieb und eine Stärkung der Schüler_innenvertretungen in den Berufsschulen. Unternehmen und Politik sind gefordert, die Beschwerden der Auszubildenden ernst zu nehmen und endlich spürbare Verbesserungen zu schaffen!“

Hapag-Lloyd steigert operatives Ergebnis (EBIT) deutlich

Hamburg (ots) – Transportmenge und Transportvolumen steigen / Operatives Ergebnis (EBIT) von EUR 181 Mio. und Gewinn nach Steuern von EUR 54 Mio. im dritten Quartal / Integration mit UASC nahezu abgeschlossen / Erste Synergien aus dem Zusammenschluss sichtbar

Quellenangabe: “obs/Hapag Lloyd AG”

Hapag-Lloyd hat das dritte Quartal 2017 mit einem deutlich positiven Konzernergebnis und einem signifikant gestiegenen operativen Ergebnis (EBIT) beendet. Die Integration der United Arab Shipping Company (UASC) ist weit fortgeschritten und steht zum Ende des Jahres vor ihrem Abschluss.

Im dritten Quartal betrug der Gewinn nach Steuern EUR 54,3 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 8,2 Mio.), das EBIT erhöhte sich auf EUR 180,6 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 65,6 Mio.) und das EBITDA betrug EUR 361,5 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 184,6 Mio.).

In den ersten neun Monaten 2017 konnte Hapag-Lloyd ein deutlich gesteigertes EBITDA und EBIT in Höhe von EUR 721,9 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 381,3 Mio.) bzw. EUR 267,9 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 25,9 Mio.) sowie ein positives Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 8,2 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR -133,9 Mio.) erzielen.

Während die Transportmenge in den ersten neun Monaten um 24,4 Prozent von 5.65 Mio. TEU auf 7.03 Mio. TEU stieg erhöhten sich die Transportaufwendungen (exklusive Bunkerkosten) nur um 17,8 Prozent – vorwiegend aufgrund von Kosteneinsparungen sowie weiterer Flotten- und Netzwerkoptimierung.

Die Erholung der Frachtraten setzte sich im dritten Quartal fort, und sie lagen nach neun Monaten bei 1.060 USD/TEU (Vorjahreszeitraum: 1.037 USD/TEU).

“Das gute Ergebnis, das wir nach drei Quartalen erreicht haben, basiert nicht nur auf der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft und damit einhergehend steigenden Transportmengen”, sagt Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG: “Auch die reibungslose und weit fortgeschrittene Integration von UASC in den Hapag-Lloyd Konzern hat zu dieser Entwicklung beigetragen. So können wir bereits erste Synergien aus dem Merger verzeichnen, was uns dabei hilft unsere Position in der Branche weiter zu festigen”.

Die Eckwerte für die Prognose 2017 bleiben unverändert gegenüber der zum Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Prognose.

Hapag-Lloyd geht nach wie vor von einem deutlich steigenden Transportvolumen, deutlich steigenden Bunkerverbrauchspreisen sowie von einer unveränderten durchschnittlichen Frachtrate aus. Erwartet werden auch ein deutlich steigendes EBITDA und EBIT.

KENNZAHLENÜBERSICHT HAPAG-LLOYD

                               Q3 2017  Q3 2016  9M 2017  9M 2016
Transportmenge (TTEU)          2.808    1.947    7.029    5.650
Frachtrate (USD/TEU)           1.065    1.027    1.060    1.037
Umsatzerlöse
(Mio. EUR)                     2.796    1.928    7.314    5.714
EBITDA
(Mio. EUR)                     361,5    184,6    721,9    381,3
EBIT
(Mio. EUR)                     180,6    65,6     267,9    25,9
Gewinn nach Steuern (Mio. EUR) 54,3     8,2      8,2     -133,9
EBITDA-Marge                   12,9%    9,6%     9,9%     6,7%
EBIT-Marge                      6,5%    3,4%     3,7%     0,5%

Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs, dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend enthalten die dargestellten Kennzahlen die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar.

Jobsuche: Es sollte auch menschlich passen

Düsseldorf (ots) – Wenn Arbeitgeber in Deutschland neue Mitarbeiter einstellen, ist die fachliche Qualifikation immer noch das vorrangige Kriterium. Doch das ändert sich: Unternehmen legen immer mehr Wert darauf, dass Bewerber auch menschlich zum Unternehmen und Team passen. 65 Prozent der Personalentscheider achten bei Neueinstellungen gezielt auf den so genannten Cultural Fit. Der Begriff Cultural Fit beschreibt, wie gut Werte, Denkmuster und Verhaltensweisen von Bewerbern und Unternehmen übereinstimmen. Die Mehrheit der Recruiter urteilt dabei jedoch allein nach Bauchgefühl. Zu diesen Ergebnissen kommt die Online-Jobplattform StepStone in einer neuen Studie, für die rund 4.000 Personalentscheider befragt wurden.

Überprüfung des Cultural Fit noch kein Standard

Obwohl 93 Prozent der Unternehmen den Cultural Fit wichtig finden, ist dessen Überprüfung nur bei vier von zehn Unternehmen (41 Prozent) Standard im Bewerbungsprozess. Mehr als ein Drittel von ihnen (36 Prozent) gibt an, das Vorstellungsgespräch dafür zu nutzen. 16 Prozent verschaffen sich im Rahmen eines Probearbeitstags einen Eindruck und 15 Prozent machen sich anhand der Bewerbungsunterlagen ein Bild von der Persönlichkeit des Bewerbers. Bei nur 15 Prozent der befragten Arbeitgeber kommt ein systematisches Verfahren zur objektiven Überprüfung des Cultural Fit zum Einsatz.

Je besser der Cultural Fit, desto zufriedener die Mitarbeiter

“HR-Experten verlassen sich bei der Frage, ob ein Bewerber menschlich zur Firma passt, oft ausschließlich auf ihren persönlichen Eindruck”, sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone. “Der ist ohne Zweifel wichtig, allerdings zeigen unsere Studienergebnisse, dass Unternehmen erfolgreicher arbeiten, wenn sie den Cultural Fit zusätzlich systematisch überprüfen, zum Beispiel mit Hilfe von objektiven, IT-gestützten Tests.” Laut StepStone-Studie meinen 84 Prozent der Arbeitgeber, die systematische Verfahren im Auswahlprozess einsetzen, dass sie die Zufriedenheit ihrer Belegschaft dadurch steigern konnten. Bei 70 Prozent konnte die Fluktuation verringert werden. Zwei Drittel gaben an, dass sie neue Erkenntnisse über die Kandidaten gewonnen haben, die ihnen sonst verborgen geblieben wären.

Weitere Ergebnisse finden Sie im ausführlichen Studienreport “Recruiting mit Persönlichkeit”, den Sie hier herunterladen können: https://t.co/dWTDXKl72a

Über die Studie

Für die Studie “Recruiting mit Persönlichkeit” hat StepStone im Sommer 2017 eine Online-Befragung unter 25.000 Fach- und Führungskräften und rund 4.000 Recruitern oder für Personalbeschaffung zuständigen Führungskräften durchgeführt. Die Studie thematisiert die Einstellung von Fachkräften zum Thema Unternehmenskultur und die Relevanz des Cultural Fit bei der Jobsuche. Daneben beleuchtet StepStone aus Sicht der Unternehmen den Status Quo hinsichtlich der Überprüfung des Cultural Fit.

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