SV Babelsberg 03 – Offener Brief an das DFB-Präsidium

„Wir haben erhebliche Bedenken an der Rechtmäßigkeit
der Entscheidung des NOFV-Verbandsgerichts” …

… erklärt nicht der SV Babelsberg 03, sondern der DFB-Vizepräsident Dr. Rainer
Koch. Doch hat der SV Babelsberg 03 diese Bedenken schon seit Längerem.

Der SV Babelsberg 03 hat seit Monaten vergeblich versucht, das Skandalurteil des
NOFV aufheben zu lassen: Nach wie vor hält der Verband daran fest, den SV Babelsberg
03 dafür zu bestrafen, dass Fans „Nazischweine raus“ riefen, als sich
während des Regionalligaspiels gegen Energie Cottbus im vergangenen April Nazis
im Gästeblock in unserem Karl-Liebknecht-Stadion austobten. Erst ein Offener
Brief aus Babelsberg an den Deutschen Fußballbund führte dazu, dass der NOFV
die Vorfälle nachträglich umfassend bewerte, indem er – nach Aufforderung des
DFB – das Verhalten der so genannten Fans im Gästeblock betrachtete.
Dass der NOFV schließlich zu “neuen” Erkenntnissen kam, konnte nicht überraschen:
Denn die Bilder der rechtsextremen Ausschreitungen waren für jedermann
sichtbar und unmissverständlich. Der späte Erkenntnisgewinn des NOFV führte zu
einem zweiten Urteil gegen den FC Energie Cottbus durch das NOFV-Sportgericht,
das inzwischen in Folge eingelegter Cottbuser Berufung vom NOFV-Verbandsgericht
vollumfänglich zurückgenommen wurde. Der SV Babelsberg 03 ist dem DFB
dankbar und begrüßt es, dass sich die Spitze des Verbandes zum zweiten Mal einschaltet
und die offensichtlichen Bedenken an der Rechtmäßigkeit der Entscheidungen
des NOFV klar formuliert und durch seinen Kontrollausschuss das NOFVVerfahren
bewerten lässt sowie bereit ist, Konsequenzen zu ziehen.

Vor dem Hintergrund all dieser Entwicklungen ist es völlig unverständlich, dass
sich bis heute der NOFV weigert, hier die Konsequenzen zu ziehen und das Urteil gegen den SV Babelsberg 03 zu korrigieren. Stattdessen wird unser Verein weiterhin
mit Mahnungen traktiert und vom NOFV sogar bedroht, dass ein Ausschluss
vom Spielbetrieb möglich sei, wenn dieses Urteil nicht anerkannt und die verhängte
Strafe beglichen wird. Zu den Einwänden der offensichtlich bisher nicht
berücksichtigten neuen Erkenntnisse hat der NOFV bis heute keine Stellung bezogen.
Hierzu erklärt Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg
03: “Spätestens jetzt müsste jedem klar sein, dass der NOFV hier mit zweierlei
Maß misst. Im Zusammenhang mit den Bedenken des DFB an der Rechtmäßigkeit
der aktuellen Entscheidung des NOFV-Verbandsgerichts können wir nur hoffen,
dass nun auch unser Urteil durch den DFB-Kontrollausschuss überprüft wird.”

In diesem Sinn wendet sich der SV Babelsberg 03 erneut an den DFB .

 

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Spielabsage: Babelsberg 03 vs. Lokomotive Leipzig

Heimspiel gegen Lokomotive Leipzig abgesagt

Aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes muss das für den bevorstehenden
Sonntag, 17. Dezember, um 14.00 Uhr angesetzte Heimspiel der Filmstädter gegen
den 1. FC Lokomotive Leipzig im Karl-Liebknecht-Stadion abgesagt werden.
Stattdessen lädt Nulldrei am Sonntag von 15.00-20.00 Uhr zu einem Weihnachtsshopping
bei Bier, Glühwein und Musik in den Nulldrei Fanshop ein.
Alle bereits verkauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.
Über einen Ersatztermin wird nach Ansetzung durch den NOFV zeitnah informiert.
Sollten Ticketkäufer den neuen Termin nicht wahrnehmen können, ist eine Rückerstattung
des Kaufpreises möglich (Kontakt: tickets@babelsberg03.de).

„Grünes Stadion“: Das Karl-Liebknecht-Stadion wird grün

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Mit einer Pressekonferenz startete der SV Babelsberg 03 am Dienstag, 12. Dezember,
gemeinsam mit seinen Partnern, der Energie und Wasser Potsdam GmbH und
MegaTopSolar, den Prozess der energetischen Sanierung des KarLi.
In den vergangenen Jahren wurde hierzu ein umfassendes, innovatives Konzept
entwickelt, um die gewonnenen Erkenntnisse zum energetischen Verbrauch des
Stadions, auch im Hinblick auf die gesellschaftspolitische Verantwortung eines
Fußballvereins und Stadionbetreibers, effektiv in die Zukunft zu führen.
„Nunmehr ist es nur noch eine Frage der Witterungsbedingungen, wann der Umbauprozess
in Gang gesetzt werden kann.“, fasste Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender
des SV Babelsberg 03, den bevorstehenden Startschuss zusammen. Zunächst
sieht dieser die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Tribünendach
vor. Eine Gebäudeleittechnik zur Steuerung der Licht- und Heiztechnik soll
zugleich den Energieverbrauch des Stadions im Ganzen reduzieren. Abschließend
ist die Integration einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität auf dem Stadiongelände
und die Umrüstung sämtlicher Lampen und Beleuchtungskörper, wie auch dem
Flutlicht, auf effiziente LED angedacht. Realisiert werden die Maßnahmen mit
Hilfe eines Förderprogramms der Investitionsbank des Landes Brandenburg.
Ulf Altmann, Geschäftsführer der Energie und Wasser Potsdam GmbH, bekannte
sich zu dem Projekt: „Die EWP steckt mitten im Prozess der Energiewende. Wir suchen
nach innovativen Projekten wie diesem, um praktische Beispiele zu schaffen.“ JoAchim Conrad, Beiratsvorsitzender von MegaTopSolar, ergänzte: „Wir haben
hier mit der EWP – dem lokalen Stromversorger – dem SV Babelsberg 03 – ein
Verein, der weiterdenken möchte – und mit MTS – ein Unternehmen, welches
ganzheitliche Lösungen entwickelt – eine ideale Kombination von Partnern.“
„Wir sind optimistisch, mit der energetischen Sanierung etwa 50 Prozent des aktuellen
Stromverbrauchs des Karl-Liebknecht-Stadions einsparen zu können.“,
führte Steve Müller, stellvertretender Vorsitzender des SV Babelsberg 03, weiter
aus. „Verbaut wird die jüngste verfügbare Technologie. Die große Innovation, die
dieses Projekt einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland macht, besteht in
der ganzheitlichen Zusammenarbeit aller Elemente.“, so JoAchim Conrad.
Die Baumaßnahmen sollen im Jahr 2018 durchgeführt werden. Eine Beeinträchtigung
durch die Arbeiten für Stadionbesucher ist nicht gegeben. Babelsberg 03 bedankt
sich noch einmal besonders bei Herrn Maciejewski (MegaTopSolar), Herrn
Bucholz, Herrn Lausch, Herrn Böhme, Herrn Lewandowski, Herrn Fleischer und
Herrn Gerstenberg (EWP), welche den Prozess bereits über Monate begleiten.

Mitsing-Event von Oberlinhaus und Babelsberg 03 im KarLi

Weihnachtslieder statt Fußball

Dort, wo gewöhnlich Fans ihre Mannschaft anfeuern, werden am 22. Dezember ganz andere Töne erklingen. Das Oberlinhaus und Babelsberg 03 laden ein, zum gemeinsamen Weihnachts-Lieder-Singen. Zwei Tage vor Heilig Abend löschen die Nulldreier die Flutlichtanlage und das Stadion taucht in besinnlich stimmungsvollen Lichterschein tausendfacher Kerzen.

Mit Geschenkideen und weihnachtlichen Leckereien öffnet um 16 Uhr  ein Weihnachtsmarkt auf dem Stadionvorplatz seine Stände.

Um 18 Uhr wird ein 30-köpfiger Chor vom Rasen aus die Besucher des 1. Weihnachtssingens von Oberlinhaus und Babelsberg 03 stimmgewaltig unterstützen. Doch keine Angst vor Textunsicherheiten. Es stehen die klassischen Weihnachtslieder auf dem Programm und außerdem gibt es für jeden ein Liederbuch.

Ein Mitsing-Event, das uns alle in weihnachtlicher Vorfreude auf das Fest der Gemeinschaft, der Familie und des Friedens einstimmt.

Was?
Weihnachtssingen im KarLi
Wann?
Freitag, 22. Dezember 2017, 18 Uhr
Wo?
KarLi, Karl-Liebknecht-Str. 90, 14482 Potsdam

SV Babelsberg 03 wehrt sich gegen NOFV-Urteil vor dem Zivilgericht

Wir lassen uns nicht verbieten, sich gegen Nazis zu wehren
„Wir werden niemals faschistische, rassistische, beleidigende und homophobe Schlachtrufe
oder Gewalt dulden. Gemeinsam – als Mannschaft, Fans und DFB – müssen wir uns diesen
Krawallmachern entgegenstellen.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Deutschen
Fußballbundes, Reinhard Grindel, auf die beschämenden Vorkommnisse während
des Fußball-Länderspiels Tschechien gegen Deutschland vor wenigen Wochen in Prag reagiert.
Richtige und starke Worte.
Doch fragen wir uns beim SV Babelsberg 03, wie ernst gemeint sie sind. Denn der SVB wird
durch ein Urteil des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) genau dafür bestraft,
was DFB-Chef Grindel fordert: Couragiertes Auftreten gegen Nazis!
Vergeblich kämpfen wir seit Monaten gegen eine vom NOFV-Sportgericht verhängte Strafe
in Höhe von 7.000 Euro, die unter anderem damit begründet wird, dass während des
Regionalliga-Spiels gegen den FC Energie Cottbus am 28. April 2017 von einem Anhänger
unseres Vereins Richtung Gästeblock gerufen wurde: „Nazi-Schweine raus!“ Er tat dies
nicht ohne Grund: Nachweislich nutzten bekannte rechtsextreme Fan-Gruppen aus Cottbus
unser Karl-Liebknecht-Stadion für ihre Bühne, zeigten den Hitlergruß und skandierten
Nazi-Parolen. Während die Strafjustiz bereits gehandelt hat und das Potsdamer Amtsgericht
einen der Cottbuser Anhänger wegen des Zeigen des Hitlergrußes verurteilt hat, fanden
die rechtsradikalen Provokationen beim NOFV-Gericht nicht einmal eine Erwähnung.
Wir erkennen an, dass das Abbrennen von Pyrotechnik während des Spiels vom 28. April
2017 und Fehlverhalten von Fans geahndet wird. Aber wir wehren uns mit aller Kraft dagegen,
dass wir den Mund halten sollen, wenn es gefordert ist. Dafür bestraft zu werden,
ist ein Skandal! Es ist unerträglich, dass das NOFV-Gericht die fatalen Folgen seines Urteils
nicht erkennt und damit rechtes Gedankengut in Fußballstadien salonfähig macht. Statt
dieses Urteil zu korrigieren, versteckt sich der Verband hinter formalrechtlichen, willkürlichen
Auslegungen seiner Ordnung und Satzung.

Das hat mit einer fairen Sportgerichtsbarkeit eines Verbandes, in dem auch der SV Babelsberg
03 Mitglied ist, nichts mehr zu tun. Geldbußen und Strafen bei Verstößen gegen anerkannte
Regeln des Verbandes stehen außer Frage. Doch wenn Willkür zu Urteilen führt
sowie jegliches Augenmaß und jegliches Gespür für die Mitgliedsvereine verloren gehen,
geht auch das Vertrauen in die Sportgerichtsbarkeit verloren.
„Wir halten es für bedenklich und alarmierend, dass das Sportgericht des NOFV sich von
einem fairen Umgang mit seinen Vereinen entfernt und sehen uns genau deshalb gezwungen,
um unser Recht vor Zivilgerichten zu streiten. Hier hat der NOFV in der Vergangenheit
ja bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt, wenngleich diese offensichtlich nicht zu entsprechenden
Erkenntnissen geführt haben.“, sagt Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender
des SV Babelsberg 03.
„Wir sehen aber auch den Deutschen Fußballbund in der Pflicht.“, betont Horlitz. Nicht
nur wegen des Appells des DFB, sich gegen rechtsradikale und fremdenfeindliche Umtriebe
in deutschen Stadien zur Wehr zu setzen. „Der DFB sollte auch dafür Sorge tragen, dass
seine Mitgliederverbände und deren Sportgerichte diesem Gedanken folgen und auch mit
Leben füllen.“, sagt Horlitz. Zum anderen sitzt derselbe Vorsitzende des NOFVSportgerichts,
der den SV Babelsberg 03 verurteilt hat, auch im Sportgericht des DFB.
„Deshalb ist es für uns auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, was der DFB sagt und was
seine Funktionäre tun.“, führt Horlitz aus.

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