Armenien: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

In den vergangenen Tagen kam es vor allem in Eriwan aber auch in anderen großen Städten zu Kundgebungen und Demonstrationen. Reisende sollten sich möglichst über lokale Medien informiert halten und größere Menschenansammlungen meiden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Im Nordosten Armeniens verläuft die Landstraße M16 (über Noyemberyan in Richtung des armenisch-georgischen Grenzübergangs Bagratashen/ Sadakhlo) in der Nähe der Landesgrenze Armeniens zu Aserbaidschan. Da es an diesem Teil der Landesgrenze in der Vergangenheit immer wieder zu Schusswechseln gekommen ist, sollte die Lage genau beobachtet werden und – soweit möglich – Ausweichrouten zur armenisch-georgischen Grenze genutzt werden. Die westlich davon gelegene Straße über Vanadzor und Alaverdi ist allerdings wegen Ausbesserungsarbeiten auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar.
Bei einem Aufenthalt in Eriwan wird zudem empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, insbesondere Protestaktionen vor Regierungsgebäuden.
Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach (einschließlich der besetzten Gebiete)
Von Reisen in die Region Bergkarabach sowie die im Südwesten gelegenen, armenisch besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar wird dringend abgeraten.
Anfang April 2016 kam es zu Kampfhandlungen in der Region Bergkarabach. Die Bundesregierung erkennt die sogenannte „Republik Bergkarabach“ völkerrechtlich nicht an. Reisenden, die sich nach Bergkarabach oder in die umliegenden von armenischen Streitkräften besetzten Gebiete der Republik Aserbaidschan begeben, kann weder durch die Botschaft Eriwan, noch durch die Botschaft Baku konsularische Hilfe oder Beistand gewährt werden. An der Waffenstillstandslinie kommt es immer wieder zu Schusswechseln, außerdem besteht Minengefahr. Die Einreise nach Bergkarabach ohne eine entsprechende aserbaidschanische Erlaubnis stellt nach aserbaidschanischem Recht einen Straftatbestand dar. Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach” enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen nach Bergkarabach oder in die umliegenden von armenischen Streitkräften besetzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Verbot der Einreise nach Bergkarabach drohen außerdem Geld- und Haftstrafen, die unter Umständen von den aserbaidschanischen Sicherheitsbehörden auch im Wege von an dritte Staaten gerichteten Auslieferungsersuchen durchgesetzt werden können.
Kriminalität
Armenien zeichnet sich als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus.
Naturkatastrophen
Armenien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben gibt es beim Geoforschungszentrum Potsdam. external arrow icon
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in dieKrisenvorsorgelisteexternal arrow icon einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweisexternal arrow icon zu beachten.
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