Demokratische Republik Kongo: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

In der Provinz Kivu-Nord sowie inzwischen auch in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes und Grenzgebiet zu Uganda ist es erneut zu mehreren Fällen der Ebola-Virus-Krankheit gekommen, siehe Aktuelle medizinische HinweiseVor Reisen in die betroffene Region wird bereits aus Sicherheitsgründen gewarnt, siehe Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung.
Deutsche Staatsangehörige, die nicht beruflich mit der Bekämpfung des Ausbruchs beschäftigt sind, werden vorsorglich aufgerufen, die Region zu verlassen.
Nachdem das verfassungsgemäße Ende der zweiten Amtszeit von Präsident Kabila am 19. Dezember 2016 überschritten wurde, ist es in Kinshasa und anderen kongolesischen Städten wiederholt zu teilweise gewalttätigen Protesten gegen die Regierung und in deren Folge zu scharfen Gegenmaßnahmen und Festnahmen gekommen. Die kongolesische Wahlbehörde hat als Datum für die Präsidentschafts-, Parlaments- und Provinzwahlen den 23. Dezember 2018 bekanntgegeben. Mit der Bekanntmachung der Einschreibefrist der Präsidentschaftskandidaten haben die Wahlvorbereitungen begonnen.
Es muss jederzeit mit Protesten gerechnet werden, die, wie in der Vergangenheit, in Gewalt ausarten können. Mit weitreichenden Störungen des öffentlichen Lebens und einer hohen Präsenz von bewaffneten Sicherheitskräften muss gerechnet werden.  Auch ohne erkennbaren äußeren Anlass kann es jederzeit zu unvorhersehbaren und sicherheitsrelevanten Ereignissen oder gewalttätigen Ausschreitungen kommen.
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher abgeraten.
Reisende, die sich derzeit in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sollten sich gewissenhaft mit der individuellen Krisenvorsorge auseinandersetzen. Es wird außerdem geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen.  Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.
Der Virunga-Nationalpark im Osten des Landes wurde am 4. Juni 2018 bis vorerst Ende 2018 für Touristen geschlossen, nachdem es zu mehreren gewaltsamen Zwischenfällen gekommen war. Vor Reisen in die Region wird gewarnt, siehe Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung. Reisende sollten die Schließung unbedingt zur eigenen Sicherheit respektieren und von Besuchen absehen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung

Bei Protesten zu Jahresbeginn 2018 kam es zu Toten und Verletzten, sowie Dutzenden Festnahmen in größeren Städten. Internetdienste und SMS waren über mehrere Tage nicht verfügbar. Auch in der Zukunft ist, im Vorlauf von erwarteten Protesten, mit einer kurzfristigen Abschaltung dieser Dienste zu rechnen.
Neben Straßensperren auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt werden diese derzeit im Stadtgebiet von Kinshasa eingerichtet, ab den frühen Abendstunden vermehrt.  Sie sind nicht immer als solche erkennbar, längere Wartezeiten können auftreten.
Vor Reisen in die östlichen und nordöstlichen Landesteile sowie die Kasai- und Lomami-Provinzen der Demokratischen Republik Kongo wird gewarnt.
Dies gilt in besonderem Maße für die Provinzen Bas-Uele, Haut-Uele, Tshopo, Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Maniema, Tanganyika, Haut-Lomami, Haut-Katanga (nur nördliche Gebiete), Lomami, Kasai, Kasai-Central und Kasai Oriental.
In diesen Provinzen finden immer wieder Kämpfe zwischen den kongolesischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen statt. Seit dem 22.12.2017 führt die ugandische Armee Angriffe auf Stellungen von Rebellen im Nord-Kivu aus. Die daraus resultierende Flüchtlingsbewegung führt zu weiterer Instabilität in der Region. Ein Aufenthalt in diesen Gebieten muss unbedingt durch ein tragfähiges Sicherheitskonzept abgesichert sein. In den anderen Landesteilen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.
Kriminalität
Für die Städte in der Demokratischen Republik Kongo gelten die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen (unauffälliges Verhalten, kein teurer Schmuck oder extravagante Kleidung, Meiden unsicherer Stadtviertel, Zurückhaltung beim Fotografieren, Ausgehen nie alleine, sondern nur in kleinen Gruppen mit lokaler Begleitung usw.).
Wiederholt ereigneten sich in Kinshasa bewaffnete Überfälle auf Ausländer, bei denen das Opfer unter einem Vorwand in ein Auto gedrängt und dann ausgeraubt wurde. Die Täter gaben sich dabei als Sicherheitskräfte aus.
Straßenkinder (sog. „shégués“) fallen durch aggressives Betteln an stark belebten Orten und im zähfließenden Straßenverkehr auf. Darüber hinaus gibt es in manchen Stadtvierteln jugendliche Straßenbanden, die bewaffnete Überfälle ausführen.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgelisteexternal arrow icon einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweisexternal arrow icon zu beachten.
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