Neue Bevölkerungsprognose für Potsdam – Dynamische Entwicklung der Stadt bleibt weiter auf hohem Niveau

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl in der Landeshauptstadt schreitet
weiter mit großen Schritten voran. Nach der heute vorgelegten neuen
Bevölkerungsprognose für Potsdam wächst die Einwohnerzahl, ausgehend
von einer Bevölkerungszahl von 171.597 im Basisjahr 2016, bis zum Jahr
2035 auf 220.100 Einwohnerinnen und Einwohner. Oberbürgermeister Jann
Jakobs: „Unsere neue Bevölkerungsprognose trägt den aktuellen
Entwicklungen Rechnung. Sie zeigt nach wie vor das Szenario einer
wachsenden Stadt, deren Herausforderungen wir uns stellen werden.
Deshalb gilt es nun die Zahlen für unsere Arbeit zu übersetzen und in
die Fachplanungen für die Themen Wohnen, Verkehr, Kita und Schule zu
integrieren.“

Die Bevölkerungsprognose der Landeshauptstadt Potsdam stellt ein
wichtiges Instrument für die strategische Steuerung der Stadtentwicklung
dar, die durch verschiedene Handlungsfelder getragen wird. Ihre
Neuberechnung mit aktuellen Daten wurde aufgrund der immer dynamischeren
Bevölkerungsentwicklung und des Zuzugs von Geflüchteten in den Jahren
2015 und 2016 erforderlich. Ausgehend von einer Bevölkerungszahl von
171.597 Einwohnern im Basisjahr 2016 zeigt die unter Federführung des
Bereiches Statistik und Wahlen neu berechnete Prognose eine deutlich
stärkere Bevölkerungsentwicklung als bisher angenommen.

So wird die Landeshauptstadt unter Berücksichtigung der
demographischen, wirtschaftlichen, sozialen und städtischen
Entwicklungspotenziale in nicht einmal 10 Jahren die Marke von 200.000
Einwohnern überschreiten. Im Jahr 2025 werden 196.700, 2030 rund 208.200
und 2035, dem letzten prognostizierten Jahr, 220.100 Einwohner in der
brandenburgischen Landeshauptstadt leben. Gegenüber 2016 bedeutet das
ein Plus von rund 48.000 Einwohnern bzw. 28,3 Prozent. Die Ergebnisse
der neu berechneten Bevölkerungsprognose fallen somit höher aus (+11
Prozentpunkte) als bei der zuletzt erstellten Berechnung mit den
Basisdaten von 2014. Diese hatte für das Jahr 2035 insgesamt rund
198.000 prognostiziert.

Dieses Wachstum hätte einem Plus von absolut rund 34.600 Einwohnern
bzw. 21,2 Prozent gegenüber 2014 entsprochen. Die aktuelle
Bevölkerungsprognose berücksichtigt höhere Volumina, die die
Außenwanderung nach Potsdam betreffen. Die Zuwanderung ist das
entscheidende Kriterium für die dynamische Bevölkerungsentwicklung. Ihre
enorme Wirkung auf die Einwohnerzahl der Stadt zeigte sich bereits in
der jüngeren Vergangenheit Potsdams: Allein zwischen 2010 und 2016
sorgte die Außenwanderung neben einem leicht positiven natürlichen Saldo
für ein Bevölkerungswachstum von über 16.000 Personen bzw. +10,5
Prozent.

Bei einer wachsenden Einwohnerzahl steigt zwar auch die Anzahl der
Wegzüge an, allerdings wird der Wanderungssaldo stets deutlich
positiv ausfallen (zwischen rund 2 400 und 3 800 Personen pro Jahr bis
2035). Insbesondere die Wanderungsbewegungen aus Berlin nach Potsdam
werden in den kommenden Jahren noch ansteigen bzw. auf dem konstant
hohen Niveau der jüngeren Vergangenheit bleiben. War der Wanderungssaldo
mit der benachbarten Bundeshauptstadt Berlin vor einigen Jahren noch
relativ ausgeglichen, betrug er 2016 bereits rund +1 000 Personen:
Während rund 1 600 Potsdamerinnen und Potsdamer nach Berlin zogen,
wählten rund 2 600 Berlinerinnen und Berliner die umgekehrte Richtung
für die Wahl ihres Hauptwohnsitzes. Auch für andere Herkunftsgebiete,
wie dem Ausland (ohne geflüchtete Personen) oder den alten
Bundesländern, sind wachsende Wanderungssalden identifizierbar, die
in die aktuellen Prognoseannahmen eingeflossen sind.

Weiterhin werden in der aktuellen Bevölkerungsprognose leicht steigende
Geburtenraten und eine leicht höhere Lebenserwartung für die
Prognosejahre angenommen. Allerdings können auch die steigenden
Geburtenzahlen die Zahl der Sterbefälle mittel- und langfristig nicht
ausgleichen. Die positive natürliche Bevölkerungsentwicklung Potsdams,
wie in der jüngeren Vergangenheit beobachtet, wird somit stoppen. Die
neuen Prognoseergebnisse zeigen zudem, dass es zu einer relativ großen
Umverteilung der Bevölkerung innerhalb der Stadt kommen wird, die durch
den Neubau von Wohnungen und durch die Alterung der Bevölkerung
ausgelöst wird. Der aktuelle Planungsstand mit Neubauten für 34.000
Personen ist ebenfalls in die Prognoseannahmen eingeflossen. Aktuelle
Analysen zeigen, dass die Neubauquartiere bei den Personen, die von
außen in die Stadt ziehen, sehr beliebt sind. So werden neu
errichtete Einfamilienhäuser zu 46 Prozent und Mehrfamilienhäuser zu 58
Prozent durch außerstädtische Zuzüge gefüllt, die andere Hälfte durch
die Potsdamer Bevölkerung selbst.

Zurzeit werden alle Annahmen und Ergebnisse der Bevölkerungsprognose
vom Bereich Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Potsdam
aufbereitet. Diese werden im ersten Quartal 2018 in der Reihe
Statistischer Informationsdienst veröffentlicht.

Amerikanischer Abend mit Gästen aus Sioux Falls

Mount Rushmore National Memorial (© Landeshauptstadt Potsdam/Sigrid Sommer)

Am 16. Januar 2018, 18 Uhr findet im Raum Schwarzschild der
Wissenschaftsetage im Bildungsforum Potsdam ein amerikanischer Abend
statt. Anlass ist der Besuch dreier Studierender aus Potsdams
Partnerstadt Sioux Falls, die seit dem 3. Januar 2018 in der Stadt sind,
um ihre vorlesungsfreie Zeit, den sogenannten J-Term, für Praktika zu
nutzen. Gemeinsam mit Freunden und Akteuren der Städtepartnerschaft soll
ein Abend in gemütlicher Atmosphäre verbracht werden, um sich über
Neuigkeiten und mögliche Projekte und Begegnungen auszutauschen. Wer
Interesse an den deutsch-amerikanischen Beziehungen hat, ist herzlich
eingeladen, ebenfalls teilzunehmen.

Die drei Studierenden lernen im Nebenfach Deutsch und möchten mit dem
Praktikum die Gelegenheit wahrnehmen, ihre Sprachkenntnisse zu erproben
und zu verbessern. Diese Form des Austausches mit der Augustana
University Sioux Falls besteht bereits seit dem Jahr 2006. Untergebracht
sind die jungen Leute dabei traditionell in Gastfamilien, um möglichst
viel von der Lebensweise und der Kultur des Landes mitzubekommen. Auch
in diesem Jahr ist es wieder gelungen, passende Familien und
Praktikumsplätze zu finden. Die angehende Lehrerin Katie Winckler
absolviert ihr Praktikum am Gymnasium Hermannswerder. Schulleiter Leif
Berling war im letzten September gemeinsam mit der Delegation von
Oberbürgermeister Jann Jakobs in Sioux Falls, um eine
Schulpartnerschaft mit der dortigen Washington High School aufzubauen.
Der Kunststudent Connor Bergh kann in dem dreiwöchigen
Potsdam-Aufenthalt das Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum
unterstützen. Dabei hat er die Möglichkeit, Künstler kennenzulernen,
Ausstellungen mit vorzubereiten und bei der Organisation von
Veranstaltungen mitzuwirken. Pflegestudentin Kristina Ritschard macht
ihr Praktikum im Klinikum Ernst von Bergmann. Der medizinische
Geschäftsführer Prof. Dr. med. Hubertus Wenisch gehörte ebenfalls zur
Oberbürgermeisterdelegation in Sioux Falls, um die Kontakte im
medizinischen Bereich zu vertiefen. Am 23. Januar machen sich die drei
wieder auf den Heimweg.

Stabwechsel im Wissenschaftspark Potsdam-Golm – Verabschiedung von Standortmanager Friedrich Winskowski

Der langjährige Standortmanager für den Wissenschaftspark Potsdam-Golm,
Friedrich Winskowski, hat zum Jahreswechsel seine Funktion als
Geschäftsführer niedergelegt. Heute fand im GO:IN unter Anwesenheit
von Oberbürgermeister Jann Jakobs seine feierliche Verabschiedung statt.

Oberbürgermeister Jann Jakobs bei der Verabschiedung: „Friedrich
Winskowski ist es als Geschäftsführer des Standortmanagements gelungen,
den Wissenschaftspark auf die Gewinnerstraße zu bringen. Damit hat er
sich um den Wissenschaftsstandort Potsdam verdient gemacht. Er hat mit
viel Herzblut und als Gesellschafter auch mit eigenem Geld dafür
gesorgt, dass Golm ein wirklich gut bestelltes Feld ist.“

Friedrich Winskowski war Mitinitiator, Gesellschafter und
Geschäftsführer der im Jahr 2008 gegründeten GO:INcubator GmbH
sowie der Standortmanagement Golm GmbH. In seiner Funktion als
Geschäftsführer hat er die Entwicklung des Wissenschaftspark in den
letzten 10 Jahren in entscheidender und erfolgreicher Weise mit
gestaltet und geprägt. So leistete er als Interessenvertreter der
ansässigen Unternehmen und Institutionen wichtige Beiträge zur
Weiterentwicklung des Standortes, etwa in den Bereichen Infrastruktur,
Flächenmanagement und Marketing. Darüber hinaus ist es ihm in besonderer
Weise gelungen, eine positive Identifikation mit dem Wissenschaftspark
bei den Nutzern und den Anrainer zu prägen, aber auch den Standort im
Bewusstsein der Stadt- und Landespolitik fest zu verankern.

Für seine Arbeit als Standortmanager konnte Friedrich Winskowski auf
viele Berufsstationen und einen breiten Erfahrungsschatz aufbauen: Von
Anfängen als Berufsschullehrer bis hin zum

Geschäftsführer eines großen deutschen Konzerns. Nebenbei war und ist
Winskowski aber auch stets ehrenamtlich und gesellschaftlich engagiert.
Zurzeit etwa als Ortsvorsteher von Eiche, als Mitglied in der
Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. oder im Lions Club.

Ab dem Jahr 2018 sollen die Aktivitäten des Standortmanagements für den
Wissenschaftspark Potsdam-Golm deutlich ausgeweitet werden. Die
notwendigen Voraussetzungen für diesen Ausbau wurden durch ihn in
maßgeblicher Weise mit initiiert und geschaffen. Auf diesem Fundament
kann auch seine Nachfolgerin aufbauen: Neue Standortmanagerin ist seit
dem 1. Januar 2018 Agnes von Matuschka.

Workshopreihe zur Zukunft der Potsdamer Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet

Über die Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Potsdamer
Mitte wurde heute beim ersten von insgesamt drei Szenario-Workshops
diskutiert. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus der
Stadtverordnetenversammlung und -verwaltung, des Sanierungsträgers
Potsdam und der Stiftung Garnisonkirche Potsdam nahmen auch zehn
Vertreter der Potsdamer Kultur- und Kreativwirtschaft am Auftaktworkshop
teil.

Oberbürgermeister Jann Jakobs bezeichnete das Verfahren des Workshops
in seiner Eröffnungsrede als ergebnisoffen und appellierte an die
Aufgeschlossenheit und Kompromissbereitschaft aller Teilnehmenden:
„Möglicherweise steht am Ende dieses Prozesses eine Lösung, die
sich jetzt noch niemand hier vorstellen kann.“

Ziel des ersten Termins war es, Einflussfaktoren für mögliche Szenarien
in der Entwicklung des kulturellen und kreativen Umfeldes in Potsdam zu
erkennen und zu beschreiben. In der offenen und konstruktiven Diskussion
erarbeiteten die Teilnehmer dabei wichtige Grundlagen für die
Szenarien.

Um die inhaltliche Ausprägung dieser Einflussfaktoren geht es im
zweiten Termin am 12. Februar, bevor sich die Teilnehmer im letzten
Workshop am 24. Februar 2018 der Entwicklung verschiedener Szenarien
widmen.

Emma und Paul sind die beliebtesten Vornamen für Kinder in Potsdam

Die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Potsdam im Jahr 2017 sind
Emma und Paul. Das geht aus dem Register des Standesamtes der
Landeshauptstadt hervor. „Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2978
Babys im Geburtsregister der Landeshauptstadt eingetragen“, sagt der
zuständige Beigeordnete Mike Schubert. „Damit sind wir nach den 2992
Neugeborenen im Jahr davor erneut nur knapp unter der 3000-Kinder-Marke
geblieben“, so Schubert weiter. Das natürliche Saldo der Bevölkerung
betrug im Vorjahr 633 – es wurden im Jahr 2017 als 633 Kinder mehr
geboren als Einwohner verstorben sind

Bei den Jungen ist Paul nach 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 bereits
zum sechsten Mal innerhalb eines Jahrzehnts der beliebteste Jungenname
in Potsdam. In dem Ranking des vergangenen Jahres folgen die Namen Ben,
Felix, Jonas und Oskar auf den Plätzen 2 bis 5.

Emma ist bei Eltern als Name für ihr Mädchen ebenfalls seit Jahren sehr
beliebt. 2010 nannte die meisten Eltern ihr Kind Emma, in den Jahren
2009, 2011, 2012 und 2014 war er auf Position 2 der Namen-Hitliste. Im
vergangenen Jahr folgen Emilia, Charlotte, Johanna und Lina auf dem
Plätzen 2 bis 5.

„Es wurden wie in den Vorjahren auch alle von den Eltern
vorgeschlagenen Namen für ihr Kind auch anerkannt“, sagt Schubert.
„Natürlich gibt es Namen, die nicht alltäglich sind. Aber das ist
auch gut so“, sagt Schubert. Seltene Namen bei Jungs waren im Vorjahr
beispielsweise Aos, Bente, Cajus, Derk, Floki, Haroon, Jonne, Myrtil,
Nate, Solino und Tane. Bei den Mädchen sind es Beeke, Chameen, Dilda,
Eywa, Fenneke, Jeltje, Marjolein, Nessaja, Sonea, Teelke, Yamuna und
Zoi.

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