Nächste Entwicklungsphase des Wohngebietes „Am Friedhof“

Schulwegeverbindung zur Grundschule „Regenbogenschule“ wird gesichert

In der Stadtverordnetenversammlung am 31. Januar 2018 legt die
Verwaltung den Stadtverordneten die Beschlussvorlage zur Auslegung zum
Bebauungsplanentwurfes Nr. 132 „Am Friedhof“ (OT Fahrland) vor. Das
zum Entwurf zugehörige städtebauliche Konzept sieht 53 Baugrundstücke
vor, deren Größen zwischen 500 und 850 Quadratmetern liegen. Jeder
geplanten Wohneinheit wird ein Garten zugeordnet. Eine homogene Struktur
des Plangebiets wird durch die Vorgartenzone gewährleistet, welche
anhand der Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten werden muss.

„Mit dieser kleinteilig differenzierten Planung entwickeln wir die
städtebaulichen Strukturen des Ortsteils Fahrland behutsam weiter.
Auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur und die Wegeverbindung zur
Grundschule können so gesichert werden“, sagt Bernd Rubelt,
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt. „Die Beschränkung
der Gebäude auf drei Vollgeschosse soll die in der Umgebung liegenden
Landschafts- und Naturräume berücksichtigen.“

Ziel der Planung ist die Stärkung der bereits vorhandenen Wohnfunktion
mit Hilfe der Entwicklung eines Wohngebietes, welches eine Bebauung aus
Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern vorsieht und sich somit in die
dörflichen Strukturen des Ortsbildes einfügt. Durch die Anordnung
der Wohngebäude und die Festsetzungen des Bebauungsplans soll ein
schonender Übergang in die angrenzenden Landschaftsräume ermöglicht
werden. Ein weiteres wesentliches Planungsziel im Zuge des
Bebauungsplanverfahrens ist die Errichtung bzw. Unterbringung eines Geh-
und Radweges, um eine sichere Schulwegeverbindung zur ortsansässigen
Grundschule „Regenbogenschule“ gewährleisten zu können. Der Erwerb der
Fläche durch die Stadt und die Herstellung des Schulweges, welcher als
Rad- und Fußweg ausgewiesen werden soll, wurde bereits in einem
schlussabgestimmten Vertrag mit dem Investor des Bebauungsplanverfahrens
gesichert. Ebenfalls über den städtebaulichen Vertrag geregelt sind die
Kosten, die der Wohnungsbauinvestor entsprechend der „Richtlinie zur
sozialgerechten Baulandentwicklung in der Landeshauptstadt Potsdam“
(kurz: Potsdamer Baulandmodell) anteilig zu leisten hat. Diese Kosten
werden für die durch ein Neubauvorhaben verursachten Bedarfe für soziale
Infrastruktur (Plätze in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen)
gesichert.

Mit der geplanten Neubebauung in Fahrland soll weiterhin eine ordnende
Funktion im Hinblick auf die aktuelle städtebauliche Situation
angestrebt werden, welche momentan durch brach gefallene und zum großen
Teil von Wildwuchs gekennzeichneten Flächen geprägt wird. Außerdem ist
die Vernetzung des Bebauungsplangebiets zu den angrenzenden
Siedlungsflächen ein übergeordnetes Ziel des Bebauungsplans.

Am 5. Dezember 2012 fasste die Stadtverordnetenversammlung den
Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 132 „Am Friedhof“ (OT
Fahrland). Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorentwurf
wurde bereits im Juli 2014 durchgeführt. Die während dieser Zeit
vorgebrachten Stellungnahmen wurden inzwischen geprüft, berücksichtigt
und ggf. in die Planung zum Entwurf des Bebauungsplans eingearbeitet.
Der nächste Schritt des Verfahrens wird dann die förmliche
Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung sein. Hier erhalten
betroffene Behörden, Anwohner und Bürger Fahrlands erneut die
Möglichkeit, Stellungnahmen und Äußerungen zur Planung des Entwurfs
abzugeben.

Verkehrsprognose für die Woche vom 22. bis 28. Januar 2018

Templiner Straße
Die Templiner Straße ist für die Sanierung der Fahrbahn zwischen
Potsdam und Caputh für den Kfz-Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist über
Caputh, Michendorfer-Chaussee ausgewiesen.
Fußgänger / Radfahrer können innerhalb der gesamten Bauzeit weiterhin
die Templiner Straße nutzen – eine gesicherte Führung wird jederzeit
gewährleistet.

Stahnsdorfer Straße
Die Stahnsdorfer Straße ist in Höhe Rotdornweg für die Herstellung von
Hausanschlüssen voll gesperrt.

Berliner Straße – Nebenfahrbahn
Für die Herstellung von Hausanschlüssen ist die Nebenfahrbahn der
Berliner Straße in Höhe Rembrandtstraße voll gesperrt.

Aktuelle Informationen zur Verkehrssituation finden Sie auf
www.mobil-potsdam.de

Naturkundemuseum Potsdam zieht Bilanz

Seit zwei Jahren steigende Besucherzahlen/ Kinder und Jugendliche
zahlreich vertreten

Das Naturkundemuseum Potsdam begrüßte im vergangenen Jahr 26.217
Besuchende. Seit zwei Jahren steigen die Besucherzahlen. In den Monaten
Januar, Februar und Juli kamen die meisten Gäste ins Museum, während die
Monate August, September und Dezember am wenigsten besucht wurden. Unter
den Besuchenden des Museums waren mehr als die Hälfte Kinder und
Jugendliche. Erwachsene hatten mit 11.864 Besuchenden einen
45-prozentigen Besucheranteil. Schüler-, Hort- und Kitagruppen bietet
das Museum einen kostenfreien Eintritt an. Insgesamt kamen mehr als
2.300 Schüler und Schülerinnen.

„Die gezielte Bildungsarbeit mit Kindern ist uns sehr wichtig. Ich
freue mich daher, dass wir als außerschulischer Lernort so gut etabliert
sind. Das vergangene Jahr war ein eindrucksvolles Jahr, was unsere
museumspädagogischen Angebote betrifft. Wir haben 240 Veranstaltungen
und über hundert Führungen für Kitas, Schulen, Hortgruppen durchgeführt.
Darunter allein 18 Führungen durch eine Kooperation mit der Kita
Spatzennest aus Groß Glienicke. Auch die Familienevents waren echte
Magnete, 109 Kindergeburtstage, 23 Ferienprogramme und insgesamt 14 fast
ausgebuchte Taschenlampenführungen zeigen eine deutliche Steigerung zu
den Vorjahren“, stellt der Direktor des Naturkundemuseums Dr. Jobst
Pfaender erfreut fest. Zu den wichtigsten Ereignissen des letzten Jahres
gehörte seine Neubesetzung als Direktor des Museums. Zuvor war er
bereits als kommissarischer Direktor im Museum tätig. Mit Stellenantritt
wurde der erste Teil der Ausstellung „Tierwelt Brandenburgs“
aktualisiert.

Auch die Forschungs- und Citizen-Science-Projekte kamen im vergangenen
Jahr nicht zu kurz. Ein Bürgerprojekt zur Europäischen Gottesanbeterin
wurde anlässlich der Wahl zum Insekt des Jahres 2017 initiiert. Das
Naturkundemuseum Potsdam und die Entomologen des Freundeskreises
Mantidenfreunde Berlin-Brandenburg hatten das Ziel, Bürgerinnen und
Bürger aus Brandenburg und Berlin aktiv an der Suche nach dem Insekt
zu beteiligen. Es gab über 40 Fundmeldungen aus Brandenburg, die zur
Erforschung der Ausbreitung der Gottesanbeterin in der Region beitragen.
Das Projekt wird in diesem Jahr weiter fortgeführt. Mit Unterstützung
des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft in
Brandenburg wurde ein DNA-Barcoding-Verfahren an heimischen
Elritzen-Populationen durchgeführt. Das Museum geht damit der Frage
nach, ob es genetische Unterschiede in den verschiedenen Regionen gibt.
Diese Kenntnisse sind für den Naturschutz und das Fischmanagement
ausschlaggebend. Direkt vor der Haustür, in der Potsdamer Havel und der
Nuthe, untersucht das Museum die Ursachen für die fortschreitende
Invasion osteuropäischer Bachflohkrebsarten. Inzwischen bilden diese
fremden Arten den Großteil der Kleinkrebspopulation in den Potsdamer
Gewässern. Gerade in kleineren Gewässern stoppt die Invasion. Warum
das so ist, soll im Rahmen dieses Projektes geklärt werden.

Das Naturkundemuseum Potsdam beherbergt inzwischen über 460.000
Sammlungsobjekte, darunter viele streng geschützte Tierarten. Neben 15
Wölfen, kamen im vergangenen Jahr neun Fischotter und ein für
Brandenburg besonderes Tier ins Museum: der Elch. Im Jahr 2017 wurden in
Brandenburg vier tote Elche aufgefunden, von denen bislang drei in die
wissenschaftliche Sammlung des Naturkundemuseums Potsdam aufgenommen
wurden.

Geplant ist es, den wenigen in Deutschland vorkommenden Großtrappen
eine größere Präsenz in der Ausstellung zu geben. Die Überarbeitung
dieses Teils der Ausstellung soll die für Brandenburg repräsentative
Vogelart stärker fokussieren und zur Aufklärung beitragen. Besonders das
einzigartige Balzverhalten der Vögel soll in der Ausstellung abgebildet
werden. Bis 2025 wird eine Überarbeitung des Gesamtkonzepts das Ziel
sein. „Die Ausstellungen sollen stärker als Erlebnis wahrgenommen
werden, dazu gehören auch Mitmachangebote, Mehrsprachigkeit, einfache
Sprache, Barrierefreiheit sowie gezielte mediale Angebote“ erklärte
Dr. Pfaender. Die Ausstellung „Tiere gezeichnet!“ mit
Bleistiftzeichnungen von Ralf Wilhelm Schmidt und die Foto-Ausstellung
„Aufatmen. Die Havel erleben“ zogen im vergangenen Jahr viele
Besuchende an. Die Foto-Ausstellung ist noch bis zum 18. März 2018 mit
Aufnahmen von Klemens Karkow und Parwez Mohabat-Rahim zu sehen. Im
September wird in Kooperation mit dem Naturpark Dahme Heideseen eine
Ausstellung in der Treppenhausgalerie entstehen.

Das Museum beteiligt sich in diesem Jahr an einem Inklusionsprojekt,
das pflegebedürftige ältere Menschen mit und ohne Demenz durch ein
sinnesorientiertes Erlebnis im Museum fördert. Initiator für das Projekt
ist der Museumsverband Brandenburg e.V. in Kooperation mit dem
Kompetenzzentrum Demenz. Neben dem Naturkundemuseum Potsdam nehmen auch
das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte und das Museum
Barberini an dem Projekt teil. Zusammen mit professioneller
Unterstützung wird in jedem Museum ein spezielles Angebot für die
Zielgruppe entstehen. Das 2016 entwickelte Integrationsprojekt für
Geflüchtete Schülerinnen und Schüler der Weidenhof Grundschule in
Potsdam wurde weitentwickelt. Der neue Museumskoffer „Tierisch in
Bewegung“ wird 2018 für die selbstständige Nutzung und zur praktischen
Projektdurchführung mit Schülern und Lehrenden der Weidenhof Grundschule
Potsdam eingesetzt.

Weitere Informationen zum Naturkundemuseum Potsdam sowie den
Ausstellungen und Veranstaltungen finden Sie unter:
www.naturkundemuseum-potsdam.de

Neue RAW-Halle in Potsdam wird zum IT- und Innovationsstandort

Das Berliner Projektentwicklungsunternehmen Trockland plant gemeinsam mit internationalen Investoren die Entwicklung eines zentralen Ortes der digitalen Transformation auf dem Potsdamer RAW-Gelände. Das neue Zentrum ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs will eine Brücke zwischen etablierten Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaft und Start-ups, zwischen Marktführern und jungen Herausforderern für die gesamte Hauptstadtregion sein.
Der zukünftige Standort für die Digital-, Medien- und Kreativwirtschaft soll durch die Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsbauten und durch Neubauten auf eine Bruttogeschossfläche von weit über 20.000 m² erweitert werden. Als Projektentwickler mit Fokus auf Immobilien mit historischem Hintergrund wird Trockland in Kürze Architekten aus Potsdam und Berlin zu einer geschlossenen Ausschreibung einladen. Ihre Aufgabe wird sein, die alte Bausubstanz unter Wahrung ihres Charakters in das digitale Zeitalter zu transformieren und mit den Neubauten zu einer Einheit zu verbinden. Die Fertigstellung des Projektes wird für 2021 avisiert.
Das Interesse am zukünftigen Standort ist groß: Bereits vorab haben diverse Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie kleinere und größere Organisationen und Unternehmen der Digital- und Medienwirtschaft den Wunsch geäußert, Räumlichkeiten anzumieten.
„Die Absicht der Investoren, mit dem Erwerb der neuen RAW-Halle einen Innovationshub, also einen Kompetenzort in Sachen ‚IT und Innovation‘ am Standort Potsdam zu schaffen, in dem Gründer und junge Unternehmen Tür an Tür mit gestandenen Unternehmen und Institutionen optimale Rahmen- und Arbeitsbedingungen in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofs finden werden, hat meine volle Unterstützung, äußerte sich Oberbürgermeister Jann Jakobs erfreut. „Das Vorhaben fügt sich in besonderer Weise in die bisherigen Entwicklungen und unsere weiteren Ziele für den Wirtschaftsstandort Potsdam ein. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Ansiedlung in Verbindung mit der Nutzung einer solchen besonderen Immobilie wie der RAW-Halle Potsdams guten Ruf als Innovations- und Kompetenzstandort weiter ausbauen können, so Jakobs weiter.
Der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Hendrik Fischer, begrüßte die Investition: „Allen Beteiligten ist es im engen Miteinander gelungen, eine große Potenzialfläche einer neuen sinnvollen Bestimmung zuzuführen. Damit wird das Potsdamer Stadtzentrum um einen großen Gewerbestandort für Zukunftstechnologien reicher. Wir werden die Entwicklung auf dem RAW-Gelände nach Kräften unterstützen. Ich bin zuversichtlich, dass von diesem Ort eine große Dynamik für die Wirtschaftsentwicklung in der Stadt Potsdam und darüber hinaus auch für die Region  ausgehen wird.
„Wir empfinden es als große Ehre, dass wir dem RAW-Gelände neues Leben einhauchen dürfen. Es ist ein Juwel, welches hervorragend in unser Portfolio passt. Die Entwicklung von historischen Ensembles durch die Verschmelzung von denkmalgeschütztem Bestand und ausdrucksstarker Neubau-Architektur ist für uns immer wieder ein besonderer Ansporn, sagte Heskel Nathaniel, CEO und Geschäftsführer von Trockland.
Heskel Nathaniel weiter: „Welche Stadt wäre geeigneter als Potsdam für einen neuen Digital-Hub? Schon heute ein bedeutender Medien- und Wissenschaftsstandort, punktet Potsdam mit einem klaren Bekenntnis für die digitale Zukunft. Aufgeschlossene Institutionen und Behörden, erstklassige Bildungseinrichtungen, etablierte Technologieunternehmen, kurze Wege, schnelle Entscheidungen die Grundvoraussetzungen für unser Projekt könnten nicht besser sein.
„Wir wollen das RAW-Gelände als innovativen Standort für die digitale Transformation weit über die Grenzen Brandenburgs und Berlins positionieren und als ein Leuchtturmprojekt auf der digitalen Karte Deutschlands erstrahlen lassen, fasste Vitali Kivmann, Sprecher der Investoren deren Zielvorstellung zusammen.

„1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“: Ausstellung in der Potsdamer Mitte eröffnet – viele Veranstaltungen folgen

Am heutigen Sonnabend, 20. Januar 2018, haben Potsdams
Oberbürgermeister Jann Jakobs und die Vorsitzende der
Stadtverordnetenversammlung (SVV), Birgit Müller, zusammen mit ihren
Pendants des Jahres 1993, dem ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Horst
Gramlich und dem ehemaligen Vorsitzenden der SVV, Dr. Helmut Przybilski
die Open-Air-Ausstellung „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ am
Bauzaun vor dem ehemaligen Gebäude der Fachhochschule Potsdam in der
Friedrich-Ebert-Straße eröffnet. Damit startete auch die gleichnamige
Jahreskampagne der Landeshauptstadt.

Die ganzjährige Ausstellung ist der zentrale Anker der Kampagne und
wird bis zum Jahresende von zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Auf
Ausstellungstafeln wird anhand von 17 Themen die Entwicklung Potsdams in
den letzten 25 Jahren gezeigt, wobei bei der Auswahl der Themen kein
Anspruch auf Vollständigkeit bestand, sondern der Fokus auf interessante
Geschichten gelegt wurde. Dr. Sigrid Sommer vom Bereich Marketing
erläutert: „Wir wollen mit der Auswahl der Themen einen Bogen zum
Jahr 1993 schlagen. Wir hatten in diesem Jahr das Millennium gefeiert.
In das Jahr 1993 fielen aber auch die Räumung eines besetzten Hauses in
der Gutenbergstraße unter Polizeieinsatz oder die Auseinandersetzung um
Kohle oder Gas für ein neues Heizkraftwerk. Uns war wichtig, nicht nur
die Innenstadt in die Betrachtung zu ziehen, sondern viele Bereiche der
Stadt.“ Der Historiker Dr. Johannes Leicht hat die Themen
recherchiert; grafisch umgesetzt wurden sie durch den Potsdamer Grafiker
Peter Rogge, der die Philosophie der Ausstellungsgestaltung erklärt:
„Wir haben in der Ausstellung mehrere Betrachtungsebenen geschaffen.
Große Überschriften, die neugierig machen sollen, und großflächige
Bilder können bereits von weitem und im Vorbeifahren erfasst werden und
sollen Interesse wecken. Für Fußgänger, die etwas Zeit mitbringen, gibt
es Bildunterschriften und erklärende Texte sowie aktuelle und
historische Fotos zum jeweiligen Thema.“

Der Begleitflyer zur Ausstellung ist am Bauzaun erhältlich und
verweist, genau wie die Internetseite ‚1000 Jahre und ein
Vierteljahrhundert‘ unter potsdam.de/1025jahre auf Veranstaltungen.
„Mit diesen Angeboten, deren Formate bewusst sehr vielseitig sind,
möchten wir mit den Potsdamerinnen und Potsdamern sowie unseren
Gästen ins Gespräch kommen und die Themen vertiefen und erweitern“,
erläutert Sigrid Sommer. Der touristische Dienstleister, die Potsdam
Marketing und Service GmbH (PMSG), bietet an jedem 3. Samstag im Monat
eine Führung durch einen Potsdamer Stadtteil an. Am 27. März wird
ergänzend zur Tafel „Heißer Herbst 1993 – Energie für Potsdam“ der
‚Potsdamer Klimadialog‘ in der Urania Potsdam auf das Thema: „Vom
Kohlestreik zum Masterplan Klimaschutz“ eingehen. Passend zur Tafel
„Schöner Wohnen – Lebensqualität in der Platte“ findet am 21. und
22. März die Stadtteiloper in der Gartenstadt Drewitz statt. Zu einem
Blick hinter die Kulissen des Neuen Marktes (Thema „Barock und
Moderne“) laden am 21. September die wissenschaftlichen
Einrichtungen vor Ort und das Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte mit Kurzführungen und Präsentationen ein. Die Sanierung der
Schiffbauergasse und die Etablierung der Kunst- und Kulturszene an
diesem Standort ist Thema des Tages der Städtebauförderung am 5. Mai,
der vor Ort stattfinden wird. Am 20. Oktober wird es zudem eine Führung
„Vom Schiffbau zum Kulturstandort“ geben. Somit wird der Bezug zur
Tafel „22. September – Kunst und Kultur“ hergestellt. Auch das Thema
Film wird mit einer Veranstaltung vertreten sein: die Filmuniversität
Babelsberg KONRAD WOLF und das Deutsche Filmorchester Babelsberg, das in
diesem Jahr auf eine 100-jährige Tradition, seinen 25. Geburtstag sowie
sein 10-jähriges Jubiläum am Standort Babelsberg zurückblicken kann,
präsentieren zusammen mit der Landeshauptstadt Potsdam am 2. November
„Filmuni meets Filmorchester“ im Nikolaisaal Potsdam, wo studentische
Filmbeiträge der letzten 25 Jahre musikalisch live begleitet werden.
Erfreulich ist auch, dass die Jahreskampagne den Impuls für neue
Veranstaltungsformate geliefert hat: Passend zur Tafel „Ein Apfel pro
Tag – Welterbe-Obst“ hat der Förderverein Museum Alexandrowka e.V.
ein Apfelblütenfest vom 27. – 30. April sowie ein Apfelfest vom 29.
– 30. September in der Russischen Kolonie Alexandrowka geplant.

„Schon jetzt spüren wir ein großes Interesse der Potsdamerinnen und
Potsdamer an diesen Themen“ sagte Dr. Sigrid Sommer am Rande der
Ausstellungseröffnung. „Viele, die schon lange Jahre in Potsdam leben,
erinnern sich an die aufregende Zeit der 1990er Jahre, die die Stadt vor
große Herausforderungen stellte und viele Diskussionen in der
Stadtgesellschaft auslöste. Einerseits ging mit der Verleihung des
UNESCO-Welterbestatus für die Potsdamer Schlösser und Parks 1990 eine
große Verantwortung für den Erhalt dieser Kulturdenkmäler einher,
andererseits hatte die Stadt dringenden Handlungsbedarf bei Themen wie
Wohnungsbau und Stadtsanierung; so gab es Konflikte um die
Eigentumsverhältnisse von verfallenen und besetzten Häusern,
beispielsweise in der Gutenbergstraße oder dem Holländischen Viertel.
Unsere Ausstellung und vor allem auch die begleitenden Veranstaltungen
erinnern daran, wie viel sich im Stadtbild und auch in der Stimmung der
Stadt in relativ kurzer Zeit seit Potsdams 1000-Jahr-Feier 1993
verändert hat. Dies ist auch für Potsdams Neubürger spannend und
hilft vielleicht dabei, aktuelle Geschehnisse und anstehende
Entscheidungen besser zu verstehen.“

Details zur Ausstellung in deutscher und englischer Sprache sowie
Informationen zu weiteren Veranstaltungen der Jahreskampagne gibt es
unter www.potsdam.de/1025jahre

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