Gemeinsam gegen Straftaten und Schadensfälle in Brandenburg

Polizei und Verbraucherzentrale kooperieren für mehr Sicherheit

Die Verbraucherzentrale und das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg arbeiten ab sofort enger zusammen. Gemeinsam wollen die Partner Verbraucher vor Vermögens- und Internetkriminalität schützen.

Der Polizeipräsident des Landes Brandenburg, Hans-Jürgen Mörke, und der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg, Dr. Christian A. Rumpke, haben eine Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit unterschrieben: „Die Verhütung von Vermögens- und Eigentumskriminalität durch Aufklärung und Information der Verbraucher ist gemeinsames Anliegen von Polizei und Verbraucherzentrale“, betonten beide Kooperationspartner.

Verbraucherzentrale und Polizei erhalten durch ihre vielen Bürgerkontakte im Rahmen von Beratungsgesprächen und Anzeigenaufnahmen wertvolle Hinweise und Ansätze für eine gemeinsame Präventionsarbeit. „Insbesondere in der digitalen Welt haben wir es mit immer neueren Methoden von Betrügern und Abzockern zu tun. Ein gemeinsamer Handlungsschwerpunkt wird z.B. die verstärkte Aufklärung im Bereich der Cyberkriminalität sein“, so Rumpke. „Auch offline gibt es viele gemeinsame Themen, vom Enkeltrick bis hin zu unseriösen Inkasso-Unternehmen oder Schlüsseldiensten. Über diese Phänomene werden wir uns zukünftig ebenso austauschen“, so Mörke.

Sowohl der Verbrauchschutz als auch die Polizei haben in den letzten Jahren bereits mit Infoständen oder bei Aktionstagen in Schulen  im Land Brandenburg zusammengearbeitet. Dies wollen die Partner mit der Kooperationsvereinbarung  intensivieren.

Die konkreten Pläne der künftigen Zusammenarbeit umfassen u.a. gemeinsame Aktionen zu den Themen Internet-Kriminalität, Datenschutz, unseriöse Inkasso-Unternehmen, deutsch-polnischer Verbraucherschutz oder z.B. auch Einbruchsschutz. Zudem werden die Kontakte zwischen Verbraucherzentrale und Polizei in den Regionen intensiviert, um auch die regionalen Schwerpunkte zu berücksichtigen.

Weitere Informationen und Tipps zu aktuellen Abzockmaschen finden Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke, unterwww.polizei.brandenburg.de/liste/informationen-rund-um-das-thema-betrug/416294 oder unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/.

Aktuelle Informationen finden Sie auch in den Auftritten der Verbraucherzentrale und der Polizei in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.

Billig-Kleidung aus Asien: Marktwächter raten zur Vorsicht beim Online-Shopping

Brandenburger Marktwächterexperten testen Billig-Angebote für Kleidung aus Asien

Wer beim Kleidung Einkaufen im Netz nach Schnäppchen sucht, stößt schnell auf erstaunlich günstige Angebote aus Fernost. Die dort abgebildeten Fotos und Beschreibungen zeigen tolle Materialien und perfekte Passformen zu unglaublichen Preisen. Wie eine Umfrage des Marktwächters Digitale Welt zeigt, hat knapp die Hälfte der Internetnutzer bereits in Shops bestellt, die aus Asien versenden. Wenn die Ware dann jedoch zuhause ankommt, sind die Verbraucher ernüchtert, denn oft haben die versendeten Kleidungsstücke wenig mit den Bildern auf der Webseite zu tun. Das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg hat mehrere solcher Shops getestet und warnt: Wer billige Kleidung aus Asien bestellt, muss häufig mit einer Enttäuschung rechnen.

Pullover für fünf, oder Kleider für 21 Euro – mit unschlagbaren Preisen drängen Online-Händler aus Asien in den deutschen Markt und bieten Textilien zu bemerkenswert günstigen Preisen an. Solche Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Marktwächters Digitale Welt* haben knapp die Hälfte aller Internetnutzer schon einmal Produkte im Internet eingekauft, die aus Asien versendet wurden. Jedem zweiten Befragten war bei Bestellung jedoch nicht bewusst, dass sie Ware aus Asien einkauften. Wie Verbraucherbeschwerden aus dem Frühwarnnetzwerk der Marktwächter zeigen, kommen besonders günstig angebotene Textilwaren aus asiatischen Online-Shops oft verspätet, gar nicht oder in schlechter Qualität beim Kunden an. Viele der Händler versenden direkt aus Asien, andere haben ihre Lager bereits in europäischen Ländern stationiert oder nutzen europäische Import-Export-Firmen für den Versand.

Das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg hat daraufhin Online-Shops getestet, die diese asiatischen Textilien vertreiben – mit äußerst durchwachsenem Ergebnis: Die bestellte Kleidung war oft schlecht geschnitten, teils mangelhaft gekennzeichnet und die Rückabwicklung machte immer wieder Probleme.

Schlechte Qualität und falsche Materialien

In neun Online-Shops haben die Marktwächterexperten Testkäufe durchgeführt und anschließend 13 Kleidungsstücke in Augenschein genommen. Die Preise der getesteten Textilien lagen dabei zwischen fünf und 62 Euro. „Beinahe jedes der bestellten Kleidungsstücke war deutlich kleiner oder enger als in der jeweiligen Beschreibung auf den Webseiten angegeben. Zehn der 13 getesteten Kleidungsstücke wiesen zudem teils erhebliche Mängel in der Verarbeitung oder im Schnitt auf. Darüber hinaus bestanden in vier Fällen die Textilien aus völlig anderen Materialien als im Webshop angegeben. So wurden Kleider auf der Webseite etwa mit Baumwolle ausgezeichnet, tatsächlich war deren Material jedoch Polyester“, schildert Dr. Kirsti Dautzenberg, Teamleitung Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Probleme bei Widerruf und Rücksendung

Bei der Mehrzahl der Testkäufe erfolgte die Sendung entsprechend der angegebenen Lieferzeiten auf den jeweiligen Webseiten. Problematisch wurde es bei mehreren Anbietern, als der Kaufvertrag widerrufen wurde. So akzeptierten drei der neun Händler den Widerruf nicht. Vielmehr sei dort eine Rückgabe nur bei Mängeln der Waren möglich. Viermal wurde explizit Auskunft darüber verlangt, aus welchen Gründen der Widerruf erfolgte. Zwei Anbieter lehnten den Widerruf mehrfach ab und offerierten Alternativangebote in Form von Gutscheinen oder einer anteiligen Auszahlung des Warenwertes. Teils haben die Testkäufer fünf- bis siebenmal mit den Anbietern per E-Mail Kontakt aufnehmen müssen, um Angaben für eine Rücksendeadresse zu bekommen.

Bei allen der getesteten Shops muss der Kunde die Rücksendekosten selbst tragen. Gemessen am Einkaufspreis kann das teuer werden, denn einige Shops verlangten die Rücksendung nach Polen, Belgien, Großbritannien oder China. Bis zu 17,99 Euro kostete der Rückversand der Waren. „Wer sich auf die Billig-Angebote solcher Händler einlässt, sollte sich dieser Risiken bewusst sein. Durch hohe Rücksendekosten können sich vermeintliche Schnäppchen schnell aufheben, von dem möglichen Aufwand, überhaupt erst einmal eine Rücksendeadresse in Erfahrung zu bringen ganz zu schweigen“, so Dautzenberg weiter.

Betroffene, die Probleme mit Online-Händlern haben, können sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen wenden. Eine Übersicht der Beratungsstellen ist unter www.verbraucherzentrale.de/beratung zu finden. Verbraucher, die ähnliche Erfahrungen mit Webshops gemacht haben, können dem Marktwächter Digitale Welt hier ihre Beschwerden melden.

Zusätzliche Informationen

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat vom 25.07. bis 15.11.2017 die Angebote von Online-Shops aus Asien untersucht. Dafür wurde in den Shops edressit.com, floryday.com, jjshouse.de, lightinthebox.com, milanoo.com, shein.com, tidebuy.com, vbridal.de und wish.com (9 Online-Shops) Kleidung bestellt. Die Auswahl der Shops erfolgte anhand der Beschwerden im Frühwarnnetzwerk. Insgesamt kauften die Verbraucherschützer 13 Kleidungsstücke, deren Warenwert zwischen 4,75€ und 62,26€ lag. Dabei werteten sie aus, ob die Shops die Lieferzeit einhielten und die Ware ordnungsgemäß kennzeichneten. Zudem bewerteten sie die Qualität der Produkte und testeten den Rückgabeprozess.

*Über die Umfrage: Durchgeführt im forsa.omninet–Onlinepanel; Grundgesamtheit: deutschsprachige Internetnutzer ab 18 Jahren in Privathaushalten in Deutschland; Stichprobe 1.006 Befragte; Untersuchungszeitraum: 16. bis 22. Oktober 2017; statistische Fehlertoleranz: max. +/- 3 Prozent in der Gesamtstichprobe.

 

Über den Marktwächter Digitale Welt:

Der Marktwächter Digitale Welt ist ein Frühwarnsystem mit dem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen den digitalen Markt aus Perspektive der Verbraucher beobachten und analysieren. Grundlage für diese Arbeit sind Verbraucherbeschwerden, empirische Untersuchungen und ein Onlineportal. Mit dem Marktwächter Digitale Welt können auch Aufsichts- und Regulierungsbehörden wie zum Beispiel die Bundesnetzagentur (BNetzA) bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Der Marktwächter Digitale Welt setzt sich aus fünf Schwerpunktverbraucherzentralen zusammen, die jeweils ein Handlungsfeld des digitalen Marktes näher untersuchen: Bayern – Digitale Dienstleistungen, Brandenburg – Digitaler Wareneinkauf, Nordrhein-Westfalen – Nutzergenerierte Inhalte, Rheinland Pfalz – Digitale Güter und Schleswig Holstein – Telekommunikationsdienstleistungen. Der Marktwächter Digitale Welt wird finanziell gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). http://www.marktwaechter.de/digitalewelt

Pflegezusatzversicherung – nicht für jeden das Richtige

Die Verbraucherzentrale Brandenburg informiert, wie Pflegezusatzversicherungen funktionieren, welche Versicherungsformen angeboten werden und worauf Verbraucher beim Abschluss achten sollten.

Wird jemand pflegebedürftig, übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten. Die verbleibenden Kosten müssen die Betroffenen selbst übernehmen. Um diese Lücke zu schließen, kann eine private Pflegezusatzversicherung helfen. „Interessierte sollten sich jedoch stets individuell beraten lassen, ob ein Vertragsabschluss in ihrer Lebenssituation überhaupt sinnvoll ist“, so Rechtsexpertin Sabine Weiß-Gränzer von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Denn der Beitrag der Pflegezusatzversicherung ist abhängig vom Gesundheitszustand, dem Alter bei Vertragsbeginn sowie den gewünschten Leistungen. „Hinzu kommt, dass der monatliche Beitrag für die Versicherung häufig auch im Pflegefall weiterhin bezahlt werden muss“, warnt die Verbraucherschützerin.

Im Wesentlichen gibt es drei Formen der privaten Pflegeversicherung: Die Pflegetagegeld-, die Pflegekosten- und die Pflegerentenversicherung.

Bei der Pflegetagegeldversicherung erhält der Versicherte einen bestimmten Betrag pro Tag zur freien Verfügung, unabhängig davon, ob er zu Hause von Angehörigen, von einem professionellen Pflegedienst oder im Heim gepflegt wird. Die Höhe richtet sich meist nach dem Pflegegrad. Das volle Pflegegeld wird erst ab Pflegegrad 4 oder 5 gezahlt. In den unteren Pflegegraden erhält der Versicherte nur einen anteiligen Tagessatz. Der Beitrag kann im Laufe der Zeit steigen.

Eine Pflegekostenversicherung erstattet bis zu einer vereinbarten Höchstgrenze die nachgewiesenen Pflegerestkosten einer professionellen Pflege zu Hause oder im Heim. Pflegen nur Familienangehörige, zahlt der Versicherer einen monatlichen Betrag. Rechnungen müssen dann nicht vorgelegt werden. Gezahlt wird in der Regel erst ab Pflegegrad 2. Auch bei dieser Versicherungsform können die Beiträge im Laufe der Zeit steigen.

Bei der Pflegerentenversicherung zahlt der Versicherer beim Vorliegen der Pflegebedürftigkeit eine bei Vertragsbeginn festgelegte monatliche Rente. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem Pflegegrad. Sie wird meist ab Pflegegrad 2 gezahlt. Die Rente steht auch hier zur freien Verfügung. Die Beiträge sind bei dieser Form der Zusatzversicherung stabil, dafür ist die Versicherung aber deutlich teurer.

Kommt die eine oder andere Versicherung für Verbraucher in Betracht, kann ein Abschluss auch an Gesundheitsfragen scheitern. Denn bei bestehenden Erkrankungen kann der Versicherer den Vertragsabschluss ganz ablehnen oder zumindest Risikozuschläge erheben oder Leistungen für bestimmte Situationen ausschließen. In diesen Fällen ist es wichtig, zu prüfen, ob die Versicherung sich überhaupt noch lohnt.

Eine Alternative kann manchmal der sogenannte „Pflege-Bahr“ sein, eine staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung. Im Unterschied zu rein privaten Versicherungen fällt hierfür keine Gesundheitsprüfung an, der Versicherer darf Interessenten also nicht abweisen. Die Versicherung wird mit fünf Euro im Monat staatlich gefördert. Der Schutz greift jedoch nur bis zu relativ niedrigen Summen. Deshalb lohnt sich der Pflege-Bahr meist nur als Zusatz zu einem nicht geförderten Tarif.

Kommt eine Pflegezusatzversicherung in Frage, sollten Verbraucher diese vor Vertragsschluss genau prüfen und auf folgende Mindestanforderungen achten:

–       Die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit sollte sich an der Einstufung der gesetzlichen Pflegekassen orientieren

–       Bei stationärer Pflege sollte der Vertrag für den Pflegegrad 2 bis 5 stets den gleichen Leistungsbetrag vorsehen – denn der Eigenanteil im Pflegeheim ist ab Pflegegrad 2 immer der gleiche

–       Bei der Pflege zu Hause sollten die Leistungen identisch sein, egal ob die Pflege durch Angehörige oder professionelle Pflegedienste erfolgt

–       Der Vertrag sollte keine Warte- und Karenzzeiten vorsehen

–       Im Leistungsfall sollte eine Beitragsbefreiung vorgesehen sein

Individuelle Hilfe erhalten Betroffene

–       in der persönlichen Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter  www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/termine,

–       via E-Mailberatung auf  www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/emailberatung

Geschenke und Feuerwerk aus Polen

Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum gibt Tipps

Viele Verbraucher haben Weihnachtsgeschenke in Polen gekauft. Welche Rechte stehen ihnen dort zu? Kann man umtauschen, wenn das Geschenk nicht gefällt? Und was müssen Verbraucher beim Einkauf von Feuerwerk beachten? Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) gibt Tipps.

„In Polen hat man im Laden – genauso wie in Deutschland – kein generelles Umtauschrecht. Passt dem Beschenkten der Artikel nicht, kann man nur auf die Kulanz des Händlers hoffen“, erklärt Dr. Katarzyna Guzenda vom VIZ der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen. Zwar kann man nicht auf die Erstattung des Preises bestehen, aber oft kann man sich z.B. eine andere Ware aussuchen.“

Anders ist es beim Onlineshopping: Wer Geschenke im Internetshops gekauft hat, kann sich bei Nichtgefallen grundsätzlich auf sein Widerrufsrecht berufen. Das gilt sowohl in Deutschland als auch in Polen. Man muss sich aber schnell entscheiden, ob man die Ware behält oder nicht. Hier gilt die 14-tägige Widerrufsfrist, innerhalb dieser Zeit kann die Ware ohne Begründung zurückgegeben werden. „Man muss jedoch beachten, dass der Verbraucher grundsätzlich die Kosten der Rücksendung trägt“, so Guzenda.

Ist die in Polen gekaufte Ware defekt – egal ob online oder im Laden erworben, steht Verbrauchern ein zweijähriges Gewährleistungsrecht zu. In Polen können Verbraucher ihr Geld sofort zurückverlangen, es sei denn, der Verkäufer bietet eine unverzügliche Reparatur oder Austausch gegen eine neue Ware an. „Anders als in Deutschland können Verbraucher nach dem Kauf ein Jahr lang reklamieren, ohne dass sie beweisen müssen, dass der Mangel bereits bei Übergabe der Ware vorhanden war“, so die Verbraucherschützerin. In Deutschland fängt die sogenannte Beweislastumkehr bereits nach einem halben Jahr an.

Nun steht Silvester vor der Tür. Viele kaufen ihr Feuerwerk in Polen. „Bei pyrotechnischen Artikeln ist besondere Vorsicht geboten“, warnt Guzenda. „Verbraucher sollten darauf achten, dass die Artikel auf ihre Sicherheit getestet und entsprechend mit dem CE-Zeichen oder der BAM-Kennzeichnung versehen sind“, rät sie.

Weitere Informationen zu grenzüberschreitenden Verbraucherfragen erhalten Interessierte im

Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum

Karl-Marx-Str. 7

15230 Frankfurt (Oder)

Beratungszeiten: Di u. Do 10-13 u. 14-16 Uhr oder nach Terminvereinbarung.

Termine können auch telefonisch unter 0331-98 22 999 5 (Mo bis Fr 9-18 Uhr) oder per E-Mail an konsument@vzb.de vereinbart werden.

Weitere Tipps zum Einkaufen in Polen gibt es unter www.konsument-info.eu

Video-Streaming führt in Abofalle – Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Online-Plattformen

Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Online-Plattformen

Über das bundesweite Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentralen ist eine Reihe an vermeintlichen Video-Streaming-Webseiten auffällig geworden. Wer versuchte, sich dort für eine kostenlose Testmitgliedschaft zu registrieren, bekam Kosten für ein Abo in Rechnung gestellt. Auch Brandenburger Verbraucher sind betroffen.

Die betroffenen Verbraucher gelangten über ein Pop-up-Fenster auf eine der Webseiten der Betreiber. In der Regel wurde hier mit einem fünftägigen kostenlosen Testabonnement geworben. Für die Nutzung mussten sich die Verbraucher registrieren und dabei neben ihren Adressdaten eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer angeben. Die Betreiber der Webseiten stellten anschließend Kosten für ein Abo in Rechnung und forderten Verbraucher nachdrücklich per E-Mail und auch telefonisch zur Zahlung auf.

Auf fast allen dieser Webseiten gibt es ein Impressum, in dem eines von vier Unternehmen mit Sitz in Großbritannien genannt wird: „Turquoiz Limited“, „Lovelust Limited“, „Bizcon Limited“ und „Anmama Limited“. „Auch Verbraucher in Brandenburg sind betroffen“, berichtet Michèle Scherer, Expertin für Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Wir können Verbraucher nur davor warnen, sich auf einer dieser Webseiten zu registrieren.“

Weitere Informationen zu der Abzockmasche und eine Zusammenstellung der bislang bekannten unseriösen Streaming-Plattformen hat der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen veröffentlicht. Die Marktwächter-Experten haben ihre Erkenntnisse über das Netzwerk mit über 40 vermeintlichen Video-Streaming-Webseiten bereits an die Behörden weitergegeben: https://ssl.marktwaechter.de/pressemeldung/marktwaechterwarnung-dubioses-streaming-netzwerk-lockt-verbraucher-abofalle

Wer rechtliche Fragen zum Streaming von Videos hat, kann sich mit seinem individuellen Anliegen an die Verbraucherzentrale Brandenburg wenden:

–       persönliche Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter  www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/termine,

–       telefonische Beratung unter 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr,
1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie

–       E-Mailberatung auf  www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/emailberatung

 

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher gegenüber Politik und Wirtschaft. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Digitales & Telekommunikation, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht.

Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbrauchern gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf.

Aktuelle Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de und www.facebook.com/vzbrandenburg.

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