Kunst und Kulinarik im Rechenzentrum mit Griechischem Stipendiaten

Kulinarik trifft Kunst // Gastronomen treffen Künstler*innen und Essen an ungewöhnlichen Orten

Am 5. November trafen Gastronomie und Kunst im Rechenzentrum Potsdam während des Workshops „Flavours of Art: Table Deconstructed“, einem Projekt von Dimitri Georgiou, aufeinander.

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Der Workshop und Netzwerkabend begann mit einem Gang durch das unter Denkmalschutz stehende Mosaik von Fritz Eisel “Der Mensch bezwingt den Kosmos”. Im Innennhof begrüßte der „älteste Barkeeper der Stadt” „Hasi“ vom Bar-O-Meter die Teilnehmenden mit einer Auswahl von Aperitifs, die von der Geschichte des RZ und seiner kreativen, vielfältigen Zukunft inspiriert worden sind. Die erste Station im Haus, war das Büro von Kathrin Ollroge, die über ihre Arbeit “Raum für Gedanken” sprach, die kürzlich mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde. Die Köche von Art Gourmet kreierten eine doppelte Vorspeise, die von der Vielfalt und dem konzeptionellen, und auch provokanten Charakter ihrer Arbeit inspiriert wurde. Ein explosiver, gefrorener Salat mit Gurke, Kokosmilch und Kräutern und dann ein roter Salat mit lokalen Kirschtomaten, gegrillten Pflaumen und prallem Salzkristallen. Das Hauptgericht mit drei Sorten: Maultaschen gefüllt mit Schweinefleisch, Hühnchen und Gemüse mit der patentierten würzigen Geilo Sauce von Art Gourmet illustrierte die vielseitige Arbeit von Joanna Waluszko. Joanna, Performerin, Opernsängerin und Soundkünstlerin mit einem Atelier hinter dem Aufzug, hat ihr brandneues Soundsystem während der Verkostung ausprobiert. Nach dem Dinner auf engstem Raum zogen die Teilnehmer weiter in die vierte Etage in das Atelier von Simone Westphal. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihr innovatives Projekt „Post Mortem Felted Club“ (in Zusammenarbeit mit Menno Veldhuis) kennenzulernen. Es bringt Künstler, die für ihre Arbeit gestorben sind, als Gruppe in Form von virtuos gefilzten Puppen auf die Erde zurück. Das Dessert aus einer speziellen Variante von Panacotta, die Kindheitserinnerungen weckte, garniert mit farbiger Zuckerwatte, begleitete diese Impressionen. Die Nacht endete mit Longdrink-Variationen inspiriert vom gesamten Rechenzentrum von Hasi vom Bar-o-meter und in fröhlicher Geselligkeit.

Dimitri Georgiou, Stipendiat des START-Programms der Robert Bosch Stiftung und Initiator des Projekts sagt: „Das Event war experimentell und widersprach den Erwartungen. Mich hat das große Feedback mit Wartelisten gefreut, und dass Berliner dazu extra nach Potsdam reisten. Dadurch, dass die Speisen nach dem Eindruck der Ateliers und Kennenlernen der Künstlerinnen von den Gastronomen extra entwickelt worden sind, konnten die Workshop-Teilnehmer die Arbeit der Künstler besser verstehen und ihr näher kommen. Diese Nacht zeigte so viel Potenzial und es ist der Anfang von mehr.”

Am 16. November verlässt der griechische Stipendiat seine 6-wöchige Wirkungsstätte Rechenzentrum und Potsdam gen Stuttgart, für den nächsten Teil des Austauschprogramms „START – Create Cultural Change”. Diese wurde von der Robert-Bosch Stiftung initiiert um junge gut ausgebildete Griechen bei der Entwicklung und Durchführung eigener Projekte in Griechenland zu unterstützen. Das Rechenzentrum ist einer von 30 Orten bundesweit, die griechische Fellow beherbergten und ihnen Einblick in die soziokulturelle Vielfalt und Arbeit Deutschlands gaben. Das Projekt „Table Deconstructed“ war sein Mini Scale Projekt, das er in den 6 Wochen entwickelt und umgesetzt hat. „START – Create Cultural Change“ ist ein Programm der Robert-Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Gothe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Sozialkultureller Zentren e.V. durchgeführt wird, unterstützt von der John. S. Latsis Public Benefit Foundation und der Bodossaki Foundation. Weitere Informationen finden Sie unter www.startgreece.net

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