Woidke auf der Bezirkskonferenz des DGB Berlin-Brandenburg

DGB-Konferenz: Woidke dankt Doro Zinke und unterstützt

klare Haltung der Gewerkschaften gegen Rechtsextremismus

 

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Gewerkschaften in ihrem couragierten Auftreten gegenüber Rechtsextremisten und Rechtspopulisten bestärkt. Auf der Bezirkskonferenz des DGB Berlin-Brandenburg unterstrich Woidke heute in Potsdam: „In Zeiten erstarkender rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Strömungen müssen sich die Gewerkschaften als starke Partner der Demokratie behaupten und klare Haltung zeigen.“

Die Bezirkskonferenz ist das höchste Gremium des DGB Berlin-Brandenburg und tagt alle vier Jahre. Dabei wird der Bezirksvorsitz neu gewählt. Die langjährige Vorsitzende Doro Zinke trat nicht mehr zur Wahl an. Woidke dankte ihr für ihr Engagement: „Doro Zinke hat die Soziallandschaft in Brandenburg geprägt. Sie beherrscht alle Tonlagen im Kampf um Arbeitnehmerrechte. Die lauten und kämpferischen, aber auch die ruhigen und nachdenklichen. Sie war eine stets konstruktive Gestalterin. So ist es uns als Landesregierung zusammen mit dem DGB gelungen, Brandenburg zum Vorreiter der Sozialpartnerschaft zu machen.“

Anlässlich der Betriebsratswahlen im März sagte er: „Demokratische Mitbestimmung in jeder Form, auch und besonders die betriebliche, ist das Herz unserer Gesellschaft.“ Hintergrund seiner Warnungen vor Rechtsextremismus ist die Tatsache, dass rechtspopulistische und rechtsextremistische Bewegungen versuchen, in Betriebsräte zu dringen. Woidke: „Wir lassen nicht zu, dass Gewerkschaften diffamiert oder unterwandert werden. Der DGB kämpft seit seiner Gründung entschieden gegen rechtes, nationalistisches und menschenverachtendes Gedankengut. Dass die Gewerkschaften 85 Jahre nach der Zerschlagung der Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten heute wieder hetzerischen Angriffen ausgesetzt sind, ist unerträglich. Die Behauptung, die Gewerkschaften würden nicht die Interessen aller Arbeitnehmer vertreten, ist  abstrus und aus historischer Sicht brandgefährlich.“

Woidke weiter: „Betriebliche Mitbestimmung ist ein wesentlicher Beitrag für das Ziel einer ‚Guten Arbeit‘ für alle. Ich freue mich, dass die Wahlbeteiligung mittlerweile deutlich über 80 Prozent liegt. Das zeigt: Die Beschäftigten vertrauen auf ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Viele gute Beispiele aus Brandenburger Unternehmen belegen, dass die Zusammenarbeit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gewinnbringend ist.“ Zugleich lud er die Gewerkschaften zur nächsten Betriebsrätekonferenz am 1. März in die Staatskanzlei ein.

Der Nordwesten lädt zum Fest: Brandenburgtag in Wittenberge – Rheinsberg entdecken als Sportskanone – Tagesvorschaufür Mittwoch, 24. Januar 2018

Der Nordwesten lädt zum Fest: Brandenburgtag in Wittenberge – Rheinsberg entdecken als Sportskanone

 

Berlin – Die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz präsentieren sich am Messetag sechs den Besuchern. Schon seit Jahren gehören die beiden Landkreise zu den Stammgästen auf der Bühne der Brandenburg-Halle 21A. Der Nordwesten Brandenburgs ist mit vielen bedeutenden Namen der brandenburgischen Landesgeschichte verbunden, unter anderem Friedrich II., Fontane oder Karl Friedrich Schinkel. Beide Landkreise stellen auf der Internationalen Grünen WocheAngebote des Landurlaubs und regionale Produkte vor.

 

Gut radeln – gut pilgern – gut speisen in der Prignitz

Die Prignitz ist schon lange kein Geheimtipp mehr unter den Natur-, Kultur-, und Wellnessliebhabern. Die Reiseregion zwischen Meyenburg und Rühstädt, Kyritz und Lenzen, Wittstock und Putlitz genießt einen exzellenten Ruf bei Freizeitradlern. Dafür steht der Elberadweg, der durch das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg führt und nach wie vor zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands gehört. Beim Radeln nach Zahlen können zum Beispiel Sehenswürdigkeiten beidseitig am  Wegesrand erkunden.

www.dieprignitz.de

Neben dem Radeln hat sich ein ganz neuer Trend entwickelt: das Pilgern. Die Prignitz steht hier in guter Tradition. Schon im 14. Jahrhundert entwickelte sich Wilsnack zu einem europaweit bekannten Wallfahrtsort. Pilger suchten Heilung und Vergebung ihrer Sünden, bis die Reformation dem Bluthostienkult ein Ende bereitete. Zeugnis dieser Zeit ist die Wunderblutkirche Sankt Nikolai mit dem Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert. Auf dem alten Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack kann man heute als moderner Pilger körperliche Betätigung mit Gedankenarbeit, Spiritualität und Naturgenuss verbinden.

www.weegenachwilsnack.de

Ein weiterer Pilgerweg in der Prignitz hat sich in den letzten Jahren vom Stift zu Heiligengrabe bis nach Alt Krüssow etabliert. Der „Annenpfad“ erfreut sich vor allem zu Ostern großer Beliebtheit.

www.annenpfad.de

Ob mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Wasser – alle Wege führen in diesem Jahr nach Wittenberge. Hier, an der Elbe, findet in der größten Stadt der Prignitz am 25. und 26. August der Brandenburg-Tag 2018 statt. „Leinen los!“ ist das übergreifende Motto dieses Landesfests. Damit jeder weiß, wo Wittenberge liegt, wird sich die Stadt an der Elbe ganz zentral und maritim beim gemeinsamen Bühnenprogramm der beiden Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz auf der Grünen Woche präsentieren. Die Band KOKAS ist ein Wittenberger Eigengewächs und mit ihrer Musik dabei. Die fünf jungen Musiker schrieben den Song „Elbdeichhinterland“. 7000 Klicks gab es in kürzester Zeit auf Youtube für die Hip-Hop-Hymne an die Prignitzer Heimat.

www.wittenberge.de

www.kokas-band.de

Neben dem Wittenberge sind das 25-jährige Jubiläum der Schmalspurbahn „Pollo“ und das zehnjährige Jubiläum der Lotte-Lehmann-Akademie Perleberg weitere zentrale Höhepunkte des Prignitzer Reisejahres. Darauf wird der Tourismusverband Prignitz, der den Landkreisstand unter seine Fittiche genommen hat, kulturell wie kulinarisch hinweisen. Letzteres mit dem berühmten Knieperkohl – mal deftig, mal etwas feiner, aber vorzugsweise aus regionalen Zutaten.

www.pollo.de

www.lottelehmann-perleberg.de

Fontanes Heimat wirbt für den guten Geschmack

 

In Ostprignitz-Ruppin werden 144.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Der Landkreis umfasst die Ostprignitz, die Ruppiner Seenplatte, einen Großteil der Ruppiner Schweiz und geht im Norden in die Mecklenburgische Seenplatte über. Ein Markenzeichen der Region ist die Kyritz-Ruppiner Heide – in ihrer Ausdehnung größer als die Lüneburger Heide. Die großen Magerrasen- und Heideflächen umfassen auch Mischwälder und Feuchtgebiete. All diese Naturräume bilden eine reichhaltige Grundlage für viele hochwertige Produkte, die in der Region liebevoll erzeugt und handwerklich produziert werden.

 

Am Stand 158 sorgen die wechselnden Aussteller für kulinarische Entdeckungen der Region – von alten Bekannten wie dem Hirschhof Hildebrandt, der Fleischerei Ribbe und der Homemade GbR zu neuen Gründern wie dem veganen Café und Catering Wildwuchs. Die Stadt Neuruppin präsentiert in diesem Jahr gleich zwei Themen – die Initiative Fairtrade Town und den Wochenmarkt. Auch Bio ist dabei, mit dem über die Region hinaus bekannten Ökohof Kuhhorst. Zur Eröffnung des Messeauftritts präsentiert sich der Zusammenschluss mehrerer heimischer Anbieter und Erzeuger mit der Regionalinitiative Prignitz Ruppin e.V. Dreistern Konserven und die Eiszauberei Brasch sind mit eigenen Ständen vertreten.

Ab 15.30 Uhr eröffnet Landrat Ralf Reinhardt den Programmteil aus Ostprignitz-Ruppin und wagt den Blick in die nahe Zukunft – denn 2019 finden gleich zwei große Veranstaltungen im Landkreis statt: Die Stadt Wittstock/Dosse ist Gastgeberin der Landesgartenschau 2019 und die Stadt Neuruppin ist als Geburtsstadt Festort zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes.

www.laga.wittstock.de/laga2019.html

www.fontane-200.de

 

In Kyritz startet in diesem Jahr zum 6. Mal der Markt der regionalen Möglichkeiten statt, der viele Initiativen für eine lebenswerte Region bündelt.

www.markt-der-regionalen-moeglichkeiten.de

Die Kyritz Ruppiner Heide und die Rheinsberger Seenplatte lassen sich erleben – ob mit dem Fatbike oder bei einer Kremserfahrt zur Aussicht vom Sielmann-Hügel. Wer sich aus eigener Kraft mit anderen messen will, sollte sich den Rheinsberger SwimRun vormerken. Zum zweiten Mal findet dieser Wettkampf ,der ursprünglich aus Skandinavien kommt, 2018 in Rheinsberg statt.

 

www.kyritz-ruppiner-heide.de/kyritz-ruppiner-heide.html

www.swimrun-rheinsberg.de

Für das Bühnenprogramm sorgt auch die Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin mit der Tanzgruppe der Jugendkunstschule Neuruppin – Junge Talente, die schon viele Preise bei Wettbewerben auf Landes– und Bundesebene erhalten hat.

Pro-agro-Kochstudio

Der Chef der Pension Hirschhof Hildebrandt aus Freyenstein, Björn Hildebrandt geht heute zuerst an den Herd und wird die Besucher mit Damwild an Knieperkohl, der Spezialität der Ostprignitz, und Thymian-Drillingen erfreuen.

www.hirschhof-hildebrandt.de

Ebenfalls traditionell kommt Frank Buthmann in das Kochstudio mit einem kulinarischen, Höhepunkt der Speisekarte des kleinen Hauses aus Linum. Zur Internationalen Grünen Woche gibt es Maräne mit Linsengemüse, dazu Kassler, Gurke und Meerrettich.

 

www.kleineshaus-linum.de

 

Mike Kilian ist Sänger, Musiker, Komponist, Texter, Produzent und unter anderem Frontmann der Rockgruppe Rockhaus wird heute im Kochstudio sein Können im pro-agro-Kochstudio zeigen.

Brandenburger Naturlandschaften: Stechlin-Ruppiner Land

 

Am Stand der Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs präsentiert sich heute der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land (Stand 171). 180 Seen, darunter die Hälfte der Klarwasserseenfläche Brandenburgs, und Wald auf fast zwei Drittel der Fläche laden Naturliebhaber ein. Das 680 Quadratkilometer große Gebiet liegt im Norden Brandenburgs zwischen den Städten Fürstenberg/Havel, Gransee, Neuruppin und Wittstock/Dosse. Der Naturpark ist 60 Kilometer von Berlin entfernt. Für Entdeckungen und die Lust an kleinen und großen Abenteuern bietet das Großschutzgebiet an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern und in Nachbarschaft zum Naturpark Uckermärkische Seen das Richtige: eine weite, kaum zerschnittene Landschaft, würzigen Duft der ausgedehnten Wälder und das klare Wasser unserer Seen. Der Naturpark ist wie geschaffen, ihn zu Fuß, per Rad oder vom Boot aus zu entdecken. Mit dem Besucherzentrum des Naturparks NaturParkHaus Stechlin aus Menz wird der Naturpark Werbung für die Region im Norden Brandenburgs machen.

www.stechlin-ruppiner-land-naturpark.de

www.naturparkhaus.de

 

Als Partner des Naturparks sind in diesem Jahr die Betreiber des veganen Bistros Grünzeug´s aus Rheinsberg am Stand. Diese überzeugen in ihrem Bistro mit Burgern, knackigen Pommes, täglich wechselnder Suppe, meistens vegan, sowie kühlen Getränken und Cocktails. Dabei sind sie immer darauf bedacht, neue Kreationen an den Start zu bringen und diese mit regionalen Zutaten zum Beispiel dem Biohof Kepos in Altglobsow, zu versehen. Grünzeug´s gibt es auch in einer mobilen Variante, um auf Veranstaltungen im Naturpark und darüber hinaus präsent zu sein.

www.facebook.com/pg/Grünzeug-s-Rheinsberg-1580239008946240/about/

OberhavelerJubiläum: Ein Vierteljahrhundert mit Oranje und Oranienburg auf der Grünen Woche – Tagesvorschau für Dienstag, 23. Januar 2018 Brandenburg-Halle 21A auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Der Landkreis Oberhavel präsentiert sich am Dienstag, (23. Januar) auf der Bühne der Brandenburg-Halle 21A: Oberhavel feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und macht dies auch zum Thema auf der Internationalen Grünen Woche. Der Landkreis präsentiert sich zum 16. Mal in den Messehallen am Funkturm – ein Zeichen der engen Verbundenheit des nördlichen Nachbarn Berlins mit der weltgrößten Verbrauchermesse in der Hauptstadt. Er präsentiert in erster Linie seinen ländlichen Raum, den die Berliner als Ruhepol zum schnellen Takt der Großstadt so sehr lieben.

 

Likörkrapfen und Räucherduell

 

Die Spannung zwischen Großstadt und Umland bestimmt den Charme dieser Region: Dabei ist eine Tour durch Oberhavel stets auch eine Reise durch berlin-brandenburgische Geschichte. Historische Stadtkerne, Angerdörfer, Schlösser, Indus-triedenkmale, weite Felder und Wiesen zeugen davon. Landrat Ludger Weskamp und der Geschäftsführer des Tourismusverbands Ruppiner-Seenland, Peter Krause, werden den Besuchern touristische und landwirtschaftliche Höhepunkte der Region vorstellen. Wie der Verweis auf ihre Namenspatronin – die Obere Havel – vermuten lässt, zählt Oberhavel zu den wasserreichsten Gegenden Deutschlands. Die Havel mit ihren Kanälen und rund 100 Seen bildet ein wahres Dorado nicht nur für Wassersportler. Parallel lädt der Radfernwanderweg Berlin – Kopenhagen dazu ein, Natur und touristische Kleinode zu erkunden. Oft sind die Ortschaften auch Kulisse von Festen und Spektakeln. Höhepunkte im Jahreslauf sind zum Beispiel das Dampfspektakel im Ziegeleipark Mildenberg, die Landpartie im Juni, zu der die Bundesregierung traditionell auch ihr Gästehaus, Schloss Meseberg, für Besucher öffnet, das Brandenburger Wasserfest in Fürstenberg sowie der beliebte Weihnachtsmarkt auf Schloss und Gut Liebenberg.

Kurfürstin Louise Henriette, die holländische Ehefrau des Großen Kurfürsten, etablierte in der Region nicht nur den Kartoffelanbau und Milchwirtschaft. Auch ihr einstiges Heim, das strahlende Oranienburger Schloss, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Orangerie und der herrlich angelegte Schlosspark locken jährlich tausende Besucher zum Schlossfest, Schlossparknacht und Picknick in Weiß an. Zur Grünen Woche wird sich das Kurfürstenpaar, alias Vivienne Netzeband und Axel Petersen, wieder unter das Volk mischen.

„Unser Messeauftritt war und ist Impulsgeber für heimische Unternehmen, die sich an unserem Stand ausprobiert haben und in den Folgejahren den Mut aufbrachten, sich eigenständig in der Brandenburg-Halle zu präsentieren. Diesen Weg haben bisher der Bauernhof Koch aus Großmutz, die Knoblauch-Räucherei von Detlef Werner aus Hennigsdorf und der Spargelhof Kremmen beschritten. Hier haben wir aktive Wirtschaftsförderung mit Erfolg betrieben“, sagt Landrat Ludger Weskamp.

Gemeinsam mit Oberhavels Kreistagsvorsitzenden, Karsten Peter Schröder, und der langjährigen Kreistagabgeordneten, Annemarie Reichenberger, wird der Landrat auf der Bühne von kleinen Erfolgsgeschichten und großen Leuchtturmprojekten berichten, die beispielhaft für die Erfolge der 25-jährigen Entwicklung des Landkreises sind.

Unter dem Motto „Landwirtschaft sehen, verstehen, schmecken, riechen und probieren“ bieten immer mehr Anbieter in Oberhavel Landwirtschaft zum Anfassen.

Die SL Gartenbau GmbH ist heute unter anderem einer der größten deutschen Chicorée-Erzeuger und Produzenten von Jungpflanzen für den Gemüse- und Zierpflanzenanbau. Auf dem Spargelhof Kremmen ist jede Spargelstange bis zum Feld zurück verfolgbar. Erdbeeren, Äpfel, Heidelbeeren aus Kremmen und Oberkrämer werden nicht nur verkauft, sondern das Selbstpflücken zum Erlebnis für Ausflügler gemacht.

Milchbetriebe produzieren nicht mehr nur Milch, die Kraatzer Agrar GmbH und LSV Landwirtschafts GmbH Schwante betreiben Milchtankstellen für Jedermann. Letztere produziert sogar eigenes Hofeis. „Blicke hinter die Kulissen und Fragen der Konsumenten sind bei vielen unserer regionalen Anbieter ausdrücklich erwünscht, um die Produktion für den Verbraucher gläsern zu machen. Das moderne Konzept eines starken Landwirtschaftsunternehmens mit touristischen Attraktionen zu koppeln, geht auf. Die Grüne Woche ist für unsere Anbieter aus Oberhavel die wichtigste Vermarktungsmöglichkeit für eine erfolgreiche Frischesaison“, so Weskamp.

Zehn Jahre LEADER-Region Obere Havel

 

Die Kleinstädte und Dörfer tragen mit einer intakten Landwirtschaft maßgeblich zur Attraktivität Oberhavels bei. Um dieses ursprüngliche Flair zu erhalten, haben engagierte Bürgerinnen und Bürger vor zehn Jahren die Lokale Aktionsgruppe Obere Havel e.V. gegründet. Der Verein setzt sich mit Erfolg für die Förderung von Projekten ein: Die Wiederbelebung eines Gasthofes in Staffelde, die Umnutzung der Wassermühle in Tornow zur Pension und Gaststätte, die Errichtung eines Saurierparks in Germendorf, Investitionen in den Wassertourismus in Liebenwalde und Mildenberg oder auch vielfältige Aktivitäten für die Unterstützung des Dorflebens und des Brauchtums sind  Beispiele  dafür. Insgesamt wurden bisher 218 Projekte in Oberhavel auf den Weg gebracht, die mit Geldern im Rahmen des Leader-Programms der EU und des Landes Brandenburg in Höhe von 22 Millionen Euro gefördert werden.

Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Obere Havel e.V., Jörn Lehmann und Regionalmanager Dr. Reiner Erdmann, stellen auf der Grünen Woche eine erfolgreiche Projektmacherin vor. Heike Thomas hat in Klein Mutz mit viel Liebe zum Detail den Thomas-Hof in ein kleines Ferienparadies mit vier Ferienwohnungen und einem kleinen Café verwandelt. Am Oberhavelstand kann sich das Publikum über die Angebote informieren und den Hofkuchen probieren.

 

25 Jahre Erntedankfest in Dollgow mit der sauersten Gurke

 

Dollgow, ein kleiner idyllischer Ort im Norden von Oberhavel, hat über Jahrzehnte seine Tradition eines Erntedankfests bewahrt. Faszinierend ist die große Beteiligung der Einwohner am Erntefestumzug mit prächtig geschmückten Wagen, die von Pferdegespannen, alter und moderner Landmaschinentechnik gezogen werden. Jüngst wurde eine Scheune gebaut, um die mittlerweile musealen, aber noch funktionsfähigen Maschinen unterzustellen und für die Nachwelt zu erhalten. Jedes Jahr wird ein neues Motto samt Wettbewerb ausgelobt: beispielsweise für die beste Marmelade, die besten Kürbisrezepte oder die sauerste Gurke. Zum Oberhaveltag stellen die Dollgower sich selbst und ihre Projekte vor und laden zu einem Besuch des Örtchens ein. Schließlich haben auch Eva und Erwin Strittmatter in der Region gelebt und Inspiration für ihre schriftstellerische Arbeit gefunden. Ihr Haus in Schulzenhof ist heute für Besucher geöffnet.

 

Traditionell: Kesse Sohle, Modenschau der Landfrauen und Bäckermeister Plentz

 

Elfi Fischer, im Fachdienst Landwirtschaft seit 26 Jahren zuständig für die Entwicklung des ländlichen Raumes, moderiert wie in jedem Jahr die Modenschau der Landfrauen. Jedes der Models betreibt einen Bauernhof mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung – von Landwirtschaft mit Hofladen, aber auch Möglichkeiten für den erholsamen Urlaub auf dem Bauernhof. Während die Frauen in traditionellen selbstgeschneiderten Kostümen auf der Bühne stehen, werden Fotos ihrer Höfe und Unternehmen gezeigt.

www.plentz.de

Vorstellen wird sich auch die Fleischerei Staffelde mit ihrem Juniorchef Stefan Ranft, einer von insgesamt 35 Direktvermarktern in Oberhavel. Hier werden Fleisch und Wurst handwerklich verarbeitet. Dahinter steht die LSV Landwirtschafts-GmbH Schwante-Vehlefanz, die die Schweine und Rinder hält.

 

Stammgast der Brandenburg-Halle ist seit Jahren die Bäckerei und Konditorei Plentz aus Schwante. Firmeninhaber Karl-Dietmar Plentz ist in jedem Jahr für eine Überraschung gut. Diesmal hat er das Gerstensaftbrot 501 kreiert, das aus dem Treber – denausgelaugten Rückständen des Malzes bei der Bierherstellung – gebacken wird. Den Treber bezieht die Bäckerei aus der historischen Braumanufaktur des MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien, dessen Bier den Namen 501 trägt. Für alle Messegäste, die es lieber süß mögen, bietet Karl-Dietmar Plentz in diesem Jahr seine süßen Likörkrapfen an, die mit „scharfes Gelb“ aus Senftenberg gefüllt sind. Der Liköranbieter aus der Kreisstadt von Oberspreewald-Lausitz ist ebenso auf der Grünen Woche vertreten.

Während des Programmtags haben alle in der Brandenburg-Halle vertretenen Anbieter aus Oberhavel die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, unter anderen: Ronald Koch vom Bauernhof Koch aus Großmutz und Malte Voigts vom Spargelhof Kremmen. Das Programm wird musikalisch begleitet von der Jagdhornbläsergruppe Oranienburg unter der Leitung von Volkmar Zimmermann sowie dem Orchester Ronny Heinrich. Für tänzerischen Schwung und gute Laune sorgen der Rock ’n’ Roll Club „Butterfly“ und das Tanzteam „Kesse Sohle“. Zum zweiten Mal mit dabei ist die junge Akustikband der Kreismusikschule Oberhavel.

www.oberhavel.de

www.ruppiner-reiseland.de

 

Pro-agro-Kochstudio

Das Restaurant „Die Buhne“ aus dem Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf schickt ihren Koch Pawel Jaskowiak, um die Besucher mit “Chili-Hähnchenroulade an Vanille-Süßkartoffeln” zu verzaubern.

www.diebuhne.de

Weitere regionale Gerichte à la Oberhavel gibt es an diesem Tag aus den Gasthäusern “Alter Hafen” von Inhaber Stefan Tiepmar und dem Gasthaus “Haveleck” und seinem Inhaber Tom Schoning. Beide Köche bevorzugen frische, regionale und saisonale Zutaten. Auf der Grünen Woche werden sie den Zehdenicker Sommerzander sowie Steaks vom Frischlingsrücken mit frischen Champignons und Kartoffelkroketten“ kreieren und die Gäste probieren lassen.

www.gasthaus-alter-hafen.de

Zu späterer Stunde gesellt sich das Gasthaus “Zum Birkenhof” mit dem Gastwirt Henry Engel dazu. Der Chefkoch verwöhnt die Gäste mit ” Stechlinseemaränen in Aspik mit hausgemachter Remoulade und Gemüsebratkartoffeln“.

Unterstützt werden die Köche durch Ulrike Krumbiegel und Stephan Grossmann. Beide Schauspieler sind im aktuellen Film „Die Anfängerin“ zu sehen. Danach wird die Sängerin Annemarie Eilfeld die Schürze umbinden und sich an die Köchtöpfe wagen.

 

Brandenburger Naturlandschaften: Niederlausitz Heidelandschaft

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft verspricht nicht nur „blühende Landschaften“. Diese kann man auch aktiv im südlichsten Naturpark Brandenburgs erleben. Während im Frühjahr tausende Apfel-, Birn- und Kirschbäume einen weißen Blütenschleier zaubern, erstrahlt im August und September, wenn die Heide blüht, die Landschaft in Lila. Zu Fuß, per Rad oder mit dem Kremser bekommen Sie einen Einblick in Kulturlandschaften der besonderen Art. Und diese kann man sich auch sprichwörtlich „auf der Zunge zergehen lassen“. Heidehonig, Kornelkirschenlikör oder Schnuckenbraten sind nur einige wenige kulinarische Spezialitäten im Naturpark. Ganz neu reiht sich hier der Szechuan Pfeffer, eine Strauchpflanze, aus der Baumschule Graeff ein. In China und Japan werden die roten, pfeffrig schmeckenden Früchte als Gewürz verwendet. Inzwischen sind auch einige Gaststätten der Region auf den Geschmack gekommen und bieten derart gewürzte regionale Gerichte an.

Am Stand der Nationalen Naturlandschaften können Sie diese besondere Gewürzpflanze testen. Zusätzlich bekommen Sie auch noch ganz besondere Erlebnistipps mit an die Hand. Denn ein Besuch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist etwas für alle Sinne.

www.naturpark-nlh.de

ORKANTIEF “FRIEDERIKE” – Dank an alle Einsatzkräfte

Der Orkan “Friederike” ist über Deutschland hinweggefegt. Mehr als 1.150 Ehrenamtliche des THW waren im Einsatz. Die Feuerwehr musste ununterbrochen ausrücken. Die Bundeswehr unterstützte Bergungsarbeiten an einem Unfallort in Thüringen. All diesen Menschen und auch den ungenannten Helfern dankt die Bundesregierung.

THW-Helfer zersägen einen umgestürzten Baum. Mehr als 1.000 THW-Kräfte beseitigen zurzeit in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Sturmschäden.Foto: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Es war der schwerste Sturm seit dem verheerenden Orkan “Kyrill” vor elf Jahren. “Friederike” tobte mit Geschwindigkeiten von bis zu 203 Stundenkilometer über das Land. Verkehrsunfälle, umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer – so die Bilanz. Menschen starben, darunter auch Einsatzkräfte.

Inzwischen beseitigen mehr als 1.000 THW-Kräfte die Schäden, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Gut, dass es so viele Menschen gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, ohne zu fragen, was sie selbst davon haben.

Beileid für die Opfer und ihre Angehörigen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière dankte den Helfern für ihren Einsatz. “Die Rettungsmaßnahmen in Folge des verheerenden Sturms ‘Friederike’ haben wieder einmal gezeigt, von welch’ enormer Bedeutung das THW für unsere Zusammenarbeit”, schrieb er auf Twitter. Er danke vor allem den mehr als 1.000 Rettungskräften, die sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt hätten. “Gleichzeitig gilt mein tiefes Mitgefühl den Angehörigen der Menschen, die in dieser Naturkatastrophe ums Leben gekommen sind”, so de Maizière.

Die Bundesregierung auf der Grünen Woche

Nachhaltige Land- und Fischereiwirtschaft, attraktive ländliche Räume, Biolebensmittel – das sind Themen, mit denen das Bundeslandwirtschaftsministerium auf der Grünen Woche präsent ist. Das Entwicklungsministerium zeigt, wie “Eine Welt ohne Hunger” funktionieren kann.

Folklore-Tänzerinnen an einem Messestand mit der Aufschrift "Bulgarien"Bulgarien ist das diesjährige Partnerland auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.Foto: Messe Berlin

“Wir brauchen eine ökonomisch tragfähige und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft!” Mit diesen Worten eröffnete Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Donnerstagabend die Internationale Grüne Woche in Berlin. Er dankte den Bäuerinnen und Bauern für ihre harte Arbeit. Dank der Lebensmittelwirtschaft gebe es in Deutschland so viele, gesunde und vielfältige Lebensmittel wie nie zuvor in der Geschichte.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) präsentiert vom 19. bis 28. Januar gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern mehrere Sonderschauen auf der Grünen Woche.

Zudem ist die Grüne Woche Ausgangspunkt für das 10. Global Forum for Food and Agriculture(GFFA) – die Berliner Welternährungskonferenz. Nächste Woche beginnt dann das 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung.

“Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft”

Die Präsentation “Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft” führt durch die Wertschöpfungskette der Land- und Fischereiwirtschaft. Auch über die Landbewirtschaftung mit intelligenten Robotern, Präzisionstechnik und autonomen Landmaschinen können sich Interessierte informieren. Das BMEL stellt außerdem dar, wie es sich für mehr Tierwohl, den Umweltschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzt.

Bei einer “Tour aufs Land” geht es um die Chancen der Digitalisierung, ums Ehrenamt und die Entwicklung attraktiver ländlicher Räume.

“Bio” steht nach wie vor hoch im Kurs. In der “Biohalle” stellen das BMEL und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das “Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft” (BÖLN) vor.

Eine weitere Präsentation geht der Frage nach, was Bioökonomie alles leistet. Unter dem Motto “Nachwachsende Rohstoffe” ist das BMEL Anlaufpunkt für alle, die sich für Baustoffe auf Basis von Holz, Zellulose, Hanf, Stroh, Kork und Co. interessieren.

Für eine Welt ohne Hunger

Weltweit hungern mehr als 800 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind unterernährt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zeigt, dass jeder Mensch sogar beim täglichen Einkaufen etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann.

Das Motto des BMZ lautet: “Eine Welt ohne Hunger ist möglich – mit fairem Einkauf und fairer Produktion”. Baumwoll- und Kakaoproduktion sind zwei Beispiele, bei denen das Entwicklungszusammenarbeit daran mitwirkt, Hunger und Armut zu bekämpfen. Wie das geht, ist auf der Grünen Woche eindrucksvoll zu sehen.

10. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)

“Die Zukunft der tierischen Erzeugung gestalten – nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig” – das ist das Thema des 10. Global Forum for Food and Agriculture. Diese internationale Konferenz bietet vom 18. bis 20. Januar Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Gelegenheit, sich auszutauschen und politisch zu verständigen.

Rund 1,3 Milliarden Menschen leben von der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Aber die Tierhaltung bedeutet auch den immensen Verbrauch natürlicher Ressourcen. Mit rund 15 Prozent trägt sie zudem zu den von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen bei. “Daher gilt es, einen fairen Ausgleich zu finden zwischen der weltweit steigenden Nachfrage nach tierischen Produkten und der Erfüllung der Pariser Klimaziele”, mahnte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in einem Grußwort zur GFFA.

Höhepunkt der GFFA ist die Berliner Agrarministerkonferenz am 20. Januar. Es ist das weltweit größte Treffen von Landwirtschaftsministern und -ministerinnen. Die politisch Verantwortlichen werden sich ebenfalls zum Leitthema der GFFA austauschen. Ihre Beschlüsse zur zukünftigen Erzeugung von tierischen Produkten werden in einem Abschlusskommuniqué formuliert.

11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Begleitend zur Grünen Woche richtet das BMEL das “11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung”am 24. und 25. Januar aus. Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft diskutieren zum Thema “Dynamik und Vielfalt – Potenziale der ländlichen Räume nutzen”.

“Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität in den ländlichen Räumen attraktiver zu gestalten und den Menschen auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen aussichtsreiche Perspektiven bieten zu können.”, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt. Hierzu habe das BMEL das “Bundesprogramm ländliche Entwicklung” aufgelegt. Durch seine Ausrichtung als Modell- und Demonstrationsvorhaben sei es ein Experimentierfeld für zahlreiche innovative Projekte und Initiativen.

Auf der 83. Internationalen Grünen Woche zeigen 1.660 Aussteller aus 66 Ländern eine Leistungsschau aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Das diesjährige Partnerland ist Bulgarien. Unter dem Motto “Aroma der Sonne” präsentiert es Nahrungsmittel, Kultur und Lebensweise Bulgariens. Die Messe Berlin erwartet 400.000 Gäste.

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