Eröffnung Saison Storchendorf Rühstädt

Besucherzentrum Rühstädt startet in die Storchen-Saison 
Mit dem Frühling kommen die Störche

Rühstädt − Am Freitag, den 6. April 2018 wurde die neue Saison im Europäischen Storchendorf Rühstädt offiziell gestartet. Nun, wo es endlich Frühling geworden ist, fliegen die Weißstörche nahezu täglich ein und auch die Besucher werden hoffentlich wieder in das idyllische Backsteindorf strömen.

Besucherzentrum Rühstädt mit Störchen auf einem der Türme können Sie im Zusammenhang mit dieser Meldung kostenfrei verwenden – Bildautorin: Marion Ebersbach

Mit einer Eröffnungsfeier starteten Vertreter von Naturwacht, Storchenclub, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, Einwohner von Rühstädt und der NABU Brandenburg als Betreiber des Besucherzentrums in die diesjährige Storchensaison. In einem Rückblick ließen sie das vergangene Storchenjahr Revue passieren. Im Jahr 2017 hatte Rühstädt 32 besetze Storchenhorste, davon haben 31 Brutpaare erfolgreich gebrütet. 38 Jungstörche konnten erfolgreich aufgezogen werden.
Wegen der Wetterkapriolen mit Starkregen im Juni 2017, waren im ganzen Land Brandenburg hohe Verluste beim Storchennachwuchs zu verzeichnen. In Rühstädt waren die Verluste mit 7 Abgängen nicht ganz so stark. Ein Grund dafür dürfte die gute Pflege der Rühstädter Storchenhorste sein, so dass hier das Wasser gut ablaufen konnte und die meisten Jungstörche eben nicht verklammten. „Einen großen Verlust musste wir dennoch hinnehmen“ erinnert sich Nadine Bauer, die das NABU-Besucherzenrtum leitet. „Der treue Storch, der seit 1998 jedes Jahr auf dem Zentrum seinen Nachwuchs großzog, wurde im letzten Frühjahr in einem halbstündigen, dramatischen Kampf von einem neuen Storchpaar vertrieben, das dann auf einem der Türme brütete.“

Friedhelm Schmitz-Jersch, NABU-Landesvorsitzender würdigte das große ehrenamtliche Engagement zum Schutz des Weißstorches und seines Lebensraumes. Dazu gehört auch die Beringung der Großvögel. Unter der Leitung von Falk Schulz (NABU Prignitz) konnten die Naturschützer und ihre zahlreichen Helfer in den Prignitzer Dörfern über 150 Jungstörche beringen bzw. die Ringe der Vögel ablesen. Daten von 208 Weißstorchpaaren wurden erhoben und damit nahezu die gesamte Storchenpopulation des Landkreises Prignitz erfasst. Von den Ringen konnte man z.B. ablesen, dass einige der in Rühstädt brütenden Störche ursprünglich aus Süddeutschland, Polen oder Schweden stammen. „Die Arbeit der ehrenamtlichen Storchenfreunde im Landkreis, die mit viel Zeit, Engagement und gefahrenen Kilometern verbunden ist, kann man gar nicht hoch genug würdigen. Dafür ganz herzlichen Dank.“

Bereits im März waren schon die ersten 6 auf der Westroute ziehenden Störche eingetroffen, über die Osterfeiertag trafen auch die ersten „Ostzieher“ ein. Aktuell werden 12 Störche in Rühstädt gezählt, doch mit dem Frühling treffen nun auch nahezu täglich neue Störche in ihrem angestammten Brutgebiet ein.

Im Besucherzentrum kann man auch in dieser Saison wieder dem Storchpaar auf dem Besucherzentrum via HD-Kamera ins Nest schauen. Aber auch in den Ausstellungsräumen gibt es etwas zu sehen. Das Künstlerehepaar Gorsboth präsentiert hier Aquarelle und Zeichnungen der Elblandschaft, wie sie sich dem Besucher zu beiden Seiten des Deiches darstellen. Weite Landschaften, naturverliebte Details, Storchenstudien und natürlich der bekannte Blick auf Rühstädt.

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