Erklärung des NABU zur heutigen Mitteilung des Bauernbundes – Wolf Lenzen

Zur heutigen Mitteilung des Geschäftsführers des Bauernbundes erklärt Friedhelm Schmitz-Jersch, Vorsitzender des NABU Brandenburg: 

„Erneut versucht der Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg Reinhard Jung die Objektivität des Rissgutachters für den Vorfall in Lenzen an der Elbe infrage zu stellen, weil dieser beim NABU einer von vielen ehrenamtlichen Wolfsbotschaftern ist. Das ist schon deshalb kein Widerspruch, weil der NABU ausdrücklich die Entschädigung von Weidetierhaltern bei nachgewiesenen Wolfsrissen und ausreichendem Herdenschutz befürwortet. In der gestrigen Pressemitteilung wirft der NABU Brandenburg dem Schäfer nicht vor, einen von zwei Wolfsangriffen vorgetäuscht zu haben. Wir haben nur die in der Presse geäußerten und anscheinend im Rissgutachten enthaltenen Zweifel an diesem Vorfall wiedergegeben.

Die „Mindeststandards“ des Brandenburger Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft für die Gewährung eines Schadensausgleichs besagen, dass bei der Deichpflege die Wasserseite nicht ausgekoppelt werden muss, wenn ein zusätzlicher Schutz durch Herdenschutzhunde besteht. Die vom Schäfer an der Elbe mit mobilem Material gezäunte Weide war mit fünf Hektar sehr groß, nahezu flächendeckend standen Schilf und Gras brusthoch. Wegen der Größe und Unübersichtlichkeit hatten es die Herdenschutzhunde auf dieser Weide außerordentlich schwer. Ein wirksamer Herdenschutz im Interesse der Schafe hätte deshalb unter diesen Voraussetzungen auch die Einzäunung der Wasserseite erfordert.“

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