Stahnsdorf: Feuerwehr kann Ackerbrand kurz vor der Siedlungsgrenze stoppen

Großeinsatz mit 60 Mann am Abend des 4. Juli 2018 auf einem Feld unweit der Starstraße /
Rauchentwicklung kilometerweit zu sehen / Landesstraße 77 kurzzeitig gesperrt / Brandursache unklar
Schon seit vielen Wochen herrscht nun landesweit die höchste oder zweithöchste Waldbrandstufe. Am
Mittwoch, 4. Juli 2018, kam es gegen 19:15 Uhr aus ungeklärter Ursache tatsächlich zu einem Brand.
Aus einem Feld nahe der Starstraße schlugen auf geschätzten sieben Hektar Ackerfläche Flammen, die in
Windeseile eine Höhe von weit mehr als zwei Meter erreichten. Nur wenige Minuten nach Ausbruch des
Brandes entwickelte sich eine gewaltige Rauchsäule, die noch in vielen Kilometern Entfernung zu sehen
war, etwa in Sputendorf, Schenkenhorst, Kleinmachnow oder Teltow.
Erste Löschversuche von Anwohnern mit Gartenwasser blieben erfolglos, die alarmierte Feuerwehr war
jedoch nach wenigen Minuten zur Stelle und drückte mit geballter Wasserkraft auf den Brandherd, der
sich Richtung Güterfelder Damm ausbreitete. Rund 80.000 Liter wurden nach Angaben der
Gemeindefeuerwehr in dem gut zweistündigen Einsatz (inklusive Ausrücken und Nachbereitung)
verbraucht.
Der angerückten Gemeindefeuerwehr sowie den unterstützenden Kräften der Kleinmachnow, Ruhlsdorf
und Teltow ─ insgesamt etwa 60 Personen ─ gelang es somit gerade noch rechtzeitig, das Überspringen
der Flammen auf die erste Gebäudereihe am Siedlungsrand zu verhindern. Auch der stellvertretende
Kreisbrandmeister Jan Ehlers verschaffte sich während des Einsatzes ein Bild der Lage.

Wie knapp die umliegenden Einwohner an einer Katastrophe vorbeigeschrammt sind, zeigte sich auch
daran, dass das Feuer bereits begann, an einem Schuppen auf einem Privatgrundstück zu fressen. Das
schnelle Eingreifen der Kameraden verhinderte auch hier Schlimmeres, denn in dem Schuppen waren
auch Betriebsmittel gelagert, darunter Benzin.
Die Einsatzkräfte sperrten aufgrund der massiven Sichtbehinderung durch Rauch sowie zur Sicherstellung
der Bewegungsfreiheit für die Fahrzeuge am Einsatzort vorübergehend die Landesstraße 77, den
Güterfelder Damm. „Dieser Brand hätte verheerende Folgen haben können. Ich danke allen beteiligten
Einsatzkräften für ihr schnelles und besonnenes Eingreifen“, sagt Bürgermeister Bernd Albers

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