Auf die Plätze, fertig, los? Der Schulstart beginnt mit dem Schulweg!

Der ökologische Verkehrsclub VCD gibt Tipps für einen sicheren Schulweg.

Jetzt ist es wieder so weit. Für viele Kinder in Brandenburg steht die Einschulung vor der Tür. Das ist aufregend und alles ist neu – auch der Schulweg.

Dass in der Schule viel gelernt wird, ist jedem klar, doch auch der Weg zur Schule ist ein wichtiger Lernort. Der ökologische Verkehrsclub VCD Brandenburg möchte Eltern deshalb Mut machen, den Schulweg möglichst oft zu Fuß zurück zu legen und den Kindern so die Chance zu geben, verkehrssicheres Verhalten zu üben, sich zu bewegen und zunehmend selbstständiger zu werden.

„Zu erkennen, ob ein Auto steht oder fährt und ob der Abstand reicht, um die Straße sicher zu überqueren, all das können Kinder nur durch praktisches Üben lernen. Wer also möglichst oft mit seinen Kindern zu Fuß zur Schule geht, hilft ihnen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen“, so Anja Hänel, Geschäftsführerin des VCD Brandenburgs.

So können Sie mit Ihren Kindern üben:

  • Den neuen Schulweg gemeinsam üben
    Wählen Sie dabei immer den sichersten Weg, auch wenn das eventuell etwas länger dauert. Viele Schulen haben Schulwegpläne mit Wegevorschlägen. Fragen Sie nach.
  • Entspannt in den Tag
    Planen Sie ausreichend Zeit ein, damit Sie den gemeinsamen Schulweg genießen und Situationen vor Ort bei Bedarf besprechen können.
  • Wichtige Regeln trainieren
    – am Straßenrand auf jeden Fall anhalten,
    – die Straße möglichst an einer Ampel queren und auch hier unbedingt noch einmal schauen,
    ob abbiegende Autos auch wirklich halten,
    – beim Zebrastreifen ein aktives Zeichen geben, wenn Sie die Straße überqueren wollen,
    – bei kleinen Seitenstraßen ohne Querungshilfe einen Punkt zum Überqueren der Straße festlegen, von dem die Fahrbahn gut einsehbar ist.
  • Möglichst gemeinsam statt alleine
    Schließen Sie sich mit anderen zusammen und bilden Sie eine Laufgemeinschaft oder einen „Laufbus“. In der Gruppe sind Kinder besser sichtbar und Eltern sparen Zeit, wenn sie sich in der Begleitung abwechseln.

Der VCD unterstützt Eltern, Kindergärten und Schulen mit kostenlosen Materialien, Aktionen und Elternabenden. Informieren Sie sich gerne über den VCD-Laufbus, die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ und nutzen Sie unsere kostenlosen Broschüren „Schulanfänger sicher zur Schule“ und „Schulwechsler sicher zur Schule“. Alle Informationen finden Sie unter https://brandenburg.vcd.org/themen/mobilitaetsbildung/.

Tempo 30 vor Schulen ist nicht genug

Der ökologische Verkehrsclub VCD Brandenburg begrüßt die neue Gesetzgebung durch die Tempo 30 endlich, zumindest vor Schulen, Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern, zur Regel wird.

„Wir werten diese Regelung als ersten Schritt in die richtige Richtung. Tempo 30 muss Basisgeschwindigkeit in unseren Städten und Dörfern werden und nur dort, wo die Verkehrssicherheit und die Lärmbelastung es zulassen, sollte Tempo 50 herrschen. Tempo 30 sollte innerorts zur Regel, höhere Geschwindigkeiten zur Ausnahme werden“, so Marc Nellen, Vorsitzender des VCD Brandenburg. 

Die jetzige Anordnung greift allerdings entschieden zu kurz, denn der Schul- oder Kita-Weg endet in der Regel nicht 300 Meter vom Schultor entfernt. Die Verkehrsunfallstatistik zeigt regelmäßig, dass Kinder und Jugendliche nicht schwerpunktmäßig vor Schulen und Kindergärten verunglücken. Sie sind im ganzen Stadtgebiet unterwegs und fahren auch außerhalb der Schulzeiten zu Freizeitaktivitäten und Freunden. Der ökologische Verkehrsclub VCD engagiert sich deshalb schon seit langem dafür den Kommunen mehr Spielraum bei der Ausweisung von Tempo 30 zu geben, damit großflächige und sinnvolle Regelungen getroffen werden können. 

Natürlich können wir darüber reden, ob die Tempo-30 Regelung auch auf Bushaltestellen, Musikschulen, Sportvereine etc. ausgedehnt werden sollte. Das ist jedoch nicht der richtige Weg, denn der kleinteilige Wechsel von Tempo 30 und Tempo 50 ist unübersichtlich und führt nicht dazu, dass Autofahrende diese Regelung akzeptieren“, fasst Anja Hänel, Geschäftsführerin des VCD in Brandenburg die Lage zusammen. Mit der jetzigen Gesetzgebung können die Behörden sich an die Umkehr der Beweispflicht gewöhnen. Auf Dauer braucht es eine Änderung der StVO, damit Tempo 30 generell die Regel und Tempo 50 die Ausnahme wird.

Unseriöse Kredite im Internet: Geld los statt sorglos

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor unseriöser Kreditwerbung

Kredit und Kreditkarte ohne Schufa. Mit diesem Angebot werben Internetseiten wie sorglosduo.de oder mastercredit.de. Statt eines Kredits erhalten Verbraucher jedoch häufig nur teure Prepaid-Kreditkarten. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt vor solchen Offerten und erklärt, worauf man achten sollte.

Viele Verbraucherbeschwerden verzeichnet die VZB derzeit zu Kostenfallen bei der vermeintlichen Bestellung eines schufafreien Kredites. „Einschlägige Webseiten des Anbieters GlobalPayments BV bewerben Kreditangebote ohne Schufa-Auskunft. Zusätzlich sollen Verbraucher eine Kreditkarte erhalten. Im Kleingedruckten wird jedoch erwähnt, dass die Anfrage nur an ein Kreditinstitut zur Prüfung weitergegeben wird. Die Erfolgsaussichten für einen Kredit sind somit unklar“, erklärt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der VZB.

Prepaid-Karte verursacht hohe Kosten

Unabhängig von dem vermeintlichen Kredit erhalten Verbraucher bei sorglosduo.de und mastercredit.de nach Bestellung des Sofortkredites und der Mastercard Gold zunächst nur eine kostenpflichtige Postsendung per Nachnahme. „Verbraucher haben sich beschwert, dass sie dafür eine Gebühr von 49,90 Euro zuzüglich 10 Euro für die Nachnahme zahlen sollten. Im Päckchen befand sich aber keine Kreditkarte“, berichtet Schaarschmidt. „Stattdessen enthielt es nur eine Aufforderung, nochmals 49,90 Euro als Jahresgebühr zu entrichten, um anschließend die bestellte Karte zu erhalten.“ Weiterhin handelt es sich bei der unter „SorglosDuo“ beworbenen Kreditkarte nur um eine Prepaid-Kreditkarte, auf die man vor der Benutzung erst Geld laden muss. „Hände weg von solchen Angeboten!“ rät der Experte.

Vorsicht auch vor firstgold.de, firstgold.eu und sofort.kredit

„Auch Webseiten wie firstgold.de, firstgold.eu oder sofort.credit bieten ähnliche Angebote, von denen abzuraten ist“, so Schaarschmidt. „Grundsätzlich sollten sich Kreditsuchende vor einer Bestellung Zeit nehmen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, um genau zu verstehen, welche Leistung tatsächlich angeboten wird. Wer bereits eine Kreditkarte bestellt hat, sollte die Post per Nachnahme nicht annehmen. Zusätzlich sollten Betroffene ihren Vertrag unbedingt per Einwurf-Einschreiben gesondert widerrufen“, so Schaarschmidt.

Dabei hilft individuell auch die Verbraucherzentrale:

–       in den Verbraucherberatungsstellen, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.vzb.de/termine oder

–       per E-Mailberatung auf www.vzb.de/emailberatung

 

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher gegenüber Wirtschaft und Politik. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Medien & Telefon, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht.

Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbrauchern gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf. Kürzlich feierte sie ihren 25. Geburtstag.

Potsdam : Tempo 30 in der Zeppelinstraße

VCD Brandenburg: Aufenthaltsqualität in der Zeppelinstraße hat sich bereits erhöht

Zur neuen Tempo 30-Regelung in der Zeppelinstraße stellt der VCD Brandenburg fest: Bereits wenige Tage nach Einführung des niedrigeren Tempolimits hat sich die Aufenthaltsqualität in der Zeppelinstraße merklich gebessert, was wohl vor allem auf die Änderung der Ampelschaltung zurückzuführen ist.

„Es ist faszinierend. Schon jetzt kann man zur Hauptverkehrszeit um 17 Uhr entspannt vor dem Bahnhof Charlottenhof sitzen und einen Kaffee, einen Ayran oder ein Bier trinken und dem Verkehr zuschauen,“ sagt Krister Volkmann, Geschäftsführer des VCD Brandenburg. „Es ist zwar noch nicht das gleichmäßige Gleiten bei Tempo 30, das sich alle wünschen und das wohl aus Lärmschutz- und Luftreinhaltungsgründen besonders wünschenswert wäre, aber auch das moderate Stop-and-Go dank der veränderten Ampelschaltung hat die Aufenthaltsqualität entlang der Zeppelinstraße bereits merklich verbessert. Bei dem warmen Wetter sieht man auch viele offene Fenster zur Zeppelinstraße hin.“

Elektro-Fahrräder prämieren, nicht Elektro-Autos

Die Bundesregierung hat vergangene Woche beschlossen, ab sofort den Kauf von Autos mit elektrischem Antrieb mit Prämien von bis zu 4000 Euro zu fördern. Der VCD Brandenburg hält diese einseitige Förderung von Autos für unsinnig. Auch Elektro-Autos brauchen Platz auf den überfüllten Straßen und die Null-Abgase sind zweifelhaft, wenn der Strom nicht aus regenerativer Gewinnung kommt.

Die E-Mobilität ist keine schlechte Sache, wenn sie richtig umgesetzt wird,“ sagt Gerhard Petzholtz, stellvertretender Landesvorsitzender des VCD Brandenburg. „Sie ist sinnvoll für Busse, Lieferfahrzeuge, Taxis, Krankenwagen, in Parks und auf Friedhöfen. Neuerdings sieht man jedoch in den großen Berufspendlerströmen einen Markt, was nur sinnvoll sein könnte, wenn der öffentliche Personennahverkehr absolut nicht erreichbar ist.“

Der VCD Brandenburg schlägt daher vor, einen finanziellen Anreiz zum Kauf eines E-Fahrrades für Senioren zu etablieren. Von dieser Prämie würden weit mehr Menschen profitieren, als bei der angedachten Prämie für Elektro-Autos. Sie käme auch für die Steuerzahler günstiger, da hier mit weniger Geld viel bewirkt werden könnte.

1 2