Termine der Fachhochschule Potsdam (FHP)

Kurzfristig – heute!

»Was der Fall ist… Prekäre Choreografien« – Lesung und Performance in der Galerie C/O Berlin 

 

Am 15. Februar laden die beiden Autoren Winfried Gerling (FH Potsdam) und Fabian Goppelsröder (FU Berlin) zur performativen Lesung ihres Buches „Was der Fall ist… Prekäre Choreografien“. Den Rahmen bildet die aktuelle C/O Berlin-Ausstellung „Joel Meyerowitz. Why Color?“

“Die Welt ist alles, was der Fall ist.” Was aber ist der Fall? Lässt er sich abbilden, fotografieren? Ist er schlicht unbezweifelbares Faktum, Tatsache, Gewissheit? Oder lässt er als Sturz gerade diese Sicherheiten unsicher und prekär erscheinen?

Die Bildgeschichte des Fallens ist noch kurz. Erst mit der Fotografie wird jene eigentümliche Verschränkung von Determination und Freiheit eigentlich zum Sujet. Und erst der mediale Eigensinn der Chronofotografie lässt die Komplexität des Vorgangs sichtbar werden. Dagegen reicht seine Geschichte als Denkfigur bis zur Erzählung über die Vertreibung aus dem Paradies zurück. Heinrich von Kleist sieht den Fall als Zeichen der „gebrechlichen Einrichtung der Welt“ überhaupt. Stück für Stück entwickelt sich das permanente Fallen vom Lapsus zur conditio humana. Der Mensch, die Welt ist alles, was im Fall ist. In einer Zeit, in der die GoPro den Kick des Stürzens in Netzvideos multipliziert, verliert alles Verlässliche, Stabile seinen Reiz. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Fall zum Signum einer ganzen Kultur geworden.

Das Buch „Was der Fall ist… Prekäre Choreographien“ ist eine Untersuchung über die Bildgeschichte des Fallens und weist besondere Bezüge zu den Fotografien von Joel Meyerowitz auf. Die Autoren und die ChoreographinSaskia Oidtmann lassen den Text in den Dialog treten, nehmen die Formensprache der ausgestellten Werke auf, interpretieren sie als Bewegung im Raum und kreieren auf diese Weise eindrückliche und intime Live-Erlebnisse in der Ausstellung bei C/O Berlin.

Was: Lesung & Performance (Tickets 10/6 Euro, erhältlich an der Abendkasse)

Wann: 15. Februar 2018 um 20.30 Uhr

Wo: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

Kontakt: Prof. Winfried Gerling, gerling­ (at) fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1630


Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier; Informationen zum Buch hier.

 

_______________________________________________________


Neuerscheinung im Verlag der FH Potsdam

Prof. Steffen ist Herausgeber des neuen Tagungsbands mit Beiträgen zur 4. internationalen Konferenz zu Salzen im Kulturgut. Das Buch ist der sechste Band in der Verlagsreihe „Potsdamer Beiträge zur Konservierung und Restaurierung“.

Die Neuerscheinung im Verlag der FH Potsdam mit dem Titel „Proceedings of SWBSS 2017 – Fourth International Conference on Salt Weathering of Buildings and Stone Sculptures“ geht auf eine internationale Tagung zurück, die im September des vergangenen Jahres an der FHP stattfand. Organisiert wurde sie vom Studiengang Konservierung und Restaurierung, gemeinsam mit dem Verein „Salze im Kulturgut e. V.“ und dem Royal Institute for Cultural Heritage in Brüssel.

Die Beiträge stammen von international renommierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Konservierung, Restaurierung, Ingenieurwissenschaften und Architektur und befassen sich inhaltlich mit unterschiedlichen Facetten der schädigenden Wirkung von Salzen auf poröse Materialien. Neben Themen wie Messtechniken, Präventivmaßnahmen gegen Salzschädigung und Strategien zur Salzreduzierung an Bauwerken und historischen Stätten enthält der Band mehrere Fallbeispiele aus verschiedenen Weltregionen zur Forschung an Salzen im Kulturgut.

Steffen Laue (Hrsg.). Proceedings of SWBSS 2017 – Fourth International Conference on Salt Weathering of Buildings and Stone Sculptures. Verlag der Fachhochschule Potsdam.
Im Buchhandel erhältlich für 36,90 €. Das Buch erscheint zeitgleich als frei zugängliche Open Access-Version: Download über die Website des Verlages (www.fh-potsdam.de/verlag).

Kontakt: Joachim Dinter, verlag@fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-2490

_______________________________________________________

Studierende der FH Potsdam bieten Freizeitkurse und Soziale Trainingskurse in Berliner Gefängnissen an


Der Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften hat sein Angebot für den Berliner Justizvollzug mit insgesamt fünf und erstmals parallel laufenden Freizeitpädagogischen Kursen und Sozialen Trainingskursen erweitert. 

Aufgrund der großen Nachfrage seitens der Studierenden des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“ wie auch seitens des Berliner Justizvollzuges können auch in diesem Jahr wieder mehrere Gruppenangebote in Berliner Gefängnissen stattfinden. Seit Ende Januar bis Anfang April 2018 laufen zwei Kurse in der Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin sowie drei Angebote in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel, darunter auch wieder ein Kurs in der Einrichtung zum Vollzug der Sicherungsverwahrung in der JVA Tegel.

Bei beiden Kursangeboten wird über zehn Wochen theoretisches und praktisches Wissen vermittelt, wobei es im Sozialen Training um die Stärkung sozialer Kompetenzen und im Freizeitpädagogischen Kurs um praktische Alltagsgestaltung geht. Zum Sozialen Training gehören beispielsweise Themen wie Kommunikation, Umgang mit Drogen, Biografiearbeit und Zukunftsplanung, während im Freizeitkurs unter anderem Sport, Kunst, Literatur, Musik und Gärtnern auf der Agenda stehen. Die Gruppen setzen sich aus bis zu zwölf Teilnehmern und drei studentischen Kursleitenden zusammen. Grundsätzlich sollen die zu einer Jugend- bzw. Freiheitsstrafe verurteilten Strafgefangenen bzw. die Sicherungsverwahrten mithilfe der niedrigschwellig gestalteten Kurse zum Reflektieren ihrer Kompetenzen und zur Entwickeln neuer Interessen angeregt werden.

Für die Gefangenen und Verwahrten sind die wöchentlich stattfindenden Kurse der Studierenden eine willkommene Abwechslung im Haftalltag. Für die Studierenden ergibt sich die Chance, noch während des Studiums im geschlossenen Setting praktische Erfahrungen mit Gruppenarbeit zu sammeln. Eine umfangreiche Evaluation durch die Studierenden zum jeweiligen Kursende soll der weiteren Professionalisierung künftiger Kursangebote dienen.

Kontakt: Prof. Dr. Gerhard Nothacker, nothacker (at) fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1129

_______________________________________________________

Modellvorhaben „Variowohnungen“ – FH Potsdam auf der bautec 2018

Am 23. Februar präsentieren sich die Modellvorhaben „Variowohnungen“ im Rahmen eines Fachsymposiums. Mit dabei ist das vom IaF Urbane Zukunft wissenschaftlich begleitete „Neubau Wohnhaus für Studierende“ in Berlin-Grunewald.


Klein, flexibel und auch bei geringem Einkommen bezahlbar – Variowohnungen sollen nicht nur den besonderen Anforderungen von Studierenden und Auszubildenden gerecht werden, sondern zugleich eine hohe architektonische und wohnliche Qualität aufweisen. Gefragt sind ebenso effiziente wie zukunftsweisende Wohnkonzepte, die eine Antwort auf den demografischen Wandel geben, sich schnell und mit möglichst geringen Kosten realisieren lassen und den Anspruch individueller Wohnbedürfnisse in der Gemeinschaft ausloten.

Das Modellvorhaben „Variowohnungen“ befasst sich wissenschaftlich mit den architektonischen, baulichen und technischen Innovationen zur Erstellung von nachhaltigem und bezahlbarem Bau von Wohnungen – zunächst für Studierende und Auszubildende. Es ist Wohnraum, der jedoch leicht zur Nutzung durch andere Bevölkerungsgruppen umgestaltet werden kann.

Das Fachsymposium zum Thema Variowohnen auf der bautec 2018 gibt Einblicke in das von der Forschungsinitiative Zukunft Bau aufgelegte Förderprogramm der Variowohnungen, die Modellvorhaben und die Begleitforschung. Veranstalter ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Bitte melden Sie sich hier zum Fachsymposium an.

Was: Fachsymposium und Marktplatz der Projekte: „Innovative Wohnkonzepte: Modellvorhaben Variowohnungen“

Wann: 23. Februar 2018 von 10.00 bis 14.00 Uhr
Wo: Messe Berlin, Marshall-Haus, 14055 Berlin

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, prytula (at) fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-2513

Weiter Infos zum Forschungsprojekt „Variowohnen“ des IaF Urbane Zukunft finden Sie hier

1 2 3 124