Polizei kontrolliert im Baustellenbereich der BAB 10: Rettungsgasse, Überholverbot, Geschwindigkeit, Abstand

Bundesautobahn 10, Bereich der Baustelle Michendorf/ RTK Michendorf Süd – 

Freitag, 08.12.2017 – 

Am vergangenen Freitag führte die Polizeidirektion West die im Sommer mit einer Aktionswoche begonnenen Aufklärungs- und Kontrollmaßnahmen zum Thema „Rettungsgasse“ fort. Beamte der Autobahnpolizei, des Krad-und Eskortendienstes und der Verkehrspolizei nahmen im Bereich der A10-Baustelle bei Michendorf sowohl den PKW- als auch den LKW-Verkehr unter die Lupe. Über mehrere Stunden, Vormittags beginnend, kontrollierten die Beamten, teils in zivil, neben dem Einhalten der Rettungsgasse u.a. auch die Einhaltung des LKW- Überholverbotes, der Geschwindigkeiten und Sicherheitsabstände.

Warum die Kontrollen wichtig sind, erläutert der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz:

„Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion West befindet sich derzeit die größte Autobahnbaustelle im Land Brandenburg. Zwischen den Autobahndreiecken Potsdam und Nuthetal wird die A10 noch für rund zwei Jahre auf acht Fahrstreifen ausgebaut und bereits jetzt zählt dieser Streckenabschnitt zu den meistbefahrenen in Ostdeutschland.

Leider ereignen sich hier aufgrund der engen Verkehrsführung fast täglich Verkehrsunfälle, mit teils schweren Folgen. Ein schnelles Handeln aller Rettungskräfte ist zum Schutz von Leib und Leben, aber auch zur Vermeidung kilometerlanger Staus unabdingbar. Regelmäßig muss unsere Autobahnpolizei jedoch feststellen, dass von vielen Verkehrsteilnehmern keine Rettungsgasse gebildet wird.“

Bei den mehrstündigen Kontrollen wurden u.a. folgende Verstöße festgestellt:

14 Geschwindigkeitsverstöße, festgestellt mit den Videowagen auf der Autobahn

2 Abstandsverstöße, ebenfalls durch Videowagen auf der Autobahn festgestellt

24 Verstöße gegen das Überholverbot für LKW im gesamten Baustellenbereich

1 Verstoß gegen das Verbot des rechts Überholens

8 Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot für LKW im Bereich der Ortschaft Beelitz- Heilstätten. Dort wurde  zeitweise, wegen des bestehenden Durchfahrtsverbotes für LKW, eine stationäre Kontrolle durchgeführt.

Drei Verstöße wegen des Nichtbildens einer Rettungsgasse wurden ebenfalls geahndet. Hier wurde das Bußgeld vor wenigen Monaten auf mindestens 200 Euro angehoben, hinzu kommt eine Fahrverbot. Volllommen zu Recht findet Westbrandenburgs Direktionsleiter Peter Meyritz„Rettungsgassen funktionieren nur, wenn alle Verkehrsteilnehmer die Regeln beachten. Bilden sie also bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse und lassen sie Einsatzfahrzeuge schnell zu ihrem Ziel, denn die Rettungsgasse rettet Leben!

 

Meyritz kündigte für die kommenden Wochen weitere Kontrollen in dem Baustellenbereich sowie auf den bekannten Umfahrungsstrecken an.

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