Potsdam Museum erhält Zuwachs für seine Grafiksammlung

Anlässlich seines 80. Geburtstages hat heute der in München lebende Künstler Joachim Palm 40 Radierungen und 1 Ölgemälde seiner Geburtsstadt geschenkt. Die Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann, nahm diese Neuzugänge gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Anna Havemann entgegen. „Da bisher kein Werk des bekannten Grafikers und Malers in unserer Grafiksammlung vertreten ist, freuen wir uns sehr über diese Erweiterung unseres Bestandes“, sagt Jutta Götzmann. Die Werke, die Joachim Palm für die Schenkung ausgewählt hat, umspannen alle seine Schaffensperioden.

Arbeiten von Joachim Palm befinden sich heute in vielen öffentlichen Sammlungen, u.a. in München, Bonn, Darmstadt, Tübingen, Rio de Janeiro und Sofia.

Menschen, die die Straßen der Großstädte bevölkern, waren seit Beginn seines künstlerischen Schaffens sein Hauptthema. Ob in Rom, im geteilten Berlin oder in Potsdam: sie laufen durch Straßen, überqueren Plätze, verschwinden in Tunneleingängen oder stehen dicht gedrängt in vollen Bussen. Das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Anonymität sowie Abstraktion und Figuration prägt seine Arbeiten.

Joachim Palm verließ als junger Mann Potsdam, studierte an den Kunsthochschulen in Berlin-West und München und beteiligte sich seit 1964 an zahlreichen Ausstellungen in Museen, Galerien und Kunstvereinen. 1970/71 war er Stipendiat in der Villa Massimo in Rom. 1980 erhielt er eine Professur an der Fachhochschule Augsburg. Seit dem Fall der Mauer im Jahr 1989 verbringt er regelmäßig Zeit in Potsdam und hat sich ein Atelier in seinem Elternhaus am Rande des Wildparks eingerichtet.

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