Winterdienst mit 11 Fahrzeugen im Einsatz 7 Ampelausfälle größtenteils behoben / Friedhöfe gesperrt

Ausläufer des Sturmtiefs „Friederike“ mit reichlich Schnee im Gepäck haben gestern Vormittag die Landeshauptstadt erreicht.  Mit dem beginnenden Schneefall war seit 10.15 Uhr der Winterdienst in Schwerin mit insgesamt 11 Fahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs. „Wir sind mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Trotz Winterdienst gibt es Probleme insbesondere an den Steigungen wie z.B. am Plater Berg, der Neumühler Straße und dem Fliederberg, obwohl die Fahrbahn bereits mit Granulat abgestumpft wurde“, so SDS. Wir bitten die Autofahrer weiterhin um Vorsicht und eine witterungsangepasste Fahrweise.

 

Durch mehrere kleinere Stromschwankungen und -ausfälle im Stadtgebiet ist es heute zu Störungen an zahlreichen Ampelanlagen gekommen. Die Ampeln wurden danach automatisch neu gestartet. Das städtischen Verkehrsmanagement und beauftragte Firmen waren anschließend vor Ort unterwegs, um Ampeln zu prüfen, die nicht automatisch hochgefahren  sind. Diese werden manuell neu gestartet.

Der Waldfriedhof und der Alte Friedhof mussten heute für den Besucherverkehr gesperrt werden, weil durch die Schneelast die Gefahr besteht, dass Äste abbrechen und Fußgänger verletzen. Auf dem Waldfriedhof kann der Weg zur Friedhofsverwaltung weiterhin genutzt werden. Am morgigen Freitag wird überprüft, ob die Sperrung aufrechterhalten oder aufgehoben wird. Nach derzeitigem können die angemeldeten Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen durchgeführt werden.

Orkantief „Friederike“ verursachte über 200 Feuerwehreinsätze

Außensportanlagen bis einschließlich Sonntag gesperrt, drei Parkanlagen dürfen nicht betreten werden; KOS und mags im Dauereinsatz

Zahlreiche Schäden verursachte das Orkantief “Friederike”, das mit Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde über NRW fegte, auch in Mönchengladbach. Im Einsatz waren alle drei Feuer- und Rettungswachen, alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, die Leitstellenverstärkung und der Führungsdienst der Feuerwehr Mönchengladbach.
Innerhalb kürzester Zeit kam es zu einem stark erhöhten Einsatzaufkommen. Es gingen bis jetzt (Stand 16 Uhr) 283 sturmbedingte Einsätze / Einsatzstellen bei der Feuerwehr Mönchengladbach ein.  Der Hauptteil der Einsätze lag im Bereich umgestürzter Bäume und loser Dach- und Fassadenteile. Bis jetzt sind 221 Einsätze / Einsatzstellen entsprechend ihrer Priorisierung abgearbeitet. 62 Einsätze / Einsatzstellen sind noch offen.  Die Feuerwehr Mönchengladbach ist mit 200 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr und 30 Kräften der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Unterstützt wird die Feuerwehr Mönchengladbach durch etwa 20 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen zur Versorgung der eingesetzten Einsatzkräfte.Es wurden keine Personenschäden in Mönchengladbach verzeichnet.
Die Schulleitungen wurden gebeten, bis zur Beruhigung der Situation die Kinder in den Klassen zu belassen, um einen gefahrlosen Heimweg zu ermöglichen. In mehreren weiterführenden Schulen fiel der Unterricht aus. Die Schulverwaltung stand im engen Kontakt zur Feuerwehr und informierte fortlaufend die Schulen.
Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt alle Außensportanlagen aus Sicherheitsgründen bis einschließlich Sonntag gesperrt, weil Bäume auf Anlagen umstürzten oder umzustürzen drohen. Die Sperrung ist zur Beseitigung der Schäden und Kontrolle der Bäume notwendig. Die mags sperrte aus Sicherheitsgründen den Hans-Jonas-Park, den Schmölderpark und die Grünanlage am Badhotel in Odenkirchen mit Flatterband ab. Die Anlagen dürfen vorerst nicht betreten werden. Die mags ist aktuell noch pausenlos mit zahlreichen Kräften unterwegs, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die Arbeiten werden auch in den kommenden Tagen noch andauern. Wie viele Bäume “Friederike” zum Opfer fielen, steht derzeit noch nicht fest. Wegen umgestürzter Bäume auf Straßen mussten auch zahlreiche Straßenabschnitte gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden.
Das Orkantief führte auch zu zahlreichen Anrufen beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOS), bei dem wie auch bei der Feuerwehr zahlreiche Anrufe wegen sturmbedingter Gefahrenstellen eingingen. Hierbei handelte es sich unter anderem. um Hinweise auf umgestürzte Bäume, herabgefallene Dachziegeln, ungesicherte PKW-Anhänger, umgestürzte Bauzäune sowie umherfliegende Verkehrsschilder. Wegen der hohen Einsatzlage wurde die Spätschicht des KOS zur Unterstützung der Frühschicht zwei Stunden eher in den Dienst versetzt und die Leitstelle personell verstärkt. Insgesamt 18 Gefahrenstellen wurden durch den KOS angefahren und beseitigt. Weitere Gefahrenstellen wurden zuständigkeitshalber an die Feuerwehr und die mags weitergeleitet. Bis auf drei Ausfälle an Ampelanlagen durch verdrehte Peitschen und gerissene Kabel, die nach 30 Minuten durch von der Stadt beauftragte Firmen wieder in Betrieb genommen werden konnten, zeigte “Friederike” bei den Signalanlagen im Stadtgebiet keine Wirkung. (pmg/sp)

Orkantief Friederike: 250 Einsätze, Schwerpunkt im Nordkreis

(pen) Die Luft ist raus: Orkantief Friederike hat den Ennepe-Ruhr-Kreis verlassen. Bis die Einsatzkräfte alle Schäden beseitigt haben, wird es an vielen Stellen aber noch mindestens bis in die späten Abendstunden dauern. Größere Straßensperrungen gibt es nicht mehr. Ausnahme: Völlig offen ist noch, wann die Ruhr-Brücke in Witten-Herbede wieder genutzt werden kann. Aktuell noch gesperrt ist zudem die Bahnstrecke zwischen Witten und Wetter (Ruhr). Hier liegen Bäume auf den Gleisen. Die Verantwortlichen zählten vier Verletzte, darunter ein Feuerwehrmann.

Seit 10 Uhr heute Morgen und bis in die frühen Nachmittagsstunden hatten die neun Disponenten in der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus Anruf auf Anruf entgegen genommen. Aus der siebten Etage werden die Einsätze der Feuerwehren und Rettungskräfte in den neun Städten des Kreises koordiniert.

Am Ende waren es rund 250. Der Schwerpunkt lag im Nordkreis, Friederike traf vor allem die Städte Hattingen, Herdecke, Wetter und Witten. Neben Feuerwehr (470 Kräfte) und THW (80 Kräfte) waren auch Polizei und weitere Hilfsorganisationen damit beschäftigt, im gesamten Kreis wieder aufzuräumen und für Sicherheit zu sorgen.

Glück im Unglück hatten nach Angaben der Kreispolizeibehörde vier Autofahrer. Ihnen fielen während der Fahrt Bäume auf ihre Autos. Es blieb bei Blechschäden. Leicht verletzt wurden hingegen vier Personen. Während eine von ihnen von der Feuerwehr aus einem abgerutschten Hang gerettet werden musste, wurden die anderen beiden von umherfliegenden Teilen getroffen beziehungsweise von einer Windböe erfasst. Zudem klemmte sich ein Feuerwehrmann den Fuß ein.

Schwerpunktmäßig ging es für die Einsatzkräfte darum, umgestürzte Bäume sowie die Folgen abgedeckter Dächer zu beseitigen. Dazu kamen – Auszug aus der Liste der Schadensfälle -: An der Wittener Hellweg Schule drohte das Dach der Turnhalle abzustürzen und in Ennepetal beschert ein Dachschaden am Schulstandort Breslauer Straße den Schülern der Sekundarschule morgen einen freien Tag. In Einzelfällen sollen Hausdächer so stark beschädigt sein, dass die Bewohner zunächst bei Verwandten unterkommen müssen.

In Hattingen war der Zugang ins Rathaus wegen herabfallender Ziegel zeitweise nicht möglich, in Herdecke kann das Rathaus aus gleichem Grund nur durch den Hintereingang betreten werden, in Ennepetal hatte die Regionalstelle des Jobcenters EN wegen eines Schadens am Dach am Donnerstagnachmittag geschlossen. Bereits am Vormittag hatten die Berufskollegs Ennepetal und Witten des Kreises sowie weitere Schulen in den Städten ihren Unterricht frühzeitig beendet.

Auch wenn die Friederike jetzt abgezogen ist, lautet eine Empfehlung aus dem Kreishaus: Die Wälder nicht zu betreten. Momentan hängen noch etliche abgebrochene Äste in Baumkronen, die beim nächsten Wind herabfallen können. Außerdem ist der Boden durch den Regen der letzte Tage durchnässt und die Standfestigkeit der Bäume ist beeinträchtigt. Das damit verbundene Risiko sollte kein Bürger unterschätzen.

Orkantief Friederike: Situation im Märkischen Kreis beruhigt sich

Märkischer Kreis. (pmk). Die Anzahl der Notrufe nehmen in der Kreisleitstelle deutlich ab. In der Spitze gab es kreisweit 408 Schadensmeldungen, durch umgestürzte Bäume oder Gerüste oder abgedeckte Dächer. Es wurden keine verletzten Personen gemeldet.
Aktuell laufen 253 Einsätze. 93 eingegangene Schadensmeldungen konnten noch nicht in Angriff genommen werden. Sie werden nach Priorität abgearbeitet. Zurzeit sind noch rund 1200 Kräfte im Einsatz. Freiwerdende Kräfte im Südkreis, wo der Orkan inzwischen etwas abflaut, werden zur Unterstützung der Feuerwehren in den Nordkreis, insbesondere nach Iserlohn und Menden verlegt.

Sturm Friederike – erstes Fazit des Einsatzgeschehens

Kreis Borken. Der Sturm Friederike ist mit voller Wucht über den Kreis Borken hinweggezogen: Rund 550 Mal mussten daher am heutigen Tage Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst ausrücken, um Hilfe zu leisten. Insgesamt zehn Verkehrsunfälle waren zu verzeichnen. Dabei wurden zwei Personen leicht und eine schwer verletzt.
Bei den technischen Hilfeleistungen ging es vor allem darum, umgestürzte Bäume wegzuräumen, Dächer abzusichern und andere Gefahrenstellen zu beseitigen. In zwei Fällen ging es um Gefahrgut. So stürzte ein Baum auf einen Güllebehälter und ein Gastank wurde beschädigt – Schäden für die Umwelt entstanden glücklicherweise nicht.
Einen Überblick über die Gesamthöhe der im Kreis Borken durch den Sturm entstandenen Schäden gibt es derzeit noch nicht. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange und müssen sicherlich in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Die heute um zusätzliche Kräfte verstärkte Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst geht jetzt wieder in den normalen Arbeitsbetrieb. Das kult Westmünsterland in Vreden und die Wertstoffhöfe Gescher-Estern und Rhede der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland, die heute vorsorglich geschlossen wurden, werden morgen wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet haben.
Ausdrücklich bittet der Kreis Borken, auch nach Abflauen des Sturms vorsichtig zu sein. Es können immer noch Dachziegel herunterfallen und Bäume bzw. Äste abbrechen. Daher sollten auch in den nächsten Tagen keine Wälder aufgesucht werden.

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