Digitale Zukunft für historisches RAW-Gelände in Potsdam

Standort soll regen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und jungen Unternehmen ermöglichen

Potsdam/Berlin (ots) – Das Berliner Projektentwicklungsunternehmen Trockland plant gemeinsam mit internationalen Investoren die Entwicklung eines zentralen Ortes der digitalen Transformation auf dem Potsdamer RAW-Gelände. Das neue Zentrum ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs will eine Brücke zwischen etablierten Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaft und Start-ups, zwischen Marktführern und jungen Herausforderern für die gesamte Hauptstadtregion sein.

Der zukünftige Standort für die Digital-, Medien- und Kreativwirtschaft soll durch die Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsbauten und durch Neubauten auf eine Bruttogeschossfläche von weit über 20.000 m² erweitert werden. Als Projektentwickler mit Fokus auf Immobilien mit historischem Hintergrund wird Trockland in Kürze Architekten aus Potsdam und Berlin zu einer geschlossenen Ausschreibung einladen. Ihre Aufgabe wird sein, die alte Bausubstanz unter Wahrung ihres Charakters in das digitale Zeitalter zu transformieren und mit den Neubauten zu einer Einheit zu verbinden. Die Fertigstellung des Projektes wird für 2021 avisiert.

Das Interesse am zukünftigen Standort ist groß: Bereits vorab haben diverse Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie kleinere und größere Organisationen und Unternehmen der Digital- und Medienwirt-schaft den Wunsch geäußert, Räumlichkeiten anzumieten.

“Die Absicht der Investoren, mit dem Erwerb der neuen RAW-Halle einen Innovationshub, also einen Kompetenzort in Sachen ‘IT und Innovation’ am Standort Potsdam zu schaffen, in dem Gründer und junge Unternehmen Tür an Tür mit gestandenen Unternehmen und Institutionen optimale Rahmen- und Arbeitsbedingungen in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofs finden werden, hat meine volle Unterstützung”, äußerte sich Oberbürgermeister Jann Jakobs erfreut. “Das Vorhaben fügt sich in besonderer Weise in die bisherigen Entwicklungen und unsere weiteren Ziele für den Wirtschaftsstandort Potsdam ein. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Ansiedlung in Verbindung mit der Nutzung einer solchen besonderen Immobilie wie der RAW-Halle Potsdams guten Ruf als Innovations- und Kompetenzstandort weiter ausbauen können”, so Jakobs weiter.

Der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Hendrik Fischer, begrüßte die Investition: “Allen Beteiligten ist es im engen Miteinander gelungen, eine große Potenzial-fläche einer neuen sinnvollen Bestimmung zuzuführen. Damit wird das Potsdamer Stadtzentrum um einen großen Gewerbestandort für Zukunftstechnologien reicher. Wir werden die Entwicklung auf dem RAW-Gelände nach Kräften unterstützen. Ich bin zuversichtlich, dass von diesem Ort eine große Dynamik für die Wirtschaftsentwicklung in der Stadt Potsdam und darüber hinaus auch für die Region ausgehen wird.”

“Wir empfinden es als große Ehre, dass wir dem RAW-Gelände neues Leben einhauchen dürfen. Es ist ein Juwel, welches hervorragend in unser Portfolio passt. Die Entwicklung von historischen Ensembles durch die Verschmelzung von denkmalgeschütztem Bestand und ausdrucksstarker Neubau-Architektur ist für uns immer wieder ein besonderer Ansporn”, sagte Heskel Nathaniel, CEO und Geschäftsführer von Trockland.

Heskel Nathaniel weiter: “Welche Stadt wäre geeigneter als Potsdam für einen neuen Digital-Hub? Schon heute ein bedeutender Medien- und Wissenschaftsstandort, punktet Potsdam mit einem klaren Bekenntnis für die digitale Zukunft. Aufgeschlossene Institutionen und Behörden, erstklassige Bildungseinrichtungen, etablierte Technologieunternehmen, kurze Wege, schnelle Entscheidungen – die Grundvoraussetzungen für unser Projekt könnten nicht besser sein.”

“Wir wollen das RAW-Gelände als innovativen Standort für die digitale Transformation weit über die Grenzen Brandenburgs und Berlins positionieren und als ein Leuchtturmprojekt auf der digitalen Karte Deutschlands erstrahlen lassen”, fasste Vitali Kivmann, Sprecher der Investoren deren Zielvorstellung zusammen.

Über Trockland:

Die 2010 gegründete Trockland Management GmbH ist eine Investment- und Projektentwicklungsgesellschaft mit dem Augenmerk auf nicht alltägliche Immobilien für den eigenen Bestand. In Berlin beheimatet, konzentriert sich Trockland auf die Entwicklung und Realisierung von Objekten in erstklassigen Stadtlagen in der Bundeshauptstadt. Dazu zählen Neubau sowie der Ankauf mit anschließender Umwandlung oder Renovierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien für eine nachhaltige Wertsteigerung. Durch die Philosophie des Unternehmens “Build to Hold” und seine enorme Agilität entstand so ein eindrucksvolles Immobilienportfolio mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro, darunter die Projekte am Checkpoint Charlie und das prämierte Wohnquartier Paragon Apartments. Weitere Informationen unter www.trockland.com.

Deutsche Wohnen präsentiert Ergebnisse ihrer Mieterbefragung

Die Deutsche Wohnen Gruppe hat von Mitte August bis Ende September 2017 eine breit angelegte Mieterbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Befragt wurden alle Mieter (ohne Gewerbe) in ganz Deutschland. Fast 20 %, d.h. 29.000 Mieter, beteiligten sich an dieser ersten Mieterbefragung des Unternehmens.

„Von dieser ungewöhnlich hohen Beteiligung waren wir positiv überrascht.“, so Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen SE. „ Wir haben jetzt klare Rückmeldung von einer sehr großen Anzahl unserer Kunden zu  Kundenservice, Wohnumfeld und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen. Es ist sehr wertvoll, nun die Perspektive unserer Mieter zu kennen. Gleichzeitig legen die Ergebnisse auch Schwächen offen. Natürlich kann unsere Strategie, die Kundenorientierung weiter auszubauen, immer noch verbessert werden, indem wir z. B. die Präsenz im Quartier erhöhen.“

Die Deutsche Wohnen hat deshalb bereits in den letzten Monaten erste Schritte zur Verbesserung des Kundenservice unternommen. Die FACILITA Berlin GmbH, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens,  wurde mit dem kurzfristigen Ziel, den gesamten Berliner Bestand betreuen zu können, personell deutlich aufgestockt. Durch den Einsatz von Mitarbeitern vor Ort, fest zuständigen Hausmeistern in der jeweiligen Siedlung, gibt es zukünftig im gesamten Berliner Bestand weitere direkte Ansprechpartner für Kunden- und Quartiersbelange.

Über alle Regionen hinweg sind 80% der Befragten mit ihrer Wohnung zufrieden bis sehr zufrieden, lediglich 4% sind überhaupt nicht zufrieden. Gefragt nach den wichtigsten Punkten in Bezug auf ihre Wohnanlage und ihr Wohnumfeld nannten die Befragten aller Regionen vor allem die Aspekte Sicherheit, Sauberkeit und Müllentsorgung.

Michael Zahn: „Das Thema Sicherheit im Wohnumfeld stufen unsere Kunden als besonders wichtig ein. Dies ist nicht nur ein wichtiger Hinweis für uns als Vermieter sondern m. E. auch von gesellschaftspolitischer Relevanz. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, dass bei den so wichtigen Aspekten Sauberkeit und gepflegte Grünanlagen die richtigen Weichen gestellt werden. Unsere Mitarbeiter nehmen dies als wichtige Aufgabe an. Und die Basis für die gute Zusammenarbeit vor Ort ist da, denn die deutliche Mehrzahl unserer Kunden stufen die Mitarbeiter und Partner der Deutsche Wohnen Gruppe als freundlich, kompetent und zuverlässig ein.“

Thema der Befragung war auch, welche zukünftigen Leistungen Mieter erwarten und nutzen würden. Über 80% der Mieter haben ein hohes Interesse am Ausbau der persönlichen Kontaktmöglichkeiten vor Ort oder in Wohnungsnähe. Auch Online-Services wie eine Service App sind für die Mehrheit interessant. Die Nachfrage nach Carsharing-Angeboten war hingegen vergleichsweise gering.

Die Befragung wurde von SKOPOS durchgeführt, ein international tätiges Marktforschungsinstitut mit über 20 Jahren Erfahrung in der Durchführung von Studien im Bereich der Markt- und Kommunikationsforschung. Die Anonymität der Befragung wurde durch die Beauftragung von SKOPOS gewährleistet. Die Ergebnisse wurden ausschließlich zusammengefasst ausgewertet, Rückschlüsse auf einzelne Personen sind deshalb nicht möglich.

 

Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine der führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland und Europa, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasste zum 30. September 2017 rund 163.500 Einheiten, davon 161.000 Wohneinheiten und 2.500 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist im MDAX der Deutschen Börse gelistet und wird zudem in den wesentlichen Indizes EPRA/NAREIT, STOXX® Europe 600 und GPR 250 geführt.

Deutsche Wohnen präsentiert starkes Neunmonatsergebnis

Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 verliefen für die Deutsche Wohnen sehr erfolgreich. So konnte das Unternehmen seinen Gewinn um EUR 43,4 Mio. auf EUR 706,0 Mio. steigern (9M 2016: EUR 662,6 Mio.), beeinflusst im Wesentlichen durch das verbesserte Betriebsergebnis (EBITDA) sowie die Aufwertung des Portfolios um knapp EUR 900 Mio. zum ersten Halbjahr 2017.

Der FFO I (Funds from Operations, operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern) erhöhte sich im Vorjahresvergleich entsprechend um 9 % auf EUR 330,0 Mio. (9M 2016: EUR 303,0 Mio.). Je Aktie stieg der FFO I (unverwässert) um mehr als 4 % auf EUR 0,94. Die Prognose für den FFO I bleibt unverändert bei mindestens EUR 425 Mio. für das Geschäftsjahr 2017. Der EPRA NAV (unverwässert) erhöhte sich seit Jahresbeginn um 6 % auf EUR 31,55 je Aktie (31. Dezember 2016: EUR 29,68 je Aktie). Der Verschuldungsgrad des Konzerns (Loan to Value Ratio) reduzierte sich leicht auf 37,0 % (31. Dezember 2016: 37,7 %) und liegt damit im Zielkorridor von 35 % bis 40 %.

Weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses

 

Das Portfolio der Deutsche Wohnen umfasste zum 30. September 2017 mehr als 163.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit einem Fair Value von rund EUR 17,2 Mrd. (ohne Pflege und Betreutes Wohnen). Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Gesamtbestand betrug zum Stichtag EUR 6,33 je m². Auf Like-for-like-Basis erzielte die Deutsche Wohnen im Vermietungsbestand ein Mietwachstum von 4,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Leerstand befand sich hier auf einem anhaltend niedrigen Niveau von 1,7 % (Vorjahr: 1,5 %); davon waren rund 0,5 % investitionsbedingt.

Die Vertragsmieten stiegen in den ersten neun Monaten 2017 auf EUR 553,4 Mio. (Vorjahr: EUR 526,1 Mio.). Das operative Ergebnis (Net Operating Income – NOI) erhöhte sich infolgedessen auf EUR 428,6 Mio. (Vorjahr: EUR 414,6 Mio.).

Das Verkaufssegment ist nach wie vor geprägt von der anhaltenden Dynamik am Wohnimmobilienmarkt. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 3.072 Einheiten veräußert. Trotz der Aufwertungen in den vergangenen zwei Jahren bewegen sich die Bruttomargen mit 23 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Bis zum Stichtag 30. September hatten 2.174 Einheiten Nutzen- und Lastenwechsel und werden dementsprechend im Verkaufsergebnis von EUR 28,5 Mio. (Vorjahr: EUR 46,4 Mio.) abgebildet.

Neben den Wohn- und Gewerbeeinheiten verfügt die Deutsche Wohnen über 51 Einrichtungen im Segment Pflege und Betreutes Wohnen mit insgesamt rund 6.700 Plätzen und einem Fair Value von rund EUR 688 Mio. Der Ergebnisbeitrag stieg aufgrund von Zukäufen im letzten Geschäftsjahr deutlich auf EUR 36,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.) an. Annähernd die Hälfte der Pflegeeinrichtungen wird von der KATHARINENHOF® bewirtschaftet, an der die Deutsche Wohnen mit 49 % beteiligt ist. Die Auslastung dieser Einrichtungen bewegt sich mit 98 % seit Jahren auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Das bereinigte EBITDA ohne Verkaufsergebnis hat sich bei einer im Vergleich zum Jahresende 2016 weitgehend konstanten Kostenquote und trotz erhöhter Instandhaltungsaufwendungen auf EUR 435,3 Mio. (Vorjahr: EUR 405,0 Mio.) verbessert.

 

Erfolgreiche Refinanzierung von Wandelschuldverschreibungen

Im Oktober hat die Deutsche Wohnen neue Wandelschuldverschreibungen mit einer Endfälligkeit im Jahr 2026 und einem Gesamtvolumen von EUR 800 Mio. ausgegeben. Sie werden bei einer Wandlungsprämie von 40 % über dem Referenzkurs von EUR 36,32 je Aktie mit einem Kupon von jährlich 0,6 % verzinst. Der Emissionserlös der neuen Wandelschuldverschreibungen wurde größtenteils für den Rückkauf der bestehenden Wandelschuldverschreibungen 2014 verwendet.

„Mit dieser Transaktion haben wir das günstige Zinsumfeld genutzt und in diesem Jahr bereits die zweite tief im Geld stehende Wandelschuldverschreibung erfolgreich frühzeitig refinanziert. Wir konnten damit das Verwässerungsrisiko für unsere Aktionäre deutlich reduzieren. Dies zeigt sich insbesondere in unserem verwässerten FFO I je Aktie, der im Vergleich zum Vorjahr und unter Berücksichtigung der Effekte der Refinanzierung um rund 15 % anstieg“, erklärt Philip Grosse, CFO der Deutsche Wohnen SE.

Investitionen weiter ausgebaut

Die Deutsche Wohnen investierte in den ersten neun Monaten 2017 EUR 216,2 Mio. bzw. annualisiert rund EUR 29,03 pro m2 (Vorjahr: EUR 147,9 Mio. bzw. rund EUR 20,08 pro m2) in die Instandhaltung und Modernisierung des Immobilienportfolios und hat damit ihren Zielwert von EUR 30 pro m² fast erreicht. Im Rahmen ihres Modernisierungsprogramms wird die Deutsche Wohnen bis 2021 ca. 30.000 Einheiten sanieren. Rund 46 % der Einheiten befinden sich aktuell in der Ausschreibung bzw. in der Bauphase, 6 % sind bereits fertiggestellt.

Neu ab 1.12.! Förderung für Energieberatung ausgeweitet

Berlin (ots) – Mehr geförderte Energieberater für mehr Energieeffizienz – Verbraucher erhalten größeren Spielraum bei der Wahl eines Energieberaters

Die rund 18 Millionen Wohngebäude in Deutschland bieten ein enormes Potenzial für Energieberatung und energetische Sanierung. Hinzu kommen zahlreiche Nichtwohngebäude und Anlagen von mittelständischen Unternehmen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) weitet deshalb ab dem 1. Dezember 2017 die Förderungen für die Energieberatung für Wohngebäude und mittelständische Unternehmen auf alle qualifizierten Fachleute aus. Verbraucher profitieren von einem größeren Beratungsangebot, Betriebe z.B. des Handwerks oder der Baubranche von einem neuen Geschäftsfeld.

Mit einer Öffnung der Förderung für Energieberater ermöglicht das BMWi mehr qualifizerten Fachleuten, den Weg in die staatlich bezuschusste Energieberatung einzuschlagen. Ab dem 1. Dezember 2017 können die Förderungen für “Energieberatung für Wohngebäude” und “Energieberatung im Mittelstand” von allen Handwerksbetrieben oder Energieversorgern wie Stadtwerken mit entsprechender Qualifikation beantragt werden. Eine Energieberatung und die energetische Sanierung dürfen fortan zudem vom selben Handwerks- oder Baubetrieb geleistet werden, sollten Kunden dies wünschen. Zuvor war das nicht möglich, lediglich ihrer beruflichen Tätigkeit nach unabhängige Energieberater ohne wirtschaftliches Eigeninteresse wie Architekten, Ingenieure oder Handwerker ohne eigenen Betrieb konnten einen Antrag auf staatlichen Zuschuss stellen.

Enorme Potenziale für Energieeffizienz

Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik – Wärme und Effizienz im BMWi betont: “Wir stellen die Energieberatung auf eine breitere Basis und bringen sie näher zum Verbraucher. Dafür ist eine sehr viel größere Zahl an qualifizierten Energieberatern notwendig, die über direkte Kundenkontakte verfügen und beim Verbraucher das Interesse an einer Energieberatung wecken können. Eine qualifizierte Beratung bildet nach unserer Erfahrung eine wichtige Grundlage für energieeffiziente Gebäudesanierungen und die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien und trägt dazu bei, dass die Energie- und Klimaziele erreicht werden können.”

Angesichts der rund 18 Millionen Wohngebäude in Deutschland, circa 14 Millionen davon sind Ein- und Zweifamilienhäuser, liegen die großen Potenziale für Energieberatung noch weitgehend brach. Die geförderten Energieberatungen stagnieren auf einem niedrigen Niveau. Dabei können Verbraucher von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz durch niedrigere Energiekosten spürbar profitieren. Auch bei der “Energieberatung im Mittelstand” stagniert die Zahl der Energieberatungen auf niedrigem Niveau. Unternehmen können im Schnitt 30 Prozent ihres Energieverbrauchs durch Energieeffizienzmaßnahmen einsparen.

Ein qualifizierter Energieberater prüft systematisch die Energieeffizienz von Gebäuden und Anlagen und informiert Immobilienbesitzer und Unternehmen, welche Einsparpotenziale es wo gibt und mit welchen Maßnahmen sie langfristig ihre Energiekosten senken können. Weiterhin erklärt der Energieberater die Fördermöglichkeiten für Energieeffizienzmaßnahmen.

Die Anforderungen an die Qualität einer objektiven und neutralen Energieberatung bleiben mit der Ausweitung des Angebots an förderfähigen Energieberatern erhalten: Der Berater muss wie bisher eine Grundqualifikation (z.B. Ingenieur oder Handwerksmeister) und eine Weiterbildung zum Energieberater nachweisen. Die Beratungsberichte müssen umfassend sein, bei Wohngebäuden z.B. in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans, und werden stichprobenweise geprüft.

Energieberatung für jeden Bedarf

Immobilienbesitzer können wählen, ob sie eine Beratung zu einzelnen, aufeinander abgestimmten Energieeffizienzmaßnahmen über einen längeren Zeitraum wünschen oder eine Beratung für eine komplette energetische Sanierung in einem Zug.

Für eine “Energieberatung für Wohngebäude”, wie die bisherige Vor-Ort-Beratung ab dem 1. Dezember 2017 heißen wird, übernimmt das BMWi 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.100 Euro für Mehrfamilienhäuser. Bei der “Energieberatung im Mittelstand” gibt das BMWi bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den Beratungskosten, die exakte Höhe hängt von den Energiekosten des Unternehmens ab.

Die ebenfalls vom BMWi geförderte Energieberatung durch die Verbraucherzentralen ist von der Neuregelung nicht betroffen.

Interessierte finden die vom BAFA zugelassenen, antragsberechtigten Energieberater z.B. in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes unter https://www.energie-effizienz-experten.de.

Schutz vor Schäden bei Naturereignissen – Elementarschadenversicherung schafft Abhilfe

Hamburg (ots) – Im Laufe der letzten Jahre haben Deutschland immer wieder Orkane, starke Regenfälle und damit auch Hochwasser heimgesucht. Solche kraftvollen Wetterkapriolen sind nicht nur lebensgefährlich, sondern zerstören häufig Wohnhäuser und andere Immobilien. Daraus entstehen hohe finanzielle Schäden, die eine herkömmliche Wohngebäudeversicherung nicht immer übernimmt. “Um auch bei Naturgewalten auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, die bestehende Versicherung um Elementarschäden zu erweitern oder sogar eine separate Elementarschadenversicherung abzuschließen”, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (https://www.baufi24.de/). Aus diesem Grund sollten zukünftige Immobilienbesitzer am besten schon vor dem Bau des Eigenheims solche Risiken beachten und gegebenenfalls Vorkehrungen treffen.

Richtig informieren und Situation abwägen

Gesetzliche Pflichten zum Versicherungsabschluss gibt es kaum. Lediglich die finanzierenden Banken setzen meist voraus, dass der Kreditnehmer für das Haus eine Feuerrohbauversicherung vorweist. Darüber hinausgehende Leistungen bietet die Wohngebäudeversicherung. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Art Basis-Schutz. Bei Katastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Lawinen haftet oftmals nur die Elementarschadenversicherung. Damit Häuslebauer im Notfall nicht vor einem finanziellen Fiasko stehen, ist es ratsam, schon im Vorfeld die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Elementarschadenversicherung nicht immer umsetzbar

Abhängig von der Lage der Immobilie ändern sich auch die Möglichkeiten. Denn nicht jeder kann eine Elementarschadenversicherung abschließen. “In Gebieten, die bekannt für eine erhöhte Hochwassergefahr sind, beispielsweise direkt am Rhein oder an der Elbe, bekommen Hauseigentümer eine solche Police nicht oder nur gegen einen hohen Preisaufschlag”, weiß Scharfenorth. Grundsätzlich gilt jedoch: Eine unabhängige Beratung durch einen Versicherungs- oder Finanzierungsexperten hilft Unklarheiten zu beseitigen und die individuelle Situation richtig einzuschätzen. So stellen notwendige Versicherungen unter Umständen einen nicht unwesentlichen Anteil der Nebenkosten dar. Um bei der Anschlussfinanzierung zu sparen, erhalten Interessierte bei Baufi24 einen Überblick und Vergleich der zahlreichen Möglichkeiten unterschiedlicher Banken: https://www.baufi24.de/anschlussfinanzierung/.

1 2 3 7