Aufsichtsrat billigt Jahresabschluss 2017: Fortschritte bei Sachverständigenprüfungen am BER

Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat in seiner heutigen Sitzung nach Anhörung der Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss 2017 des Unternehmens einstimmig gebilligt. Weitere Themen waren der Bericht über den Stand der Fertigstellung des Flughafens Berlin Brandenburg, ein Bericht zu aktuellen Finanzverhandlungen mit Banken, Bürgen und Gesellschaftern, die Neuordnung der Terminalbezeichnungen am BER und die Stärkung der Hauptstadtregion durch die Vergabe von Luftverkehrsrechten für Langstreckenverbindungen.

Das operative Ergebnis (EBITDA) der Berliner Flughäfen ist im Jahr 2017 mit EUR 101,7 Mio. deutlich positiv. Für das laufende Jahr rechnet die Flughafengesellschaft mit einer Kompensation des 2017 weggefallenen Verkehrsvolumens durch die Airberlin-Insolvenz und einem moderaten Wachstum der Fluggastzahlen sowie einer entsprechenden Verbesserung des operativen Ergebnisses.

Im Zuge der regelmäßigen Berichterstattung über den Stand der Fertigstellung des BER wurde dem Aufsichtsrat vom Stand des Bauvorhabens berichtet. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Fertigstellung der für den Brandschutz notwendigen Anlagen, die ebenfalls unverändert für das erste Quartal 2019 erwartet wird.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die sich gut entwickelnden Verhandlungen mit den wichtigsten Dienstleistern zur Pauschalisierung der Leistungen. Mit der Firma Bosch wurde ein Pauschalvertrag – mit Bonus-/Malusregelung – zur Entrauchung abgeschlossen und die Fertigstellung der prüfpflichtigen Anlagen inkl. Betreiberdokumentation im Februar 2019 fest vereinbart. Zur Programmierung der Entrauchungssteuerung (ÜSSPS) hat die Firma Siemens zugesagt, diese bis Ende 2018 final abzuschließen. Damit können auch für die Arbeiten an der ÜSSPS die notwendigen Prüfungen der Übergeordneten Sachverständigen im ersten Quartal 2019 abgeschlossen werden.

In ihrem Bericht an den Aufsichtsrat schilderte die Geschäftsführung den Stand der Verhandlungen über neue Langstreckenverbindungen insbesondere nach China und in den Mittleren Osten. Die Geschäftsführung verwies auf die aktuellen strukturellen Bedarfe der Hauptstadtregion für zusätzliche Luftverkehrsrechte für Langstreckenverbindungen und kündigte eine gemeinsame Initiative mit der Berliner und Brandenburger Wirtschaft an, um spätestens am BER ein für die Hauptstadtregion angemessenes Langstreckenportfolio zu haben.

Staatssekretär Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Die Flughafengesellschaft hat in einem turbulenten Jahr ein gutes wirtschaftliches Ergebnis erreicht und einmal mehr gezeigt, dass das Unternehmen und vor allem die Mannschaft Flughafen kann. Ich bin zuversichtlich, dass wachsende Fluggastzahlen das Geschäftsergebnis in diesem Jahr wieder steigen lassen. Natürlich gilt unser Hauptaugenmerk nach wie vor der Einhaltung des Inbetriebnahmetermins im Oktober 2020. Hierfür müssen wir weiterhin mit Nachdruck eintreten.“

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „2017 hat die FBB einmal mehr gezeigt, dass sie es unter schwierigen Bedingungen versteht, Geld mit dem Flughafen zu verdienen. Anders als andere Flughäfen stammen unsere Einnahmen schwerpunktmäßig aus dem Flugbetrieb. Der Betrag, den wir mit dem sogenannten Non-Aviation-Geschäft erzielen, ist vergleichsweise klein. Die Bedingungen dafür das zu ändern, werden wir erst mit dem wesentlich größeren BER bekommen.“

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