Brandenburg will bessere Ausstattung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks

Das von Deutschland und Polen finanzierte Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) soll finanziell besser ausgestattet werden. Dafür hat die Brandenburger Landesregierung heute auf Vorschlag von Bildungsminister Günter Baaske eine Bundesratsinitiative beschlossen. Baaske: „Das Jugendwerk ist ein Eckpfeiler der deutsch-polnischen Verständigung. Aufgrund knapper Mittel kann die erfreulich hohe Nachfrage am deutsch-polnischen Jugendaustausch nicht gedeckt werden. Das muss sich ändern.“
 
Minister Günter Baaske begründete den Vorstoß: „Dem Jugendwerk ist es kontinuierlich gelungen, im schulischen und außerschulischen Bereich und mit wechselnden aktuellen Themenschwerpunkten die junge Generation in beiden Ländern füreinander zu interessieren und so nachhaltige Kontakte zu fördern.“
 
Das Interesse an diesen Jugendbegegnungen ist ungebrochen hoch. Um der großen Zahl der Förderanträge entsprechen zu können, müssten die Beiträge der Bundesregierung an das DPJW jedoch erhöht werden. Das Land Brandenburg, das den Beziehungen zum Nachbarn Polen eine herausgehobene Bedeutung beimisst, hat daran ein besonderes Interesse. Daher fordert es den Bundesrat auf, eine Entschließung zu verabschieden, die die Bundesregierung auffordert, die Zuwendungen an das DPJW schrittweise zu erhöhen.
 
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk wurde am 17. Juni 1991 ins Leben gerufen – anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Seitdem fördert es das gegenseitige Kennenlernen, Verstehen und enge Zusammenwirken der Jugend Deutschlands und Polens. Auf dieser Basis haben sich bislang 2,7 Millionen junge Deutsche und Polen kennengelernt, mehr als 70.000 Jugendbegegnungen wurden vom DPJW unterstützt. Dafür stellt die Bundesregierung zurzeit jährlich 5 Millionen Euro, die polnische Regierung ca. 4,2 Millionen Euro bereit.
 

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