Brandenburg an der Havel – Schockanruf durch falsche Polizisten

Brandenburg an der Havel, Altstadt, Marienberg – Montag, 24. September 2018, 17:00 Uhr – 

 

Die Geschädigte, eine über 80-jährige Dame erschien neben ihrem Ehemann auf dem Polizeirevier in Brandenburg an der Havel und wollte sich nach ihrem verunfallten Sohn erkundigen. Erste Recherchen ergaben, dass der örtlichen Polizei kein Verkehrsunfall ihres Sohnes bekannt war. Die Geschädigte berichtete, dass sie gegen 17:00 Uhr einen Anruf von der Polizei erhalten hätte. Der Anrufer, angeblicher Polizeibeamter teilte ihr mit, dass ihr Sohn einen Unfall gehabt habe. Er müsse wegen des entstandenen Schadens eine Summe von 2.300 Euro bezahlen, oder seinen Führerschein abgeben. Ihr Sohn könne nicht selbst zum Geldautomaten um das Bargeld abzuheben, weil er durch den Unfall verletzt wurde und derzeit im Krankenhaus behandelt würde. Der Anrufer fragte nun die Geschädigte mit einfühlsamen Worten, ob sie als Mutter dies übernehmen würde, um damit den Führerscheinentzug ihres Sohnes abzuwenden. Trotzdem die Geschädigte aber nur einen Teil der geforderten Summe aufbringen konnte, vereinbarten sie einen Übergabetermin in der Plauer Straße in Brandenburg an der Havel. Nachdem sie dem vermeintlichen Polizeibeamten dann dort einen vierstelligen Betrag übergeben hatte, wurde die Dame dreister Weise noch dazu aufgefordert anschließend zur Polizei zu gehen, um das Unfallprotokoll zu unterschreiben. Dort erkannten sie, dass sie auf einen Polizeitrickbetrug reingefallen war. Die Polizei frag: Wer hat gegen 17:30 Uhr die Geldübergabe i der Plauer Straße beobachtet oder kann sonstige Hinweise zu dem/den Tätern geben. Ihre Hinweise richten sie bitte unter der Telefonnummer: 03381 560-0 an die Polizeiinspektion Brandenburg oder nutzen unser Hinweisformular in unseren Bürgerportal. Dieses finden sie unter www.polizei.brandenburg.de

 

Die Polizei rät nun, sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen. Die Polizei fordert Bürger auf niemals am Telefon ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat! …und rufen sie anschließend ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten oder im Telefonbuch eingetragen Telefonnummer an.

 

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

 

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit die in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.
  • Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers
  • Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110
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