Brandenburg an der Havel; Altstadt: Falscher Neffe ergaunerte Geld von Rentner

Brandenburg an der Havel; Altstadt – Tatzeit: 11.05.2018 – 

Polizei bekannt: Samstag, 12.05.2018 – 

 

Samstagvormittag wurde der Polizei bekannt, dass ein Brandenburger Rentner von einer unbekannten männlichen Person telefonisch kontaktiert wurde. Die Person gab sich in deutscher Sprache, ohne Akzent und mit den Worten: „Erkennst Du mich nicht, ich bin doch dein Neffe.“ als Verwandter des Rentners aus. Dieser sagte dann den Namen seines Neffen und fortan hatte der Anrufer bei dem älteren Brandenburger die Gewissheit geweckt, er sei tatsächlich der Neffe. In seinen ca. 20 Anrufen berichtete er, dass er für einen anstehenden Immobilienkauf in Berlin eine größere Summe Bargeld benötige und fragte den „Onkel“ nach seinen finanziellen Möglichkeiten. Er wurde dann von dem Anrufer aufgefordert das Bargeld an einen Boten des Notars zu übergeben. Zuvor rief auch noch – ebenfalls mit unterdrückter Rufnummer – ein Bank an und gab vor, für die schnelle Rücküberweisung des geborgten Geldes die persönlichen Daten des Rentners haben zu wollen. Die Übergabe von mehreren tausend Euro erfolgte indes vor der Haustür des Mannes. Ein unbekannter Mann holte das Geld ab und entfernte sich im Nachgang wieder. Als der richtige Neffe am nächsten Tag nicht zurückrief, fiel der Betrug auf und der Geschädigte erstattete eine Anzeige bei der Polizei.

Den Geldabholer beschrieb der Mann folgendermaßen:

–         ca. 20 Jahre

–         160 cm groß

–         schlanke Gestalt

–         dunkle Haare

–         südländisches Aussehen

–         trug ausgewaschene, blaue Jeans und eine helles Leinenhemd

Hat den Mann jemand am Freitagabend, gegen 18.00 Uhr im Bereich der Mühlentorstraße bzw. auf dem Walter-Rathenau-Platz gesehen? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Brandenburg unter 03381-560-0 entgegen. (Schmid)

Hier sind noch einmal Tipps der Polizei, die Enkel oder Kinder ihren älteren Verwandten geben sollten:

·       Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und sich nicht selbst mit Namen vorstellen.

·       Antworten Sie auf die Aufforderung „Rate mal wer hier dran ist“ nicht mit den wirklichen Namen oder der Stellung von Verwandten.

·       Erfragen Sie Details beim Anrufer, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

·       Informieren Sie sich bei Familienangehörigen und rufen Sie nur die Ihnen bekannten Telefonnummern an.

·       Geben Sie keine Einzelheiten zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

·       Lassen Sie sich vom Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen.

·       Seien Sie misstrauisch, wenn angebliche Verwandte Sie am Telefon um Geld bitten.

·       Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald der Anrufer Geld von Ihnen fordert.

·       Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

·       Ruft jemand unter der Notrufnummer 110 an, können Sie sicher sein, hier ist ein Trickbetrüger am Werk.

·       Auch hier gilt, keine Informationen über Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände herausgeben

·       Informieren Sie sofort die Polizei (Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

·       Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist.

·       Seien Sie auch der Polizei (und anderen unbekannten Personen) gegenüber an der Haustüre misstrauisch und rufen Sie die zuständige Dienststelle oder den Notruf an. Dort kann man den Einsatz bestätigen oder Ihnen Hilfe senden.

Weitere Tipps zum Schutz vor dem Enkeltrick und anderen Formen des Trickbetruges erhalten Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de , in den Broschüren “Sicher Leben” und „Sicher zu Hause“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) sowie bei jeder Polizeidienststelle.

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