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Beteiligungspool: Landeshauptstadt startet Modellversuch zur Bürgerbeteiligung

Der „Beteiligungspool“ ist ein bundesweit einmaliges Beteiligungsprojekt. Foto: Landeshauptstadt PotsdamSchließen

Am Donnerstag, den 22. November startete der Beteiligungspool der
Landeshauptstadt Potsdam. Dabei handelt es sich um einen zweijährigen
Modellversuch zum intensivierten Einsatz zufallsbasierter Verfahren in
der Bürgerbeteiligung. Noch bis zum 31. Dezember 2017 können sich auf
der Internetseite www.potsdam.de/mitgestalten alle Einwohnerinnen und
Einwohner, die sich bei der Gestaltung der Stadt einbringen möchten, für
den Beteiligungspool eintragen. Unter allen Angemeldeten werden
zukünftig einige Personen ausgelost werden, die dann persönlich zur
Teilnahme an einem Beteiligungsverfahren eingeladen werden.

„Der Beteiligungspool ist eine wertvolle Ergänzung der bestehenden
Methoden der Bürgerbeteiligung in Potsdam“, sagt Dieter Jetschmanegg,
Fachbereichsleiter Wirtschaft, Kommunikation und Beteiligung der
Landeshauptstadt Potsdam. „Mit dem neuen Ansatz wollen wir es vor allem
jenen Potsdamerinnen und Potsdamern leichter machen, die nicht
regelmäßig in die stadtpolitischen Debatten eingebunden sind. Das
entspricht nicht zuletzt auch den Potsdamer Grundsätzen der
Bürgerbeteiligung, zu denen neben der Chancengleichheit eben auch die
Aktivierung der Einwohnerschaft zählt.“

Anlass für diesen bundesweit einmaligen Modellversuch war sowohl die
hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahl an Teilnehmenden bei
einzelnen Beteiligungsverfahren, als auch eine geringe soziale
Durchmischung. Diese Phänomene sind nicht auf Potsdam beschränkt,
sondern lassen sich in ganz Deutschland bei Bürgerbeteiligung
beobachten. Gleichwohl möchte die Landeshauptstadt Potsdam Mittel und
Wege erproben, diese Effekte zu mildern.

Um bereits unter den Angemeldeten eine möglichst hohe Vielfalt zu
erreichen, wird auf zwei Wegen für die Anmeldung im Beteiligungspool
geworben. Neben klassischen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit, erhalten
in diesen Tagen 7.500 zufällig aus dem Einwohnermelderegister
ausgewählte Potsdamerinnen und Potsdamer eine persönliche Einladung
per Brief. Die eigentliche Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular
auf der Seite www.potsdam.de/mitgestalten. Für die Registrierung sind
Kontaktdaten, Angaben zur Person sowie auf Wunsch auch Themenvorlieben
anzugeben. Das Mindestalter für die Anmeldung im Beteiligungspool
beträgt 16 Jahre.

„Das Mittel der Zufallsauswahl bietet interessante Möglichkeiten für
Bürgerbeteiligung. Bereits bei der Besetzung des Beteiligungsrates
haben wir hiermit gute Erfahrungen gesammelt, die wir mit dem
Beteiligungspool nun ausbauen“, sagt Nils Jonas von der WerkStadt für
Beteiligung der Landeshauptstadt Potsdam. „Wir freuen uns darauf, mit
möglichst vielen Potsdamerinnen und Potsdamern diesen neuen Weg gehen
zu können.“

Die Anmeldung zum Beteiligungspool gilt jeweils für ein Kalenderjahr.
Sofern eine Person sich nicht für das Folgejahr erneut einträgt, werden
alle gespeicherten Angaben gelöscht. Um die Wirksamkeit des neuen
Verfahrens zu untersuchen, wird es im Rahmen einer wissenschaftlichen
Arbeit begleitend evaluiert.

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City Report - pnr24

online Redaktion

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