Amerikas neue Sklaven: ZDFinfo-Doku über Menschenhandel in den USA

Auf einer Hühnerfarm in Ohio wurden Jugendliche aus Lateinamerika illegal beschäftigt.
Copyright: ZDF/Andrés Cediel

Zu acht im Wohnwagen, umgeben von Hühnerkot: Jugendliche aus Lateinamerika, die unter falschen Versprechungen von Schleusern ins Land gelockt wurden, schuften auf Farmen in den USA. Die Dokumentation “Amerikas neue Sklaven – Menschenhandel in den USA” zeigt am Donnerstag, 8. November 2018, 21.00 Uhr in ZDFinfo, wie eine Gruppe von Teenagern aus Guatemala gezwungen wurde, gegen ihren Willen auf einer Hühnerfarm in Ohio zu arbeiten. Die Investigativ-Reporterin Daffodil Altan enthüllt ein kriminelles Netz, das unbegleitete Minderjährige ausbeutet (Originaltitel dieser PBS Frontline-Doku: “Trafficked in America”).

Die Dokumentation deckt auch die unrühmliche Rolle der US-Regierung auf: Trotz scharfer Grenzkontrollen wird bei angeblichen Angehörigen unbegleiteter Flüchtlinge, die häufig deren Schleuser sind, nicht so genau hingeschaut. Die Kultur des Wegschauens im Umgang mit illegalen Arbeitsmigranten bringt ein ehemaliger Geschäftsführer einer Hühnerfarm in der Dokumentation so auf den Punkt: “Das gehört zu den Dingen, die man lieber nicht wissen will. Ahnt man, dass da was nicht stimmt? Wahrscheinlich. Aber nachbohren tut man lieber nicht.”

Brancheninsider, Opfer und beschuldigte Menschenhändler schildern in der Dokumentation ihre jeweilige Sicht auf diesen Fall, der das Problem des Menschenhandels in den USA mehr als 150 Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei in den Fokus rückt.

“Amerikas neue Sklaven – Menschenhandel in den USA” sendet ZDFinfo erneut am Mittwoch, 14. November 2018, 1.30 Uhr, und am Donnerstag, 15. November 2018, 7.15 Uhr. 

https://ZDFinfo.de 

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