Alexanderplatz soll Metropolen- und Kiezplatz zugleich sein

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel vorgelegten Schlussbericht an das Abgeordnetenhaus zur Überprüfung der Planung am Alexanderplatz beschlossen. Der Bericht enthält die Ergebnisse des von Juni bis November 2015 durchgeführten öffentlichen Workshop-Verfahrens zur Überprüfung des bestehenden städtebaulichen Konzepts für den Alexanderplatz. Die Stadtgesellschaft sowie die Grundstückseigentümer und Nutzer haben sich in diesen Arbeitsprozess intensiv eingebracht.

Als Ergebnis des Verfahrens wird im Bericht empfohlen, die Hochhausplanungen anzupassen. Dabei werden die unter Denkmalschutz gestellten Gebäude künftig in das städtebauliche Konzept integriert sein. Außerdem sollen die öffentlichen Räume um den Alexanderplatz in Anschluss an die umgebenden Quartiere gestalterisch aufgewertet werden. Diese „Satellitenplätze“ sind die Anschlussstellen an die bestehenden Stadtquartiere und sollen mit jeweils eigener gestalterischer Vielfalt, Prägung und Aufenthaltsqualität entsprechend den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger das Kiezleben mit dem Alexanderplatz vernetzen. Zur weiteren Umsetzung ist der Aufbau eines kooperativen Standortmanagements der wirtschaftlichen und bürgerschaftlichen Akteure zur Aufwertung für den Alexanderplatz und das Rathausforum geplant.
Auf der Grundlage des überarbeiteten Masterplans erfolgt eine städtebauliche und planerische Weiterentwicklung aus dem Bestand. Dabei bleibt der Hochhausstandort Alexanderplatz in seiner städtebaulichen Grundstruktur erhalten. Neben dem bestehenden Hochhaus des Hotels „Park Inn“ sind deshalb weitere acht Turmhochhäuser städtebaulich möglich.
Empfohlen wird außerdem, dass für den Bereich rund um das denkmalgeschützte Haus des Berliner Verlags mit dem ehemaligen Pressecafé und den Wohnbauten an der Memhardtstraße ein städtebauliches Konzept erarbeitet werden soll.
Der Senat gibt den Bericht nun dem Abgeordnetenhaus zur Kenntnis. Danach wird der Masterplan aktualisiert und die rechtskräftigen Bebauungspläne und städtebaulichen Verträge auf Anpassungsbedarf, ggf. Änderung oder Neuaufstellung geprüft. Zur Qualifizierung der “Satellitenplätze” werden nach Kenntnisnahme durch das Abgeordnetenhaus Wettbewerb‎sverfahren durchgeführt. Bereits jetzt bereitet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Mitte den Aufbau eines kooperativen Standortmanagements im Auftrag unterschiedlicher Akteure vor.

Kommentar verfassen