ABC-Abwehr der Bundeswehr: „Schnell, mobil und hochspezialisiert“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat auf ihrer Sommerreise Station in Bruchsal gemacht und das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr mit dem ABC-Abwehrbataillon 750 „Baden“ besucht. Sie hat eine sehr motivierte und hochspezialisierte Truppe mit viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit zivilen Behörden getroffen.

Von der Leyen beim ABC-Abwehrkommando

Die ABC-Abwehrkräfte können mit ihrer Schutzausrüstung verunreinigtes Personal, Material und Infrastruktur säubern. (Quelle: Bundeswehr/Trotzki)Größere Abbildung anzeigen

Als Beispiel für die traditionell gute Kooperation der ABC-Abwehrtruppe mit anderen Sicherheitsorganen nannte die Ministerin die „außergewöhnlich gute Zusammenarbeit” mit dem Bundeskriminalamt bei chemischen Verdachtsfällen. Die Expertise der Bundeswehr auf diesem Gebiet sei „ganz schnell, mobil und hochspezialisiert in den Einsatz zu kommen“.

Zusammenarbeit üben

Die Ausrüstung der ABC-Abwehrtruppe und die daraus resultierenden Einsatzmöglichkeiten der sehr spezialisierten Soldatinnen und Soldaten können den Sicherheitsbehörden zur Kapazitätserhöhung zur Verfügung gestellt werden. Voraussetzung für derartige Einsätze sei stets die Federführung der zivilen Sicherheitsbehörden, so von der Leyen.

Während im Fall der chemischen Bedrohungslagen die Zusammenarbeit mit dem BKA bestens eingespielt und erfolgreich sei, müsse für alle anderen Bedrohungsszenarien die Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden trainiert werden. Vor allem die Alarm- und Befehlsketten müssten aufeinander abgestimmt sein. „Die Menschen wollen, dass wir bei der ganzen Breite der Bedrohungen reaktionsfähig sind.“

Die Bundeswehr könne im Innern – beispielsweise bei Terror-Großlagen – eingesetzt werden. „Es muss nur geübt werden“, so von der Leyen. Als frühesten Zeitraum für gemeinsame Übungen nannte sie den Spätherbst.

Von der Leyen mit Soldaten neben Bundeswehrfahrzeug

Spürpanzer: Mit der spezialisierten Ausrüstung können ABC-Kampfstoffe und vergleichbare industrielle Gefahrstoffe identifiziert werden. (Quelle: Bundeswehr/Trotzki)Größere Abbildung anzeigen

Standort mit Zukunft

Für die Bundeswehr sei der Standort Bruchsal sehr wichtig. Deshalb seien für die nächsten vier bis fünf Jahre Investitionen in Höhe von über 70 Millionen Euro geplant, erklärte die Ministerin.

Im Anschluss an den Besuch äußerte sich Oberst Henry Neumann sehr zufrieden. „Es ist uns gelungen, die Ministerin von der Leistungsfähigkeit der ABC-Abwehrtruppe zu überzeugen.“ Die Fähigkeiten der ABC-Truppe wurden bei der Vogelgrippe 2006, bei der Flüchtlingshilfe 2015 und zuletzt beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau durch die zivile Seite abgerufen.

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