7. Potsdamer Integrationskonferenz eröffnet

Motto: EINE Stadt für ALLE – Teilhabe und Mitbestimmung

Die Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt und
Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Martina Trauth,
eröffnete heute die 7. Integrationskonferenz der Landeshauptstadt
Potsdam im Treffpunkt Freizeit.

Rund 170 Interessierte – Potsdamerinnen und Potsdamer mit und ohne
Migrationshintergrund, viele Stadtverordnete, Mitglieder des Potsdamer
Migrantenbeirates, ehrenamtlich und hauptamtlich in der
Integrationsarbeit Tätige – nehmen an der heutigen 7.
Integrationskonferenz in der Landeshauptstadt Potsdam teil. Die
Konferenz steht unter dem Motto EINE Stadt für ALLE – Teilhabe und
Mitbestimmung.

In ihrem Grußwort zur Eröffnung der Konferenz betonte Martina Trauth:
„Integration findet vor Ort statt und betrifft die ganze
Stadtgesellschaft. Hier können die mitgebrachten Ressourcen der neu
ankommenden Nachbarn entdeckt, gefördert und eingesetzt werden. Hier
leben wir gemeinsam in Nachbarschaft, gehen die Kinder in die Kita, in
die Schule, gestalten wir das Leben gemeinsam. Hier müssen wir die
Erkenntnisse, Aufgaben, Probleme miteinander besprechen und gemeinsam
nach Wegen suchen. Dazu dient auch die heutige
Integrationskonferenz.“

Die Landeshauptstadt Potsdam hat im Jahr 2017 ein neues
Integrationskonzept beschlossen, in dem zahlreiche Ziele und Maßnahmen
beschrieben sind. Im Rahmen der Integrationskonferenz werden Themen aus
den Handlungsfeldern Bildung, Arbeit und aktive Stadtgesellschaft des
Integrationskonzeptes an Thementischen erörtert. In den Gesprächen wird
schwerpunktmäßig den betroffenen Migrantinnen und Migranten zugehört.
Wie erlebten die Neuankommenden das Geschehen in Potsdam? Was hat gut
funktioniert, wo sehen die Betroffenen Handlungsbedarf?

Gespräche werden auf der Konferenz an folgenden Thementischen
angeboten:

1. Migrant*innen und Geflüchtete organisieren sich
Möglichkeiten der Migrant*innen zur Mitgestaltung des Lebens vor Ort in
der Kommune. Ein Instrument dazu ist der Migrantenbeirat – die
demokratisch gewählte Vertretung der Potsdamer Bevölkerung mit
Migrationshintergrund.

2. Kultur in Potsdam – Ankommen und selbst gestalten
Welches Kulturangebot hat die Migrantinnen und Migranten bei ihrer
Ankunft und bei ihrem Ankommen unterstützt, sich hier wohl zu fühlen und
sich kulturell auszuleben?

3. Arbeitsmarkt
Einen guten Job finden und Geld verdienen – Das ist das Ziel vieler
Migrantinnen und Migranten in Potsdam. Aber viele von ihnen haben bisher
keine Arbeit gefunden. Welche konkrete Unterstützung benötigen sie bei
der Jobsuche? Gibt es Jobs in Potsdam und Umgebung, die auch mit
geringen Deutschkenntnissen und ohne Berufsabschluss ausgeübt werden
können? Vielleicht ist die Selbstständigkeit eine berufliche
Alternative?

4. Ausbildung, Studium
Strukturen und Unterstützungsmöglichkeiten

5. Übergang aus dem zweijährigen Bildungsgang “Berufsfachschule
Grundbildung Plus” an den Oberstufenzentren in die Ausbildung
Am Thementisch “Übergang BFSG+ in die Ausbildung” soll die spezifische
Problematik der jungen Geflüchteten diskutiert werden, die den
zweijährigen Bildungsgang “Berufsfachschule Grundbildung Plus” an den
Oberstufenzentren besuchen. Wie kann der Übergang in eine Ausbildung
gestaltet werden? Welche Maßnahmen helfen hier bereits oder fehlen noch?
Wie kann der Bildungsgang von Anfang an gelingen, um einen besseren
Sprachstand und damit eine Anschlussperspektive zu erreichen?

6. Schule und lokales Umfeld als Lern- und Lebensraum
Die unmittelbare Lebenswelt bzw. das direkte Wohnumfeld spielt eine
wichtige Rolle, ob Integrationsprozesse erfolgreich sind. Insbesondere
Schule ist für Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Ort der
Integration. In der Gesprächsgruppe soll erörtert werden, wie in Schule
und in umliegenden Einrichtungen Kinder, Jugendliche und ihre Familien
optimal unterstützt werden können.

Die Deutsche Sprache ist Querschnittsthema. An allen Thementischen
stehen Gesprächspartner aus verschiedenen Institutionen und Projekten
für einen konstruktiven Meinungsaustausch zur Verfügung. Alle
Teilnehmenden können ihre Gedanken zu der Frage „Leben in der
Landeshauptstadt Potsdam: Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?“
äußern.
Weiterhin erwartet Interessierte ein Markt der Möglichkeiten, in dem
sich unterschiedliche Projekte und Initiativen persönlich vorstellen.
Dazu gehören unter anderem:

– Start-Up Your Future: Gründerpatenschaften des Wirtschaftsjunioren
Deutschland e.V. mit Projektreferentin Geertje von Holtz
– Lotsendienst für Migrant*innen der Social Impact gGmbH mit
Projektleiterin Julia Plotz
– Start with a friend Potsdam des Start with a friend e.V. mit
Ansprechpartnerin Stefanie Löhr
– „Männer mit Perspektive“ mit Mosaikstein e. V. und dem
Flüchtlingspfarrer des ev. Kirchenkreises Bernhard Fricke
– Der Migrantenbeirat der Landeshauptstadt mit der Vorsitzenden Diana
González Olivo
– Das Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation der
Plattform für Kulturelle Bildung mit ihrer Leiterin des Regionalbüros
Potsdam Karin Kranhold
– Die Fachstelle Migration und gute Arbeit des Arbeit und Leben e. V.
mit Beraterin Joanna Hubert
– Das Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.V. mit Nouria Asfaha und Heike
Kottwitz
– Queer Haven – Das Netzwerk für Queer Refugees im Land Brandenburg
mit seinem Projektkoordinator Himmat Aljasem
– Die Koordinierungsstelle IQ Netzwerk Brandenburg des MASGF mit ihrer
stellvertretenden Projektleiterin Lena Haselhorst
– Das WIN Projekt der IHK Potsdam mit Yvonne Meyer und Farhan
Yabroudi
– oskar. Das Begegnungszentrum in der Drewitz mit seinem Kulturmanager
Tim Spotowitz
– Das Teilprojekt BleibNet proQuali der Berlin-Brandenburgischen
Auslandsgesellschaft mit dem Leiter des Informationszentrums Arndt
Sändig
– Beratungsfachdienst für Migrant*innen / Migrationsberatung für
Erwachsene des Diakonischen Werk Potsdam e.V. mit
Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin Uta Amme

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln des Bündnisses für
Brandenburg. Die Ergebnisse der Integrationskonferenz werden
dokumentiert und in Form einer Mitteilungsvorlage der
Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung gestellt.

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