64-Jähriger nach Brandstiftung gestellt

Landkreis Teltow- Fläming; Luckenwalde

11.08.2016; 23.25 Uhr

 

Nach einer Brandstiftung konnten Polizisten einen 64-Jährigen unter anderem durch Zeugenhinweise stellen.

Passanten, die gegen 23.25 Uhr in der Fontanestraße unterwegs waren, hatten einen Mann beobachtet, der sich dort an einem parkenden Citroen zu schaffen machte. Offensichtlich wollte dieser den Pkw in Brand setzen, was ihm auch gelang. Ein Zeuge, der versuchte das Feuer zu bekämpfen, wurde sofort durch den mutmaßlichen Tatverdächtigen angegriffen und getreten. Der Täter flüchtete anschließend. Der Zeuge lief dem Mann hinterher und konnte sehen, in welchem Hauseingang dieser verschwand.

Die Ehefrau des Zeugen rief die Polizei. Bis zum Eintreffen der Beamten musste die Frau jedoch beobachten, wie der Citroen komplett in Flammen aufging und der Brand auf einen weiteren Pkw übersprang. Sowohl der Citroen, als auch der Opel brannten vollständig aus.

Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 11.000 Euro.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Halterin des Citroen in Trennung lebt. Dank des Zeugenhinweises verdichteten sich die Hinweise, dass dieser als Tatverdächtiger der Brandstiftung in Frage kommt.

Nachdem dieser sich weigerte die Tür an seiner Wohnanschrift zu öffnen und bereits im Vorfeld gegenüber seiner Ex-Partnerin Suizidabsichten geäußert habe, wurde mit Hilfe von Feuerwehrleuten die Wohnung zwangsweise aufgesperrt. Der 64-Jährige wurde mit Verletzungen aufgefunden, die er sich nach bisherigen Erkenntnissen wohl selbst beigebracht hatte. Er wurde durch Sanitäter versorgt.

Noch während der Überprüfung seiner Identität, ging er unvermittelt auf einen Beamten los und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Weitere Angriffe konnten die Polizisten jedoch verhindern. Der 64-Jährige, der mit 1,33 Promille unter der Einwirkung von Alkohol stand, wurde überwältigt und in Gewahrsam genommen.

Derzeit laufen gegen ihn die Ermittlungen wegen Brandstiftung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.