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Haiti: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

Seit dem 7. Februar 2019 finden Demonstrationen im ganzen Land statt, um den Rücktritt von Präsident und Regierung zu erzwingen. Die Proteste sind gewalttätig und begleitet von Straßensperren, brennenden Barrikaden sowie Plünderungen. Dies betrifft sowohl das Stadtgebiet von Port-au-Prince als auch die größeren Städte in den Provinzen und die Nationalstraßen. Die Fahrtstrecken zu den Flughäfen in Port-au-Prince und Cap Haitien können ebenfalls beeinträchtigt sein. Bewegungen in- und außerhalb von Port-au-Prince sollten möglichst vermieden werden. Von nicht dringend notwendigen Reisen nach Haiti wird derzeit abgeraten. Reisenden wird empfohlen, sich über die aktuelle Lage in lokalen und sozialen Medien informiert zu halten, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten. 


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage Die politische und soziale Lage ist sehr angespannt. Es kommt immer wieder zu Protestaktionen und Demonstrationen mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen, und Straßensperren. Auch die Zufahrt zum Flughafen Port-au-Prince und Cap Haitien können betroffen sein. Reisenden wird empfohlen, sich über die aktuelle Lage in lokalen und sozialen Medien informiert zu halten, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften stets Folge zu leisten.
Kriminalität Das allgemeine Kriminalitätsniveau ist hoch, liegt aber noch unter dem vergleichbarer anderer Staaten der Karibik. Vor allem in Port-au-Prince sind Ausländer, die grundsätzlich als wohlhabend gelten, bevorzugte Opfer von Raubüberfällen. Kritisch ist dies etwa bei der Erledigung von Bankgeschäften, aber auch nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe von höherklassigen Restaurants. Hierbei kommt es oft zu Schusswaffengebrauch. Mehrfach wurden Ankommende auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt gezielt überfallen. Reisende sollten daher möglichst nicht nach Einbruch der Dunkelheit ankommen und sich mindestens von einer Person ihres Vertrauens abholen lassen.  Bei einem Überfall sollte keine Gegenwehr geleistet werden, um eine Gewalteskalation zu vermeiden. In der Hauptstadt Port-au-Prince sollten Reisende außerdem grundsätzlich nicht allein zu Fuß unterwegs sein und von der Nutzung von Motorradtaxis Abstand nehmen. Reisenden wird von einem Aufenthalt  in den folgenden Stadtvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince dringend abgeraten: Cité Soleil, Martissant, Carrefour, Bel Air, Cíté Militaire und Jean-Marie Vincent. Haiti hat in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen, um den Tourismussektor wieder zu beleben. Dazu gehören gut organisierte Gruppenreisen, die den sicherheitsrelevanten Gegebenheiten so gut wie möglich Rechnung tragen. Die Teilnehmer werden bereits am Flughafen empfangen und während des gesamten Aufenthalts in Haiti begleitet, teilweise auch von Sicherheitskräften. Reisende, die an einer solchen Gruppenreise teilnehmen, müssen allerdings damit rechnen, dass wichtige Ausfallstraßen zu den Hotels an den Stränden des Landes kurzfristig durch teilweise gewalttätige Demonstranten blockiert werden und die Reise daher nicht wie geplant stattfinden kann. Bei der Ein- und Ausreise über die offiziellen Grenzübergänge zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti muss mit stundenlangen Wartezeiten und unangekündigten Schließungen der Grenze sowie mit unangekündigten Demonstrationen auf beiden Seiten der Grenze gerechnet werden. Der illegale Grenzübertritt ist strafbar und lebensgefährlich. Bei Überlandfahrten ist besondere Vorsicht geboten. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten.
Naturkatastrophen In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison. Reisende werden in dieser Zeit gebeten, sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage zu informieren und die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/-/200794 zu beachten. Aufgrund der seismischen Gegebenheiten besteht für Haiti zudem ein erhöhtes Erdbebenrisiko. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum https://www.gfz-potsdam.de/medien-kommunikation/infothek/merkblaetter/.
Piraterie Reisende auf privaten Jachten sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe entlang der haitianischen Küste und in Grenzgewässern mit Jamaika sporadisch vorkommen. Die entsprechenden Gewässer sollten daher gemieden oder zumindest entsprechende Maßnahmen ergriffen werden (sichere Ankerplätze, Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht). Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur eingeschränkt funktionsfähig. Sie können grundsätzlich keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten. Die medizinische Notfallversorgung (z. B. Ambulanzdienste, Intensivstationen) ist ebenfalls nicht flächendeckend gewährleistet. Die amerikanische Organisation HERO http://www.heroclientrescue.com/ bietet einen innerhaitianischen Rettungsdienst auf US-amerikanischem Niveau an, inklusive inländischem Lufttransport. HERO übernimmt auch eine Koordination mit internationalen Flugrettungsdiensten, sofern dies erforderlich sein sollte.
Krisenvorsorgeliste Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich unabhängig von Aufenthaltszweck und –dauer in die Krisenvorsorgeliste http://elefand.diplo.de/ einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/weltweiter-sicherheitshinweis/1796970 zu beachten.

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City Report - pnr24

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