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150 Jahre Ampel: Wissenswertes zu Potsdamer Lichtsignalanlagen

Wussten Sie, dass am 10. Dezember 1868, also vor 150 Jahren, in London die erste Verkehrsampel der Welt aufgestellt wurde? Die Landeshauptstadt Potsdam und die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, über die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und den aktuellen Stand zu berichten.

Während die erste Ampel in London laut Wikipedia mit Gas betrieben wurde und bereits nach kurzer Zeit explodierte, setzte sich das System Ampel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dank Elektrizität durch. Laut Wikipedia wurde Deutschlands erste „elektrische Lichtsignalanlage“ 1924 in Berlin aufgestellt – übrigens am Potsdamer Platz.

Kurz vor der Wende 1989/90 in der ehemaligen DDR gab es in der damaligen Bezirksstadt Potsdam rund 40 Lichtsignalanlagen, bei weniger Einwohnern und deutlich weniger Fahrzeugen auf den Straßen als heute. Infolge der Wende und des Wachstums der Landeshauptstadt Potsdam hat sich die Zahl der Lichtsignalanlagen in den vergangenen drei Jahrzehnten fast verdreifacht: Mittlerweile sind es 114 Anlagen, die über insgesamt 2.500 Ampelkörper (mit den charakteristischen roten, gelben und grünen Farbgläsern) und über 750 Taster für Fußgänger sowie 800 Blindensignalgeber verfügen.

Nach der jahrzehntelangen Vorherrschaft der Glühlampe ist heute die Lichtemittierende Diode (LED) das Mittel der Wahl. In Potsdam sind mittlerweile 65 Prozent aller Ampelkörper mit LEDs ausgestattet. Der Geschäftsführer der SBP, Jürgen Retzlaff, sagte: „Die Nutzung der neuen umweltfreundlichen Leuchtmittel ist ein Bestandteil unserer nachhaltigen und umweltorientierten Unternehmensphilosophie. Seit etwa 13 Jahren werden die Lichtsignalanlagen mit LEDs ausgestattet.“ Bestehende Lichtsignalanlagen werden durch die Landeshauptstadt Potsdam sukzessive umgerüstet, neue Anlagen bekommen von Anfang an umweltfreundliche LEDs.

Die LED-Hersteller haben die Energieeffizienz mittels kontinuierlicher Neuentwicklungen weiter verbessert. Haben die älteren 230-Volt-LEDs noch zwischen 12 und 13 Watt Leistung, sind es bei den 40-Volt-LEDs nur noch 6 bis 7 Watt bei gleicher Helligkeit. Die neueste Generation repräsentieren die 20-Volt-LEDs mit einer Leistung von 1 bis 2 Watt. Da die verwendeten LEDs helles weißes Licht abstrahlen, sind die Farbgläser nach wie vor im Einsatz.

Zudem sind die Lichtsignalanlagen moderner geworden und enthalten mehr ausgefeilte Elektronik als noch vor 20 Jahren. Der Aufbau, die Verschaltung und die Wartung der Lichtsignalanlagen ist Aufgabe der SBP als technischer Dienstleister. Seit 2010 gehört die SBP zu den Stadtwerken Potsdam. Alle Lichtsignalanlagen werden regelmäßig technisch überprüft und bei Bedarf repariert. Das Wechseln der Leuchtmittel kann durch den LED-Einsatz nunmehr deutlich seltener erfolgen.

Für die hoheitliche Verkehrssteuerung und Verkehrslenkung mittels moderner Leitsysteme und intelligenter Lichtsignalanlagen liegt die Zuständigkeit bei der Verkehrssystemmanagementzentrale (VSMZ) der Landeshauptstadt Potsdam. 81 Potsdamer Lichtsignalanlagen verfügen über eine Bevorrechtigung des öffentlichen Nahverkehrs. Der Bevorrechtigungsgrad ist tageszeit- und verkehrsabhängig. Aktuelle Verkehrssituationen werden zudem mit dem rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam digital abgeglichen. Außerdem gibt es auf 25 km eine koordinierte Lichtsignalsteuerung in zwölf Grünen Wellen mit 82 Lichtsignalanlagen.

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City Report - pnr24

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