„Wir wollen in Dresden ein Zeichen setzen“

Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen

Rund 250 Integrationsbeauftragte aus Ländern und Kommunen kommen auf Einladung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz am 18. und 19. April 2016 in Dresden zur diesjährigen Bundeskonferenz zusammen. Das Thema der Bundeskonferenz 2016 ist Teilhabe: Was macht unsere Einwanderungsgesellschaft im Jahr 2016 aus? Was ist das neue „Wir“ in unserem Land? Wie schaffen wir es, dass Flüchtlinge und Einwanderer ein echter Teil unserer Gesellschaft werden?

Die Integrationsbeauftragten wollen über die Herausforderungen vor Ort sprechen und auch Lösungsansätze vorstellen, wie wir ein gutes Miteinander in der Kommune auch bei hohen Flüchtlingszahlen sichern können. Die Integrationsbeauftragten werden über die interkulturelle Öffnung in der öffentlichen Verwaltung diskutieren, über Chancengleichheit im Bildungssystem, den Umgang mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Kommunen und die Entwicklung der Sprach- und Integrationskurse.

Zum Auftakt der Bundeskonferenz erklärte Staatsministerin Aydan Özoguz:

„Ich habe mich bewusst für Dresden als Veranstaltungsort entschieden. Damit wollte ich ein Zeichen setzen und den Menschen in Sachsen den Rücken stärken, die sich unter nicht immer leichten Bedingungen tagtäglich für Flüchtlinge einsetzen. Das Thema der diesjährigen Bundeskonferenz ist Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft – das ist auch mein Schwerpunkt als Beauftragte in diesem Jahr. Auch wenn es mittlerweile Konsens ist, dass wir ein Einwanderungsland sind, gibt es immer noch viele strukturelle Hindernisse für Menschen mit Einwanderungsgeschichten. Deshalb fordere ich, dass wir genauer hinschauen, wenn es um Partizipation in Schulen, in der Verwaltung oder im Beruf geht. Deutschland täte gut daran, die unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten aller hier lebenden Menschen zu nutzen.“

Die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping ergänzte:

„Ich freue mich, dass die Konferenz in Dresden stattfindet, das gibt uns Rückenwind. Die Veranstaltung rückt die Arbeit der Ausländer- und Integrationsbeauftragten ins Blickfeld, die vor Ort Integration in all ihren Facetten begleiten und organisieren. Das mit 34,4 Millionen Euro ausgestattete sächsische Integrationspaket soll auch dazu dienen, die Vernetzung aller Akteure auf kommunaler Ebene voranzutreiben. Bei den Ausländer- und Integrationsbeauftragten können sich die vom Bund finanzierten Bildungskoordinatoren und die vom Land getragenen Integrationskoordinatoren und Arbeitsmarktmentoren andocken. So können regionale Kompetenzzentren entstehen, die viele Herausforderungen schneller lösen können.“

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert, in seinem Grußwort an die Delegierten der Bundeskonferenz:

„Ich bin den Veranstaltern der heutigen Konferenz dankbar, dass Sie unsere Stadt ganz bewusst gewählt haben, um ein Zeichen zu setzen. Denn Dresden ist anders, anders als in der Wahrnehmung einiger. Und besonders in dem, was es für Menschen auf der Flucht und Migranten tut. Zwei Drittel der Flüchtlinge sind in unserer Stadt in Wohnungen untergebracht. Sachsen ist das einzige Bundesland mit einem Lehrplan für DAZ-Klassen. Dresdner Unternehmen stellen über 100 Praktikumsplätze bereit, finanzieren Sprachkurse und organisieren Ausbildungsangebote. Und wir als Stadtverwaltung bereiten aktuell ein Praktikumsangebot für Flüchtlinge und Asylbewerber vor. Ich bin stolz auf diese Stadt und die vielen Dresdnerinnen und Dresdner, die sich aktiv für die Neuankömmlinge einsetzen. Deshalb ist es gut, dass Sie das Engagement mit ihrem Hiersein würdigen“.

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