Wahnsinn Windkraft

Der Streit über Nutzen oder Schaden der Windkraft spaltet Bevölkerung, Verbände wie den BUND und Parteien. Wie „grün“ ist diese Energieform wirklich? Wer verdient an der Windkraft? Zerstören die Windrad-Kolosse nur unsere Landschaften, oder lohnt sich die Investition? Die Reihe „Exakt – Die Story“ sucht nach Antworten – zu sehen am Mittwoch, 8. Juni 2016, von 20.45 bis 21.15 Uhr im MDR FERNSEHEN.

 

Windräder soweit das Auge reicht: Dass Sachsen-Anhalt bei der Dichte an Windkraftanlagen bundesweit auf Platz drei liegt, ist nicht zu übersehen. Zwei Prozent der Landesfläche sind aktuell damit bebaut. Und es sollen noch mehr werden – und noch größere.

 

Doch die Zahl der Windkraftgegner wächst. Naturfreunde beklagen schädliche Auswirkungen auf die Tierwelt. Immer wieder geraten Vögel in die Reichweite der Rotoren und werden getötet. Der Konflikt spaltet inzwischen ganze Dörfer. So wie Zeppernick im Jerichower Land. Drei Viertel der Einwohner haben hier unterschrieben: gegen einen neuen Windpark. Sie fürchten um den streng geschützten Rotmilan, der dort heimisch ist. „Es kann nicht sein, dass ich mit Windkraft Naturräume von Menschen und Tieren zerstöre, um angeblich Natur zu sichern – das sehe ich einen absoluten Widerspruch“, sagt Henry Bartholomäus, Sprecher der Zeppernicker Bürgerinitiative.

 

Etwa ein Viertel der Einwohner, darunter Landbesitzer, ist allerdings für den Windpark. Denn Windkraftanlagen sind ein lohnendes Geschäft: Wer seine Fläche für ein Windrad verpachtet, dem winken Jahr für Jahr zum Teil sechsstellige Einnahmen – egal, ob die Anlage läuft oder nicht. Stillstandzeiten werden ausgeglichen mit der Einspeisevergütung, die der Netzbetreiber begleicht. Dafür zahlen muss am Ende der Verbraucher – mit steigenden Strompreisen.

 

Ein Film von Sven Stephan und Anja Walczak.

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