Trichinbefund bei Wildschwein bestätigt

Am 09. September 2017 wurden bei einem Wildschwein aus dem Bereich Lübben im Labor des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft Trichinen festgestellt und durch das  Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin (BfR) bestätigt.

 

Hintergrund:

Bei der Trichinenkrankheit, auch Trichinose oder Trichinellose, handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die in der Europäischen Union der Meldepflicht unterliegt. Ausgelöst wird sie durch Fadenwürmer der Gattung Trichinella, die als Parasiten in der Skelettmuskulatur von Säugetieren, Vögeln und Reptilien leben. Von besonderer Bedeutung ist das Fleisch von Schweinen, Wildschweinen, Pferden, Bären und Robben.

Die Übertragung auf den Menschen ist über den Verzehr von rohem Fleisch wie Hackfleisch, Rohwurst oder Schinken möglich. Typische Symptome können zu Beginn Schwäche, Bauchschmerzen, intermittierendes hohes Fieber, starkes Durstgefühl, Erbrechen und Durchfall sein, später können auch Muskelschmerzen, Schluckbeschwerden und Ödeme im Augenbereich auftreten.

 

Durch die konsequente Fleischuntersuchung, die seit 1937 in ganz Deutschland durchgeführt wird, ist die Zoonose beim Menschen im Inland glücklicherweise sehr selten geworden. Jährlich werden etwa 40 Millionen Hausschweine, 15.000 Pferde und mehr als 300.000 Wildschweine auf Trichinen untersucht (Quelle: BfR).

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: