Tipps zum Bezahlen im Ausland

Kartenzahlung und Geldabheben kann im Ausland schnell zur Kostenfalle werden. Und egal ob Italien, Norwegen oder ein Ziel in Übersee: Spätestens vor Reisebeginn stellt sich die Frage, welches Zahlungsmittel geeignet ist.

Britisches Pfund an der Ausgabe eines BankautomatenGeldabheben kann in Ländern außerhalb der Eurozone besonders teuer werden.Foto: imago

Ein dicker Geldbeutel ist nicht nur unpraktisch, er zieht auch Diebe an. Deshalb sollten Urlauber keine größeren Bargeldmengen mit sich führen. Generell gilt: Im Ausland nie auf nur ein Zahlungsmittel setzen. Mit der Girocard oder Kreditkarte bekommen Reisende an vielen Geldautomaten weltweit Bargeld. Oder zahlen im Laden oder Restaurant direkt bargeldlos. Dabei gilt es, einiges zu beachten.

Mit der Bankkarte Geld abheben

Was früher die EC-Karte war, ist heute die Girocard – entweder mit Maestro-Logo oder mit V-Pay Zeichen. Nutzen Reisende im Ausland Geldautomaten, kostet das in aller Regel extra. Ähnlich wie im Inland berechnet die heimische Bank auch im Ausland für die Benutzung von Geldautomaten teils üppige Gebühren.

Hebt man Geld per Kreditkarte ab, entstehen meist höhere Kosten als bei Girocards. Schauen Sie deshalb ins Preisverzeichnis Ihrer Bank. Entscheidend ist, ob die Bank jedes Mal eine Mindestgebühr verlangt. Bei jedem Geldabheben außer Landes können so Kosten entstehen. In der Regel berechnet Ihre Bank zwischen 3,50 Euro und 10 Euro.

Oft fällt zusätzlich ein prozentualer Anteil des Betrages an. Wer mit Kreditkarte im Ausland zum Beispiel 50 Euro abhebt, zahlt mitunter insgesamt zehn Prozent an Gebühren. Außerhalb der Eurozone können weitere Kosten entstehen.

Um Gebühren vor Ort zu vermeiden lohnt es sich, zu vergleichen. Sowohl für Girocards als auch für Kreditkarten gibt es Angebote der heimischen Bank, um Geld auch im Ausland kostenlos abheben zu können.

Kartenzahlung direkt vor Ort

Nicht jeder Laden, jedes Restaurant akzeptiert Girocards oder Kreditkarten. Urlauber sollten deshalb rechtzeitig auf entsprechende Zahlungshinweise achten. Wichtig: Maestro ist ein weltweites, V-Pay nur ein europaweites Zahlungsverfahren.

Sind Kartenzahlungen für den Kontoinhaber im Inland kostenlos, so dürfen Banken in der Eurozone, Schweden und Rumänien ebenfalls keine Entgelte verlangen.

San Marino, Monaco und der Vatikan haben den Euro eingeführt, sind jedoch nicht Teil der EU. Hier fallen möglicherweise zusätzliche Gebühren an. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank vor Antritt der Reise.

Vorsicht bei Währungsumrechnung

Prinzipiell ist es günstiger, fremde Währungen vor Ort abzuheben. Grund dafür ist der bessere Wechselkurs. Doch wer außerhalb der Eurozone Geld abhebt sollte vorsichtig sein: Viele Geldautomaten bieten die teure Sofortumrechnung an.

Mit Optionen wie „fester Tauschkurs“, „Gebühren Null Prozent“ oder „Währungsumrechnung in Euro“ locken Anbieter mit vermeintlich günstigen Tarifen. Tatsächlich bedeutet die sofortige Umrechnung der jeweiligen Landeswährung in Euro bis zu zwölf Prozent Aufschlag. Laut „Finanztest“ wird das in Tschechien, Polen und Großbritannien besonders teuer.

Besser: Am Geldautomaten die Option „direkte Auszahlung“ oder „ohne Währungsrechnung“ wählen. Dann berechnet das heimische Kreditinstitut den Wechselkurs. Das ist in aller Regel günstiger.

Auch beim Bezahlen im Geschäft kann einem die Sofortumrechnung begegnen. Meist taucht hier der Aufschlag erst auf dem Kassenbon auf.

Karte sperren
Lassen Sie Ihre Kredit- oder Girokarte bei Verlust oder Diebstahl sofort sperren. Möglich ist das aus dem Ausland gebührenpflichtig unter +49 116 116. Die Höhe der Gebühren aus dem Ausland richtet sich nach den Preisen des jeweiligen ausländischen Anbieters. Zur besseren Erreichbarkeit steht aus dem Ausland zusätzlich die Rufnummer +49 30 4050 4050 zur Verfügung.
Achtung: Einige Banken nehmen an dem Sperr-Notruf nicht teil. Urlauber sollten sich daher vorab bei ihrer Bank informieren und die Telefonnummer notieren, über die sie die Karte sperren lassen können. Für Schäden, die nach der Sperrung entstehen, können Verbraucher nicht haftbar gemacht werden.

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